Emergency-Preppen: Diese Dinge braucht man, um für Notfälle gerüstet zu sein

Tipps für den Ausnahmezustand.

Emergency-Preppen: Diese Dinge braucht man, um für Notfälle gerüstet zu sein: Tipps für den Ausnahmezustand.
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Vom Hochwasser über Massiv-Stromausfälle bis hin zu regelrechten Staatskrisen: Passieren kann immer etwas. Und dann ist es entscheidend, dass ihr vorbereitet seid.

Vom Hochwasser über Massiv-Stromausfälle bis hin zu regelrechten Staatskrisen: Passieren kann immer etwas. Und dann ist es entscheidend, dass ihr vorbereitet seid.

Nein, in diesem Text geht es nicht um Zombies und ähnliche Phantasie-Szenarien, sondern um das Vorbereiten auf durchaus realistische Notfälle und was ihr dafür im Haus haben solltet. Eben das, was man im neudeutschen unter dem Begriff Preppen versteht.

Entgegen der landläufigen Meinung hat es nichts mit Paranoia zu tun, zumindest ein wenig auf das Schlimmste vorbereitet zu sein. Im vergangenen Sommer zeigte sich erst beim texanischen Hochwasser wieder wie schwer der Satz „Vorbereitung ist alles“ im Ernstfall wiegt. Denn wenn Naturkatastrophen oder ähnliche Notlagen dafür sorgen das die Supermärkte geschlossen bleiben und der Staat hunderttausende versorgen muss, ist es unbezahlbar wenn ihr selbst vorgesorgt habt.

1. Notfälle? Hier? In Mitteleuropa?

Es gibt keinen sichereren Ort als Mitteleuropa und wenn, dann haben die Behörden alles im Griff. Zumindest glauben das viele und sind daher etwas „eingelullt“, was die persönliche Vorbereitung anbelangt. Tatsache ist jedoch: Auch bei uns gab es in gar nicht allzu ferner Vergangenheit bereits Vorfälle, in denen Preppen massiv genutzt hätte und hat; und es kann immer wieder dazu kommen.

Der Katastrophenwinter 1978/79

Ein Paradebeispiel für das was passiert wenn Mutter Natur so hart zuschlägt, dass selbst hochtechnisierte Nationen in die Knie gehen, ist das was in Nord- und Nordostdeutschland zum Jahreswechsel 1978/79 passierte.

Nach einem weihnachtlichen Tauwetter kam es im Norden der Bundesrepublik und der damaligen DDR ab dem 28. Dezember zu einem massiven Kälteeinbruch, der die Temperatur binnen Stunden um 20° C tief unter den Gefrierpunkt fallen ließ. In den Abendstunden begann es im nördlichen Drittel der beiden Nationen stark zu schneien. In der Nacht kam Wind hinzu, der sich bis in die Morgenstunden zu einem massiven Schneesturm steigerte.

Der wütete fünf Tage lang so stark, dass die Ostsee zufror und hunderttausende Menschen so vollständig von der Außenwelt abgeschnitten waren, dass selbst Bundeswehr und NVA teils mit Panzerfahrzeugen nicht zu ihnen durchdringen konnten. Sogar Hubschrauber blieben aufgrund der arktischen Temperaturen am Boden. Strom, Telefon, ja auch die Wasserversorgung waren in vielen Landkreisen vollständig zusammengebrochen. Vielerorts konnten die Menschen wegen der meterhohen Schneeverwehungen nicht mal ihre Häuser verlassen.

Alles hängt am Netz

Doch selbst ohne solche Naturphänomene kann es zu einem kompletten Zusammenbrechen des öffentlichen Lebens kommen. Denn heute hängt von einer guten Infrastruktur ab, also Wasserwerke, Gasversorgung und so weiter. Und wer sich auch nur ein wenig mit der digitalen Technik befasst, weiß: Was am Internet hängt, kann im Zweifelsfall auch gehackt werden.

Was dann passiert, fasste der Autor Marc Elsberg vor einigen Jahren in seinem Roman „Blackout“ zusammen. Die durchaus ernsthafte Reaktion von IT-Experten auf dieses fiktionale Werk verhallte bei einer breiten Bevölkerung leider ungehört. Dennoch: An dem Roman ist nichts übertrieben oder unrealistisch.

