„Dead Vagina“-Syndrom: Bekommen Frauen durch Vibratoren Orgasmusprobleme?

Wenn die eigene Lust zum Lustkiller wird!

„Dead Vagina“-Syndrom: Bekommen Frauen durch Vibratoren Orgasmusprobleme?: Wenn die eigene Lust zum Lustkiller wird!
Quelle: Kaspars Grinvalds via Shutterstock & BigmanKn via Shutterstock.com

Für viele Frauen gehören Sextoys einfach dazu. Egal ob in einer Langzeitbeziehung oder Single, immer mehr Ladys haben einen Vibrator griffbereit im Nachtschränkchen liegen. Doch seit einiger Zeit machen Gerüchte im Internet die Runde, dass die kleinen Helferlein mehr Schaden anrichten können, als gedacht. Die Rede ist vom sogenannten „Dead Vagina“-Syndrom.

Wer gerade keinen (Sexual-)Partner zur Hand hat oder einfach mal wieder einen neuen Kick für untenrum sucht, greift nicht selten zum Vibrator. Sie pulsieren, stoßen, vibrieren und saugen und haben sich in den vergangenen Jahren so weit entwickelt, dass der Höhepunkt gar nicht mehr mit „echtem“ Sex zu vergleichen ist.

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Doch jetzt machen sich Frauen sorgen, sie könnten genau dadurch am „Dead Vagina“-Syndrom leiden. Der Theorie nach sollen Frauen angeblich nicht mehr so häufig zum Orgasmus kommen können, weil die Vagina durch die starken Vibrationen des Penis-Ersatz abstumpfe. Doch können die Nerven der Vagina überhaupt überstrapaziert werden? Der Hamburger Frauenarzt und Sexual-Therapeuten Dr. Johann Sievers weiß die Antwort. 

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„Von dem Begriff halte ich nichts. Er ist auch nicht richtig: Die Vagina einer betroffenen Frau ist nicht tot! Die Symptome, die unter diesem Begriff zusammengefasst werden, können aber trotzdem auftreten,“verrät der Mediziner im Gespräch mit Noizz. „Grundsätzlich ist Masturbation gesund. Es spricht nichts dagegen, selbst Hand anzulegen. Außerdem ist es so, dass Libido-Probleme häufig bei Frauen auftreten, die sowieso schon selten Sex haben. Um einer sexuellen Störung vorzubeugen, kann es also hilfreich sein, zu masturbieren oder eben mit dem Partner Sex zu haben. Problematisch wird es erst, wenn der Sex mit dem Partner in den Hintergrund tritt und die Frau nicht mehr von den Berührungen und Bewegungen erregt wird,“so Dr. Sievers weiter.

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Wer sicher sein und Orgasmus-Probleme verhindern will, sollte sich nicht nur auf eine Sache konzentrieren: „Damit das nicht passiert, kann ich vor allem zu einem guten Mittelmaß raten. Wer gerne masturbiert, soll das tun. Man sollte nur darauf achten, dass der Sex mit dem Partner nicht in den Hintergrund rückt. Um seine Lust nicht zu sehr auf einen Vibrator zu konzentrieren, kann es helfen, zu unterschiedlichen Geräten zu greifen oder es mit der Hand zu machen.“

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