Widerstand in schwierigen Zeiten

  • Wo? Werk 2, Kochstr. 132, 04277 Leipzig
  • Wann?
SPD-Leipzig Süd & Mitte und WERK 2 präsentieren:

Widerstand in schwierigen Zeiten - Die Leipziger Meuten

Überall im Leipziger Stadtgebiet gab es ab Mitte der 1930er Jahre Jugendcliquen jenseits der Hitlerjugend, bis zu 1.500 Jungen und Mädchen gehörten ihnen an. Offensiv gingen sie gegen die HJ vor und verteidigten ihre Freiräume und ihre Subkultur.

Vor genau 80 Jahren fanden 1938 vor dem Volksgerichtshof in Leipzig die ersten beiden Schauprozesse gegen Meutenmitglieder statt – wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“. Die NSJustiz unterstellte den Cliquen, staatsgefährdende, illegale kommunistische Gruppen zu sein. Insgesamt acht junge Menschen aus den Meuten „Hundestart“ und „Lille“ wurden Ende Oktober 1938 zu bis zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt, manche kamen nach ihrer Haftstrafe ins KZ Buchenwald. Die von den Nationalsozialisten erhoffte abschreckende Wirkung unter der Jugend stellte sich jedoch nicht ein – im Gegenteil!

80 Jahre nach diesen Ereignissen will diese Veranstaltung den Freiheitswillen, das antifaschistische Engagement und die Jugendkultur der Leipziger Meuten beleuchten.

Historiker Dr. Sascha Lange führt in das Wesen der Leipziger Meuten ein, unterstützt durch zahlreiche Fotos und Dokumente, und präsentiert neue Erkenntnisse über den Widerstand in Leipzig. Johannes Herwig liest anschließend aus seinem preisgekrönten Roman „Bis die Sterne zittern“, das erste Buch über die Connewitzer Meute.

Halle D, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19 Uhr, EINTRITT FREI!

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