In Zeiten spürbar zunehmender Cyberangriffe, möglicher terroristischer Anschläge und sich verschärfender Naturgefahren wären wir schlecht beraten keine Vorkehrungen für ein Ereignis mit potentiell katastrophalen Folgen zu treffen“ so selbst der Leiter des Bundesamtes für Katastrophenschutz, Christoph Unger.

Wetterextreme kann es immer geben

Vor allem muss man bedenken, dass unser Klimawandel Wetterextreme in alle Richtungen begünstigt. Viele haben „Klimaerwärmung“ im Kopf und schließen daraus, dass vor allem sommerliche Extremereignisse wie Dürren zunehmen werden. Dabei ist tatsächlich auch das andere Extrem mit zunehmend stärkeren Niederschlägen bis hin zu erneuten Katastrophenwintern absolut denkbar.

Überfluten und Co.

Wer an den großen deutschen Flüssen lebt, weiß, dass diese beinahe alljährlich vergleichsweise harmlos über die Ufer treten. Doch allein in den vergangenen 20 Jahren kam es mehrfach zu deutlich schwereren Ereignissen:

  •          1997 Oderhochwasser
  •          1999 Pfingsthochwasser in Süddeutschland
  •          2002 Elb- und Donauhochwasser in Ost-, Nord- und Südostdeutschland
  •          2006 Elbhochwassser
  •          2009 Mitteleuropa-Hochwasser
  •          2010 Frühjahrshochwasser (Betraf in Deutschland Oder und Donau)
  •          2013 Sommerhochwasser in Mitteleuropa
  •          2016 Unwetterhochwasser im Frühjahr

Und das bezieht sich ausschließlich auf Hochwässer. Ohne Stürme und ähnliche Ereignisse, die ebenfalls Landkreis-übergreifend starke Auswirkungen auf das öffentliche Leben hatten.

Wenn ihr immer noch nicht überzeugt seid, noch eine Zahl: Viermal. So oft werden die meisten Supermärkte wöchentlich beliefert. Bleibt nur ein LKW aus, sind die Regale binnen Stunden leer, weil praktisch keiner mehr (teure) Vorratshaltung betreibt. Eine „wenns hart auf hart kommt, versorge ich mich“-Mentalität wird im Katastrophenfall also zu nichts führen.

2. Die absoluten Basics

Der Fernsehsprecher warnt vor einem schweren Schneesturm, dann fällt plötzlich der Strom aus. Das Handy findet keine Verbindung. Wer die Ernsthaftigkeit des ersten Kapitels begriffen hat, sollte auf eine solche Lage mit den folgenden Dingen gerüstet sein. Sie decken das Lebensnotwendige ab.

Nahrung

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) geht von einem 14-tägigen Grundvorrat für jeden Bewohner von Haus/Wohnung aus. Pro Person sollten demnach täglich mindestens 2.200kcal, für zwei Wochen also 30.800kcal/Person, zur Verfügung stehen. Dabei sollte vor allem der Fokus auf langfristig lagerbaren Nahrungsmitteln liegen, beispielsweise:

  •          Dosen-Fertignahrung (auch Brot)
  •          Nüsse
  •          Trockenobst
  •          Milch- und Eipulver
  •          Nudeln / Reis / Hülsenfrüchte

Pasta ist hier eine ideale Krisenmahlzeit.Nudeln sind gesund, machen satt und schmecken außerdem so gut wie jedem. Finger weg hingegen von allen Nahrungsmitteln, die nicht ohne Kühlung zu lagern sind. Und im Katastrophenfall gilt: Solche leicht verderblichen Dinge, die man sowieso im Haus hat, zuerst konsumieren. Wer es richtig macht, lagert alles an einem gesonderten Ort, damit die Spezial-Utensilien nicht versehentlich im Alltag mitgebraucht werden. Eine Kurzliste mit Mindesthaltbarkeitsdaten schafft Überblick und hilft dabei, altes zu ersetzen.

Tipp: Militärische Verpflegungspakete („EPA“, „MRE“) sind eine gute Alternative; lange haltbar (mehr als fünf Jahre) allerdings vergleichsweise teuer.

Merksatz: Das Haltbarkeitsdatum der Notfall-Vorräte sollte niemals ein halbes Jahr unterschreiten.

