Abendliche Zeitvertreibe für Geschäftsreisende

Hotel-Langeweile verboten.

Abendliche Zeitvertreibe für Geschäftsreisende: Hotel-Langeweile verboten.
Quelle: Unsplash.com © Claudio Testa

Egal ob man in Rostock ist, in Hamburg oder sonst einer Stadt im Land. Wer aus Geschäftsgründen da ist, für den wird es, sobald der berufliche Teil des Tages abgehakt ist, oftmals gähnend langweilig. Ab ins Hotelzimmer, duschen, vom Bett aus noch etwas fernsehen. Nicht gerade prickelnd. Doch es gibt auch noch andere Methoden. Manche nützlich, andere Ü-18, einige auch lehrreich, doch in jedem Fall besser, als sich zu langweilen. Wir zeigen 6 davon auf.


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Feierabend, nur um auf den nächsten Morgen zu warten? Das ist auch bei Geschäftsreisen nicht Sinn der Sache. Ausnutzen, lautet die Devise.

1. Ab an die Bar

Ob gewollt oder nicht, die meisten Geschäftsreisenden werden immer in der gleichen Kategorie von Hotelzimmer untergebracht. Anders formuliert: In einem Familienhotel finden sich eher weniger Business-Profis als in nüchtern-neutralen Bettentempeln.

Was aber die meisten dieser Hotels haben, neben anderen gelangweilten Geschäftsleuten im ziellosen Feierabend-Modus, ist eine Hotelbar. Und an die kann man sich ganz einfach, quasi als Basis-Modus begeben. Allerdings nicht an einen Tisch, sondern den Tresen – jemand, der am Tisch sitzt, sieht für Außenstehende so aus, als würde er allein sein wollen. Wer sich hingegen auf den Barhocker begibt, zeigt an „ich bin alleine und würde mich gern unterhalten“. Man muss ja nicht einmal etwas Alkoholisches trinken. Es reicht schon, seinen Nebenmann/frau mit einem „Und was treibt Sie in die Stadt?“ anzusprechen – nicht selten Ausgangspunkt für die interessanteren Gespräche, die man im Leben führt.

2. Events – und zwar richtig

Gerade Hamburg hat, als eine von Deutschlands größten Städten, den Vorteil, dass hier praktisch jede internationale Band, sobald sie auf ihrer Tournee Deutschland inkludiert, vorbeischaut. Und es liegt in der Natur der allermeisten Konzerte, dass sie oft genug unter der Woche, praktisch immer aber während der Feierabendzeit ablaufen. Schon im Vorfeld lohnt es sich also, unseren Eventkalender zu durchforsten – und vielleicht auch auf der Seite seiner gerade tourenden Lieblingsbands vorbeizuschauen. Nicht immer, aber oft genug gibt es Überschneidungen.

Tipp: Viele Clubs bieten After-Work-Veranstaltungen an, die sich ganz speziell an eine (reisende) White-Collar-Klientel richten.

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Es gibt wohl kaum einen Anlass, sich Filme anzuschauen, die nur dem eigenen Geschmack entsprechen, als eine Geschäftsreise.

3. Ab ins Kino

Wann hat man eigentlich zuhause das letzte Mal mit Partner und/oder Freunden so einen richtigen Kinoabend absolviert? Wahrscheinlich ist es schon länger her, denn Kinos sind mittlerweile teilweise dreist teuer geworden – selbst wenn man sich die dazugehörigen Snacks verkneift.

Aber: Geschäftsreisen sind für alle, mit Ausnahme von gestandenen Außendienstlern, etwas Besonderes, wenn man so will. Ergo kann sich hier der gehobene Preis rechtfertigen. Vor allem hat das den Vorteil, dass man nur mit sich selbst abmachen muss, was man sich anschaut. Kein Partner, der nicht mit in die Hirnlos-Baller-Action geschleppt werden will, niemand, der sich über schmachtende Schnulzen aufregt. Und das Beste: Damit bekommt man den Abend proppenvoll.

