Berliner Naechte Watergate Night mit Sebo K & Ruede Hagelstein

  • Wo? Tanzhaus West, Gutleutstrasse 294, 60237 Frankfurt
  • Wann?
Sebo K [watergate]

Ruede Hagelstein live [watergate]
Peter Schumann [kater blau, platte international]
Bo Irion [dora brilliant]
Bait'n'Switch [sophisticated retreats]
Frau Laura [mitte der gesellschaft]
Christian Bott [hotel digital]
Ben Brown [hotel digital]
Melomex [antanzen]
Mel [antanzen]
Bianco [antanzen]
Exquisite Requisite [antanzen]
Tanzhaus West & Dora Brilliant | Techno, House | 23:00h | 18,- Euro

Diese Ausgabe der Berliner Naechte ist nah am Wasser gebaut. »Lager, Lager, Lager, Lager« schreien Underworld in »Born Slippy«, »Lage, Lage, Lage« philosophieren gentridingsdagesteuerte Immobilienmakler landauf und landab. Und in der Hinsicht hat das Watergate von Anfang an viel richtig gemacht. Der Sonnenaufgang auf den Watergate-Terasse mit Blick auf Oberbaumbrücke, East Side Gallery und Friedrichshain gehört zu den vielfach geteilten Eindrücken, die Teil unseres kollektiven Szenegedächtnis geworden sind. Mehr Spree geht eigentlich nicht. Auch musikalisch hat man sich über die Jahre stilsicher positioniert. Mit Sebo K und Ruede Hagelstein haben wir bei dieser BN-Ausgabe zwei Artists am Start, die den Sound des Venues massiv prägten. Stellt Euch auf eine uferlosen Naechte ein!

Man kann Sebastian aka Sebo K. einfach nicht genug über den grünen Klee loben. Er ist eine der Figuren, die seit Jahren für einen erstklassigen, coolen und unprätentiösen Style stehen. Es gibt eine gewisse Konstanz in seiner Karriere und seinem Sound, die sich sehr schön anhand seiner unzähligen Veröffentlichungen auf Mobiliee rekonstruieren lässt. Seine für Anja Scheiders Label produzierten Tracks gipfelten vor fünf Jahren in einer kompletten Compilation, der »Totally Mobilee Sebo K Collection 1«, einer Sammlung vieler für das Imprint produzierten Tracks und dessen Remixe. Seit 2002 ist Resident im Berliner Watergate und damit nicht nur Gastgeber und Identifikationsfigur des Clubs am Spreeufer, sondern prägte auch dessen reduzierten, scharf geschliffen Sound entscheidend mit. 2017 war ebenfalls ein spannendes Jahr für Sebastian, dass weitere Facetten seines Könnens offenbarte. Mit »Patience«, erschienen auf Rekids, veröffentlichte er einen herausragenden Longplayer, der zeigte, dass er außer klassischen Dancefloor-Bomben wie »Restless« oder »Eyes Wide Open« auch die hohe Kunst der leiseren Töne vortrefflich beherrscht.

Bei Tobias aka Ruede Hagelstein würden wir ja gerne mal im Studio Mäuschen spielen und ihm bei der Bedienung der Regler über die Schultern schauen. Ausgehend von seinem erstklassig produziertem Output stellen wir uns bei ihm eine sehr detailverliebte Arbeitsweise vor, bei der bis zur Perfektion am Sounddesign gefeilt und mit großer Hingabe und Präzision jeder Beat und Effekt minutiös platziert wird. Neben den handwerklichen Fähigkeiten mangelt es dem gebürtigen Berliner auch nicht an theoretischem Background. Ruede hat viele Jahre für diverse Musikmagazine und Plattformen geschrieben, die sich mit elektronischer Musik im Allgemeinen und der Szene der Hauptstadt im Speziellen beschäftigen. Der Begriff »signature sound« ist in den vergangenen Jahren oft überstrapatziert worden, Ruede gehört jedoch definitiv zu den Leuten, die über die Jahre eine unverkennbare, eigene Klangfarbe definiert haben. Tobias geht eben so sicher mit Songstrukturen um wie mit Trackpatterns, die auf den Tanzflur zielen. Sein musikalisches Schaffen verdichtet sich perfekt auf dem 2015 auf Watergate Records erschienenen Longplayer »Apophenia«, das sich viel stärker als der Vorgänger »Soft Pack« im Clubkontext bewegt. Ruedes Remix-Diskografie liest sich ein wenig wie ein Who-is-who der Szene. Unter anderem Marc Romboy, Tiefschwarz, Matthew Dear und Britta Arnold haben sich für ihre Produktionen einen Hagelstein-Touch bestellt. Aufgrund unseres Blickes durch lokal kolorierte Brillen hat vor allem sein Remix für Lea Porcelain unsere Aufmerksamkeit erregt. Auch auf seinem jungen Label Duat finden sich ebenfalls reichlich Beiträge von Artists aus der Frankfurter Szene. Gut so. Die Beatbrücke FRA – BER steht!

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