Wasser und Filter

Bevor wir zur Wasser-Bevorratung kommen, eine Grundregel: Sollten die Nachrichten vor schweren Katastrophen (etwa AKW-Störfälle, massive Cyber-Attacken) warnen, solltet ihr aus Vorsicht sämtliche verschließbaren Behältnisse des Hauses mit Leitungswasser füllen und diese zuerst verbrauchen. Zudem ist es praktikabel, die Badewanne volllaufen zu lassen, um Spülwasser für die Toilette zu haben.

Übrigens sollte die Bevorratung sich ausschließlich auf Wasser beschränken. Mit Limonade lassen sich nun einmal keine Nudeln aufkochen. Daraus ergibt sich pro Tag und Kopf (samt Kochwasser) 4-5 Liter pro Bewohner. Für 14 Tage also 56 bis 70 Liter.

Am praktischsten sind dabei Wasserspender-Tanks, weil diese im Vergleich zur Inhaltsmenge (8-20 oder mehr Liter) am leichtesten zu verstauen sind. Übrigens: Wasser kann unter Idealbedingungen, sprich kühl, dunkel und originalversiegelt, praktisch unendlich gelagert werden. Zumindest aber einige Jahre.

Für den Fall der Fälle hilft es zudem, einen Camping-Wasserfilter zu kaufen, mit dessen Hilfe man auch aus Regen- oder Schmelzwasser sauberes Trinkwasser machen kann.

Gaskocher

Natürlich kann man Dosen-Ravioli auch kalt genießen. Doch spätestens, wenn es um das Zubereiten von Nudeln und Co. geht, kommt man nicht ums Kochen ohne Stromversorgung herum. Hier bieten sich zwei Alternativen an:

  •          Festbrennstoffkocher, besser bekannt als Esbitkocher, sind kaum mehr als gefalzte und vernietete Blechstücke, auf die man ein Stück Festbrennstoff legen kann. Ihr Vorteil ist, dass sie extrem kompakt sind, der Brennstoff beinahe ewig hält und er auch als Anzünder für Holzfeuer dienen kann. Nachteil: Festbrennstoff darf nicht in geschlossenen Räumen verbrannt werden.
  •          Campingkocher mit Gaskartuschen sind die bessere Alternative, um Speisen in Innenräumen zu kochen. Auch weil sie sehr sicher zu bedienen sind. Dreht man den Hahn zu, erlischt die Flamme sofort. Der Nachteil ist, dass die Kartuschen viel mehr Lagerplatz verbrauchen als Festbrennstoff. Zudem können einmal angestochene Kartuschen sich durch poröse Dichtungen auch unbemerkt entleeren.

Als Berechnungsgrundlage gilt, dass eine Gaskartusche genug Inhalt für etwa eine Stunde Dauerbetrieb enthält. Sie reicht also, bei drei täglichen Kochvorgängen, grob gerechnet für eine halbe Woche. Bei Esbit brennt ein einzelner Würfel (Packungen enthalten zwölf) zirka zehn Minuten lang. Daraus ergeben sich (mit Sicherheitsreserve):

  •          Fünf Gaskartuschen
  •          Drei Dutzender-Packungen Esbit

Übrigens sollten sich auch Besitzer „kochtauglicher“ Brennholz-Öfen für eine der genannten Alternativen entscheiden. Denn bezogen auf den Brennstoffverbrauch und somit die Effizienz sind Gas- und Festbrennstoffkocher, solange es nur um die Nahrungszubereitung geht, die bessere Wahl.

Tipp: Fingerfertige können sich auch einen Spirituskocher aus einer alten Dose selbst basteln.

Batterie-Radio

Handys und auch das Fernsehen funktionieren nur, weil es in Deutschland ein engmaschiges System aus Sendemasten und Stromverteilern gibt. Und es muss davon ausgegangen werden, dass diese im Notfall nicht funktionieren. Ergo sollte man sich ein batteriebetriebenes Radio zulegen und auch genügend Batterien dafür vorrätig halten.

Wichtig ist, sich nicht nur auf die recht reichweitenschwache UKW-Technik zu verlassen. Beachtet, dass euer Radio mindestens über eine Mittelwellen- besser auch Langwellenfunktion verfügt, mit denen auch viel weiter entfernte Stationen abgehört werden können.  

