A-ha: Interview mit den Pop-Giganten

Nach 25 Jahren verabschiedet sich das norwegische Trio von seinen Fans.

A-ha: Interview mit den Pop-Giganten: Nach 25 Jahren verabschiedet sich das norwegische Trio von seinen Fans.
Für a-ha war das Musikvideo zweifellos wichtig, um eine Musik-Karriere starten zu können. Wie siehst Du die Relevanz heutzutage?
Videos sind immer noch wichtig, aber nicht mehr in dem Maße wie damals. Das ist wie mit dem Schallplattencover: Das war groß und deswegen ein Stück Kunst, zum CD-Cover geschrumpft, hat es davon einiges verloren. Genauso wandern Videos aktuell vom Fernseh-Bildschirm aufs kleine Handy-Display. Andererseits, und das ist lustig anzusehen, machen die Fans heute ihre eigenen Clips. Ich habe schon einige tolle Versionen von Take On Me im Internet gesehen.

Euer letztes Album, Foot Of The Mountain, ist in Deutschland wieder auf Platz eins gelandet. Habt Ihr besonders treue Fans in Deutschland?
Wir haben immer einen besonderen „Link“ zu Deutschland gehabt, hier hat eigentlich jedes Album einen guten Anklang gefunden. Die deutschen Fans sind möglicherweise diejenigen, die am stärksten mit uns in Verbundenheit geblieben sind über die ganze Zeit hinweg!
 
Im Oktober kommt ihr nach Deutschland. Eure letzten drei Konzerte werden dann im frühen Dezember in Oslo stattfinden und sind schon ausverkauft. Das soll es dann wirklich gewesen sein mit a-ha?
So sieht es wohl aus (lacht). Aber keine Sorge, im nächsten Jahr wird es noch eine Menge Veröffentlichungen geben, mit all dem Material, das wir gerade produzieren. Und dann wird weitergearbeitet. Nicht mehr als a-ha, sondern individuell. Neue Dinge ausprobieren, mit neuen Leuten zusammenarbeiten.

Danke, Pål, und alles Gute!
http://a-ha.com

Mit der Popszene ist das ja so eine Sache, was das „star system“ betrifft. Viele so genannte Superstars kommen und gehen. Remember Britney Spears, anyone? Echte Superstars hingegen bleiben: Man denke an die Pet Shop Boys, an Depeche Mode – und an a-ha.

Das Trio aus Norwegen ist seit 1985 unterwegs auf den Bühnen der Welt und hat eine Fangemeinde, die mit den drei Jungs groß, erwachsen und reif geworden ist, zieht aber auch viele junge Leute in ihren Bann. Vermutlich deswegen, weil a-ha für lupenreinen Pop steht, der sich von aktuellen Musikströmungen und Crossover-Phänomenen eher wenig hat beeinflussen lassen.
Ihre erste Single, „Take On Me“,  beförderte a-ha auf Platz 1 nahezu aller Charts der Welt – sogar in den USA, wo ein gewisser Robbie Williams sich bis heute seine strahlend weißen Zähnchen ausbeißt. 80 Millionen Platten haben Morten Harket, Pål Waaktaar-Savoy und Magne Furuholmen bis heute verkauft.
Aber nun ist auch a-ha bald Geschichte: Die Band setzt nach einer ausgiebigen Welttournee einen Schlussstrich unter eine beispiellose Erfolgsstory. Und doch werden a-ha bleiben – mit einem Werk, das im Buch der Popgeschichte ein eigenes Kapitel verdient hat. 25 Jahre a-ha: Wir haben mit Pål gesprochen.

Ihr seid gerade auf Abschiedstour – nach 25 Jahren. Viele Popbands gibt es nicht, die so lange dabei sind.
Das stimmt, und die 25 Jahre waren ein ziemliches Abenteuer für uns. Es kommt mir gar nicht so lange vor, es fühlt sich eher an wie mehrere Karrieren in einer. Mit jedem Album haben sich die Dinge für uns geändert, meistens hatten wir eine wirklich gute Zeit. Es ist schön, dass wir jetzt überall auf der Welt noch einmal auf Wiedersehen zu unseren Fans sagen können.

a-ha hat das Leben vieler Menschen musikalisch ja regelrecht begleitet.
Das ist eine seltsame Sache: Wir sind Teil des Soundtracks, mit dem eine Menge Leute aufgewachsen sind, und viele haben uns seitdem nicht vergessen. Als wir Mitte der Neunziger eine Pause eingelegt haben, müssen die Leute fast noch mehr a-ha gehört haben. Denn als wir dann wieder zurückkamen, schienen sie regelrecht auf uns gewartet zu haben. Dafür sind wir sehr dankbar.

Hast Du einen persönlichen a-ha-Lieblingssong?
Sie sind alle meine Favoriten. Und zwar deswegen, weil so viel Erinnerung mit jedem Song verbunden ist. Ich weiß, wann und wo auf der Welt ich sie geschrieben habe, man erinnert sich an die Stimmung, in der man war. Übrigens, und darüber bin ich froh, finden sich auf unserem aktuellen Best of-Album auch schöne Stücke, die gar nicht als Singles veröffentlicht wurden.

Take On Me wurde ja dreimal releast, bis es international durchschlug. Wie kam das?
Das war „weird“! Beim ersten Mal wurden nur 300 Singles hergestellt. Beim zweiten Mal – auch, dazu gerade mal ein Interview mit der Presse. Dann hat die US-Zentrale des Labels die Fäden in die Hand genommen und ein Video produzieren lassen. Und das war fantastisch, zum Glück! Es sieht immer noch frisch aus, finde ich. Michael Patterson, der es gemacht hat, haben wir auch gebeten, den Clip zu “Butterfly, Butterfly” zu drehen, unsere allerletzte Single.


a-ha 25 years - Medley - MyVideo

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