10 Gramm die Woche: In diesem Land gibt es bald Cannabis für alle

Wer hat Bock auszuwandern?

10 Gramm die Woche: In diesem Land gibt es bald Cannabis für alle: Wer hat Bock auszuwandern?
Quelle: OpenRangeStock via Shutterstock.com

Nicht ganz ohne Hintergedanken und Eigennütz verabschiedete die Regierung in Uruguay bereits 2013 unter dem linkspolitischen Präsidenten José Mujica ein Gesetz zur Steuerung des nationalen Marihuana Konsums. Hauptgrund für eine staatliche Regelung ist der Kampf gegen die allgegenwärtigen Drogen-Kartelle in dem südamerikanischen Land.

Gesetztes-Initiator Julio Calzada betont vor allem die Unterschiede zum Modell in den sehr liberalen Niederlanden, das nach seiner Aussage zwei entscheidende Nachteile hat:

„Es regelt nur die Abgabe. Die Droge wird legal verkauft, kommt aber aus einem illegalen Markt. Und es regelt nicht, wer Zugang bekommt“, so Caldaza. „Bei uns ist der Staat für die Einfuhr der Samen, die Produktion und den Verkauf zuständig. Und Käufer müssen sich registrieren lassen“

Das Gras-Gesetzt in Uruguay wurde nach Durchführung einer Analyse weltweiter Marihuana-Modelle entworfen. Seit Juli 2017 gibt es in rund 30 Apotheken neben den bisher gängigen Medikamenten auch medizinisches Marihuana zu kaufen. Der Preis liegt bei etwa 1,30 Dollar pro Gramm und jeder Bürger darf maximal zehn Gramm pro Wochen kaufen, wie Männersache.de berichtet.

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Von insgesamt 22 Unternehmen, die sich als offizielle Anbauer für den staatlich geprüften Stoff angemeldet haben, wurden zwei ausgewählt: Die „International Cannabis Corporation (ICC) und das Unternehmen „Simbiosys“. Sie dürfen mit je rund 15.000 Pflanzen jeweils zwei Tonnen Gras pro Jahr produzieren. Während die Produktionskosten bei etwa 0,60 Dollar pro Gramm liegen, subventioniert der Staat die beiden Anbauer mit jeweils 0,90 Dollar pro Gramm.

Aber auch ein privater Anbau zuhause ist möglich, jedoch pro Person auf sechs Pflanzen begrenzt. Großzügiger geht es in Cannabis-Clubs zu, die bei 15 bis 45 Mitgliedern maximal 99 Pflanzen haben dürfen. Jedoch sind nicht alle drei Möglichkeiten des Konsums gleichzeitig möglich und auch ein Verkauf an Touristen ist untersagt.


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