Kerzen und Taschenlampen

Fällt in einem Notfall nicht nur das reguläre 230-Volt-Netz aus sondern auch jenes, dass unsere Straßenbeleuchtungen versorgt, wird es selbst in Großstädten buchstäblich so dunkel, dass man die Hand vor Augen nicht mehr sieht.


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Folgendes sollte deshalb ebenfalls zum Notfall-Vorrat gehören (Berechnung pro Haushalt):

  •          Zwei LED-Stirnlampen mit Ersatzbatterien
  •          Eine batterielose LED-Taschenlampe mit Handkurbel
  •          24 dicke, hohe Stumpenkerzen (Streichhölzer nicht vergessen)
  •          50 Knicklichter: Sind praktisch unendlich haltbar, leuchten für bis zu acht Stunden und können so als Nachtlicht verwendet werden, um Batterien und Kerzenvorräte zu schonen

Dabei solltet ihr die Batterien kühl und dunkel lagern. Einige raten zu einer Kühlschranklagerung, doch auch ein dunkles Kellerregal ist schon geeignet.

3. Für ernsthaftere Prepper

Wie bereits erwähnt, waren die Dinge die im zweiten Kapitel genannt wurden das absolute Mindestmaß an Vorräten. Allerdings muss klar sein, dass damit nur Überleben möglich ist. Insbesondere bei längerfristigen, vielleicht grenzübergreifenden Großkatastrophen kann selbst das jedoch zu wenig sein. Wer auch dafür gerüstet sein möchte, kauft zusätzlich noch folgendes:

Stromerzeugung

Wer über ein Haus mit Photovoltaik-Anlage verfügt ist solange fein raus, wie sein System über eine sogenannte Backup- bzw. Eigenstromversorgung verfügt. Das kann allerdings nicht jede Anlage ohne Installation zusätzlicher Komponenten; hier muss der Anbieter kontaktiert werden.

Alle anderen benötigen als Alternative ein kraftstoffbetriebenes Stromerzeuger-Aggregat. Dieses hat auch den Vorteil der Wetter-Unabhängigkeit. Wichtig: Kleine Aggregate verbrauchen ca. 0,5-1 Liter/Stunde. Zwei 20-Liter-Kanister sollten also die Untergrenze der Bevorratung darstellen, wenn man nur eine kurzzeitige Nutzung (etwa zum Aufladen von Geräten) im Sinn hat. Richtig verschlossen ist Kraftstoff rund 25 Jahre lagerbar.

Wärme und Kälte

Ein Haus, dass nicht ständig von der Zentralheizung erwärmt wird, kühlt auch bei guter Dämmung und entsprechender Witterung nach 48 bis 72 Stunden aus. Holzofenbesitzer sollten also vorsorgen, indem sie ihren Vorrat niemals unter einen Festmeter fallen lassen.

Insbesondere Eigenheimbesitzer sollten sich jedoch mit Flüssiggas beschäftigen. Der Brennstoff ist zwar eher unbekannt, hat aber in einem Notfall-Szenario einige entscheidende Vorteile als Energieträger. Es besitzt eine pro Volumeneinheit sehr hohe Energiedichte, kann nicht nur zum Heizen, sondern in entsprechenden Geräten auch zum Kühlen verwendet werden und lässt sich sehr lange lagern, ohne dass er, ungleich Holz, an Brennwert einbüßt. Hier bietet sich sogar für Häuslebauer eine ganzheitliche Lösung an, weil Flüssiggasheizungen mit entsprechenden Kellertanks alle Vorteile der Gas-Zentralheizung bieten, jedoch eben per Eigenvorrat funktionieren und somit über viele Monate autark betrieben werden können.

Mindestmaß sollten allerdings drei große Camping-Gasflaschen mit einem entsprechenden Brenner sein, mit denen sich zumindest einzelne Räume für mehrere Wochen beheizen lassen.

Werkzeug und Baumaterialien

Ein Dach bricht unter der Schneelast zusammen. Hochwasser füllt den Keller mit Schlamm. Es gibt genug Dinge, die im Notfall Eigeninitiative erfordern und entsprechendes Werkzeug. Folgendes ist dabei nur eine Basis-Liste.