4. Schlüpfriges

Nicht jeder Geschäftsreisende hat zuhause einen (Ehe-)Partner, dem er die Treue halten muss und will. Und gerade für Singles kann deshalb eine Geschäftsreise in eine fremde Stadt auch eine Gelegenheit sein, sich etwas „Vergnügen“ zu beschaffen. Das kann schon damit beginnen, sich bei einer App wie Tinder anzumelden. Kompromissloser wäre natürlich der Gang ins nächste Rotlichtviertel oder das Buchen einer entsprechenden Dienstleistung aufs Hotelzimmer. Und wer gar kein Geld ausgeben möchte, hat mittlerweile sogar die Möglichkeit, seinen Spaß auf andere Weise abzugelten – indem er sich inflagranti filmen lässt. Doch egal für welche Option man sich entscheidet, wichtig ist a) dass daran, solange man Single ist, gar nichts Verwerfliches dran ist und b) man die Kosten bloß nicht über das Spesenkonto abrechnen sollte.

5. Alternatives Sightseeing

Wenn die Arbeitsmeetings bis 17, 18 Uhr dauern, sich vielleicht noch ein Geschäftsessen anschließt, kann man eine ganze Woche in einer Stadt verbringen, ohne davon mehr gesehen zu haben, als der Blick aus den Fenstern von Hotel, Auto und Firma gestattet. Denn „normales“ Sightseeing findet in der Regel tagsüber statt.

Allerdings muss man nicht verzagen, denn in sehr vielen Städten gibt es mittlerweile auch spezielle Angebote, die ganz bewusst die Abend- und Nachtstunden dafür wählen, um Interessierten die Geschichte der Stadt auf unkonventionelle Weise näherzubringen. In Hamburg gibt es beispielsweise ebenso spezielle Führungen wie in Rostock den legendären Nachtwächter. Diese Form des Sightseeings hat schon mal den Vorteil, dass man die neue Stadt auf eine völlig andere Weise kennenlernt, als wie sie in glänzenden Reisebroschüren beschrieben werden. Und: Man entgeht dem Trubel, der tagsüber durch normale Touristen verursacht wird. 

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Nachts verändern sich alle Städte. Den freien Feierabend zu einer nächtlichen Sightseeing-Führung zu nutzen, ist daher fast schon Pflicht.

6. Für Körper, Geist und Seele

Das eigene Wohlbefinden kommt auf den meisten Geschäftsreisen viel zu kurz. Eigentlich verwunderlich. Denn wann hat man im normalen Arbeitsalltag schon mal nach Feierabend so viele freie Stunden zu seiner freien Verfügung? Keine Freunde, keine Einkäufe, keine sonstigen Termine, die einen beschneiden.

Genau aus dieser Tatsache heraus entstehen viele verschiedene Möglichkeiten, sich selbst etwas Gutes zu tun – erst recht unter der Prämisse, dass Geschäftsreisende sowieso schon recht ungesund leben:  

  • Viele, wenngleich nicht alle Businesshotels bieten irgendeine Form von Wellness an. Ob das nur eine Sauna ist oder ein ausgewachsener Spa-Bereich mit allen Schikanen, ist erst mal zweitrangig. Wichtig ist nur, dass man die Sache auch annimmt. Erst recht, wenn die Nutzung im Preis inkludiert ist.
  • Man befindet sich in einer (Groß-)Stadt. Selbst wenn das Hotel keine entsprechenden Angebote hat, finden sich solche mit Sicherheit in der Nähe.
  • Wer sowieso Mitglied einer Fitnessstudio-Kette ist, kann damit meist auch alle anderen Filialen dieser Kette nutzen. Also Sportsachen ins Reisegepäck stecken.
  • Selbst wenn all das nicht möglich ist, bleibt einem immer noch die Option, Training mit seinem eigenen Körpergewicht im Hotelzimmer durchzuführen.

Tatsächlich sind diese Tipps mehr als nur Selbstzweck. Denn sie alle sorgen auch dafür, dass das Gehirn besser von der stressigen Arbeit an einem ungewohnten Ort abschalten kann. Für den nächsten Tag ist es also in jedem Fall von Vorteil.  

Foto: Unsplash.com © Claudio Testa

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