Drunkorexia: Der abartige Feier-Trend unter Jugendlichen

Hungern für das Partywochenende.

Drunkorexia: Der abartige Feier-Trend unter Jugendlichen: Hungern für das Partywochenende.
Quelle: Kaponia Aliaksei/Shutterstock.com

Der Sommer steht an und keiner hat Bock, seine Rettungsringe am Beach zu präsentieren. Was also tun, ganz klar, die Ernährung auf gesund umstellen und ab ins Fitnessstudio. Doch was, wenn die Ernährung nicht umgestellt, sondern das Essen einfach komplett weggelassen und stattdessen zur Flasche gegriffen wird? Bier-Diät ist die harmlose Bezeichnung hinter diesem gefährlichen neuen Abnehm-Trend, bei dem vor allem viele Jungs in eine gefährliche Essstörung abrutschen.

Jeder hat schon mal von der „Bier-Diät“ gehört, bei der ein großes Glas Bier angeblich wie Brot eine komplette Mahlzeit ersetzt. Doch dass diese Vorstellung großer Quatsch ist, wissen viele nicht und lassen sich vom gefährlich neuen Abnehm-Phänomen begeistern. Dass Alkohol einiges an Kalorien hat ist dagegen schon bekannt und deshalb wird bei dieser Diät einfach das Essen weggelassen, damit später noch genug Kalorien für umso mehr Drinks übrig bleiben.

Dass sowas nicht gesund ist, dürfte doch eigentlich auf der Hand liegen. Doch die Anhänger dieses Trends feiern lieber feucht fröhliche Partys und den Effekt, dass auf nüchternen Magen der gewünschte Vollrausch noch schneller eintritt. Forscher der Universität Houston bezeichnen dieses lebensgefährliches Suchtverhalten als Drunkorexia – von englischen drunk, betrunken und Anorexia, die Magersucht. 

Für eine Studie zu diesem Thema wurden 1.200 amerikanische Studenten zu ihrem Alkoholkonsum befragt und stützen die These dieses aufkommenden Diät-Trends. Laut der Studie lassen 80 Prozent der Studenten ganze Mahlzeiten ausfallen, übergaben sich bewusst, nehmen Abführmittel oder treiben exzessiv Sport, nur um Alkohol in rauen Mengen trinken zu können. 

Dieses Verhalten ist typisch für eine Essstörung. Die Angst vor den Alkohol-Kalorien und damit die Angst an Gewicht zuzulegen, ist das was die Studenten antreibt, einfach auf Mahlzeiten zu verzichten. Doch viele verrechnen sich und geraten in eine lebensgefährliche Abwärtsspirale. Erst ist wird gehungert, um zu trinken, aber dann wird auch das aufkommende Hungergefühl mit Alkohol betäubt und es muss noch mehr gehungert werden. Auf diese Weise geraten viele junge Menschen, vor allem Männer, die übermäßigen Alkohole konsumieren, in eine Essstörung, die selbst nur schwer zu durchbrechen ist. Also bitte nicht nachmachen!

Foto: Kaponia Aliaksei/Shutterstock.com

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