Deo ab 18 – so gefährlich ist das Schnüffeln wirklich

Achtung, Suchtgefahr!

Deo ab 18 – so gefährlich ist das Schnüffeln wirklich: Achtung, Suchtgefahr!
Quelle: George Rudy via Shutterstock.com (Symbolbild)

Für die meisten von uns gehört es einfach zur morgendlichen Routine dazu: Nach der Dusche ein wenig Deo aufsprühen, damit wir uns noch möglichst lange frisch fühlen und Geruch erst gar keine Chance haben kann. Viele nebeln sich auch vor oder nach dem Training gerne ein. Doch wie gefährlich Deodorant sein kann, zeigt nun ein tragischer Fall aus Großbritannien!

Jess Anderson wurde gerade einmal 12 Jahre alt und starb keines natürlichen Todes, wie auch die Mädchen berichtet. Zum Verhängnis wurde ihr eine heimtückische Sucht: Sie schnüffelte an Sprühdeo-Flaschen. Ihre Abhängigkeit dauerte nur eine Woche und endete damit, dass ihr Zwillingsbruder sie tot in ihrem Zimmer auffand. Neben Jess leblosem Körper lagen zahlreiche Dosen Deospray. Untersuchungen ergaben, dass das junge Mädchen einer Vergiftung durch die im Deo enthaltenden Dämpfe Aerosol verstarb.

Doch der Tod von Jess ist kein trauriger Einzelfall: Denn anders als bei illegalen Drogen ist der Kick mit dem Treibgas völlig legal, kostengünstig und in jedem Supermarkt zu erhalten. Bereits in den vergangenen Jahren gab es immer wieder Meldungen von Jugendlichen, die das Sniffen mit ihrem Leben bezahlen mussten.

Von Experten wurde das Gas mittlerweile sogar als Einstiegsdroge eingestuft. Beim Einatmen von Sprühdeos entsteht im Gehirn sowie Blutkreislauf ein Sauerstoffmangel, der zu einer Art Rauschzustand führt. Die Wahrnehmung wirkt gedämpft, man wird müde und entspannt. Oft führt dieser kurzzeitige Kick zum Erstickungstod.

Die größte Gefahr, besonders für Kinder und Jugendliche, ist vor allem die einfache Beschaffung, der die Familie von Jess nun entgegenwirken möchte. Gemeinsam mit der ehemaligen Schule von Jess und anderen Helfern gründeten sie eine Stiftung, die sich für die Aufklärung der Folgen des Schnüffelns einsetzt. „Wir müssen Eltern, junge Leute und Kinder darauf aufmerksam machen, denn ich wusste absolut nicht, was da los war“, erzählt die Mutter der verstorbenen Schülerin der Daily Mail.

Um andere Teenager vor der  Drogenabhängigkeit oder sogar vor dem Tod zu bewahren, versucht die Stiftung eine Gesetzesänderung zu erwirken und fordert ein Verkaufsverbot von Deosprays an Jugendliche unter 18 Jahren. Die Regelung soll zwar vorerst nur in Großbritannien durchgesetzt werden, könnte aber durchaus weltweit greifen, sollte eine Gesetzesänderung tatsächlich in Kraft treten.

Gif via giphy.com
Foto: George Rudy via Shutterstock.com (Symbolbild) 

Bleib immer up to date und erhalte die neuesten Nachrichten von virtualnights auch auf Facebook.
KLICKE AUF
und lies den Artikel weiter.

Für dich neu alle Nachrichten

Login

Jetzt bei virtualnights anmelden:

Passwort vergessen?