Mutter - Live

  • Wo? Monarch Bar, Skalitzerstr. 134, 10997 Berlin
  • Wann? -
Eine Doppel-Show! Erst am 10.11, dann am 11.11!
Zwei Tage am Stück!


Als Max Müller kürzlich in einem Interview zu berichten wusste, dass das beliebtestePasswort der Deutschen „Hallo 123“ sei, und dass das auch ein guter Bandnamewäre, meinte der Interviewer fassungslos: „Das Genie, das Mutter als Bandnamenerfand, findet Hallo 123 gelungen? Jetzt bin ich, ehrlich gesagt, ein bisschenenttäuscht.” Und Max Müller, der Konflikte stets zu vermeiden sucht, fühlte sichsogleich bemüßigt ihn zu beruhigen: “Musst nicht enttäuscht sein, mein Freund,ursprünglich wollten wir uns Butter nennen, aber alle haben immer nur Mutterverstanden.”Diese Schnurre der Beiläufigkeit fasst die Bedeutung der Band Mutter seit jeher in derDeutschen Musiklandschaft sehr gut zusammen, die Missverständnisse, dieErwartungen, ja, die Hoffnung als Heilsbringer, aber was, wenn Mutter sich weigert,diese Erwartungen zu erfüllen? Reicht es denn nicht, dass sie einfach DA ist? Wollt ihrdenn, dass Mutter im Schlamm versinkt, wollt ihr, dass sie wie eine Schnittblume in derVase der Zeit verdorrt? Fragt nicht,was Mutter für euch tun kann, fragt euch dochmal, was ihr für Mutter tun könnt.Was, wenn ihr eines Tages aufwacht, und Mutter gar nicht mehr existiert? Existiert ihrdann überhaupt noch? Vielleicht seid ihr ja gestorben, bevor ihr aufgewacht seid? ImJenseits gibt’s keinen Anfang und kein Ende, keine Antworten, weil es keine Fragengibt, Gott gibt die Nüsse, aber knacken müsst ihr sie selbst. Aber das gilt nur für unshier unten, die wir heute Morgen aufgewacht sind, egal ob als Käfer oder mit einerFrage, die man nicht beantworten kann, auf den rissigen Lippen. Entlassen aus einemTraum vom Anderssein.Können wir anders sein? Besteht diese Möglichkeit? Ja, sie besteht, aber es ist nichteine Möglichkeit, es sind viele, sie stehen genau vor uns, wie Soldaten, nur sehen wirsie nicht, wir sehen im Grunde genommen keine einzige, aber das müssen wir auchnicht, denn sie sehen UNS.So wie uns Mutter sieht, und uns statt Nüsse eine neue Platte gibt, sie heißt „DerTraum vom Anderssein“, und sie gibt uns, dir und mir, ALLES, und was geben wirdafür? Das Versprechen aufzuwachen, bevor es zu spät ist.Tex Rubinowitz, Wien,2017

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