Der leiseste Club der Welt

Im "Estate" läuft gar keine Musik.

Der leiseste Club der Welt: Im "Estate" läuft gar keine Musik.
Klingt nach einem schrägen Partykonzept, ist es aber nicht: Der Betreiber des österreichischen Clubs „Estate" in Krems würde ja gerne Musik spielen. Nur darf er das nicht.
In Deutschland kennen und lieben wir alle die GEMA, in Österreich heißt der Urheberrechtswärter AKM („Autoren, Komponisten und Musikverleger"). Dort gibt es Lizenzen für Clubs, Veranstalter und andere Musiknutzer, um ganz legal Tracks auf öffentlichen Partys spielen zu dürfen - natürlich gegen Bares. Doof, wenn man ausgerechnet als Diskothekenbetreiber nicht zahlt.

Wie NÖN.at berichtet, ist die offene Rechnung aufgeflogen, weil ein AKM-Kontrolleur undercover in den Club kam und sich Track für Track notierte, der ohne Lizenz lief. Die Rechnung lag ganz schnell auf dem Schreibtisch. Der „Estate"-Betreiber zahlte aber nicht und landete vor Gericht. Scheinbar eine ganz schön gepfefferte Rechnung, denn das könne sich das „Estate" nicht leisten, so die Aussage vor dem Richter. Antwort des AKM-Anwalts: Vertrag ist Vertrag, ohne Geld keine Musik. Jetzt befürchtet der Clubbesitzer, den Laden dicht machen zu müssen, denn ohne Musik auch keine Gäste.

Zu allem Überflssß kommt noch eine Geldstrafe von 800 Euro obendrauf. Die wird der 28-jährige Club-Chef wohl auch nicht zahlen können. Dann müsste er für 20 Tage in die Zelle. Und da ist es garantiert auch schön still.

Foto: Tokyo Times via Flickr
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