  •          1x 230-Volt Schmutzwasserpumpe mit mindestens 10 Meter Schlauch
  •          25 Meter Baustellen-Verlängerungskabel
  •          Hammer, Dachdeckernägel, Zange, Kuhfuß
  •          Handsäge, Axt, Beil
  •          Spaten, Schaufel
  •          5 Stück 2,5x2,5m Kunststoffplane
  •          4x Holzbalken 90x90x3000mm
  •          24x Dachlatten
  •          100m Kunststoffschnur

Mit diesen Grundlagen könnt ihr schon viel reparieren, doch es gilt: Mehr ist immer besser.

Hygiene-Utensilien

Hygiene wird in der Notfall-Bevorratung oft vernachlässigt. Dabei gehören alle Zutaten zur Kategorie „kaufen und vergessen“ und können endlos gelagert werden. (Berechnung pro Haushalt)

  •          5 Großpackungen Toilettenpapier
  •          1 DIN-Verbandskasten
  •          Desinfektionsmittel für Haut & Material
  •          2 Packungen Kernseife
  •          2 Tuben Reise-Waschmittel
  •          1 große Flasche Chlorreiniger (hochkonzentriert)

Zusammen mit einem Wasserfilter lässt sich damit Hygiene im ganzen Haus realisieren. Insbesondere bei längerdauernden Notlagen bietet es euch eine Grundlage für körperliche Gesundheit und damit auch Durchhaltevermögen.

4. Verhalten im Notfall

Wir kommen zum finalen Kapitel. Hier kommen sowohl „einfache“ wie „fortgeschrittene“ Prepper wieder zusammen. Denn es kommt nicht nur auf Vorräte an sondern auch, wie man mit ihnen sowie der generellen Notlage umzugehen weiß.

Auf Empfang bleiben

Dabei ist es immens wichtig sich anzugewöhnen zur vollen Stunde das Radio einzuschalten. Es gelten die normalen Sender. Dies ist wichtig damit man Nachrichten und vor allem Lageänderungen, die einen betreffen könnten, rechtzeitig mitbekommt.

Wichtig: Im Zweifelsfall nur auf das Radio verlassen und nicht auf Handy oder andere Internet-Inhalte.

Wärme auch ohne Ofen

Je nach Art und Umfang der Notlage muss davon ausgegangen werden, dass sie nicht binnen weniger Tage bereinigt ist. Dementsprechend ist es vor allem im Winter absolut lebensnotwendig mit seinen Brennstoffvorräten zu geizen.

Erst sollte man sich dem Zwiebel-Prinzip entsprechend in eine ausreichende Menge an Kleidungsstücken hüllen. Decken geben zusätzliche Wärme. Und nur, wenn einem trotzdem eiskalt ist, sollten zusätzliche Wärmemaßnahmen ergriffen werden.

Anweisungen Folge leisten

Man kann zum Staat und seinen Organen geteilter Meinung sein. In großen Notlagen ist er jedoch der sicherste Garant für das eigene Überleben. Das bedeutet, wenn beispielsweise übers Radio Anweisungen von Polizei oder Ministerien verbreitet werden, solltet ihr ihnen auch Folge leisten. Ihr Hintergrund ist immer nur Bevölkerungsschutz.

Nachbarn ja, Nachbarn nein

Wir kommen zu einem ethisch schwierigen Thema, den Mitmenschen. Menschlicherseits gilt, dass man ihnen in einer solchen Notlage helfen sollte. Allerdings, und das ist das Entscheidende, nur wenn einem dadurch kein Nachteil entsteht.

Das beginnt schon im Vorfeld: Dass man Prepping betreibt, sollte man nicht an die große Glocke hängen, sonst habt ihr im Notfall mehr bedürftige Gäste als euch lieb ist. Und ist die Notlage da, solltet ihr es euch zur Maxime machen essentielle Vorräte wie Nahrung oder Wasser nur gegen andere Dinge einzutauschen. Immer bedenken: Schon ein zusätzlicher Esser reduziert die Vorratsreichweite massiv. 

Die Nahrungskette

Genau aus diesem Grund sollte man auch eine Notfall-Nahrungskette etablieren. Das bedeutet, alle Lebensmittel werden nur kontrolliert ausgegeben, der Lagerort sollte verschlossen sein. Bei Familien kommt das jüngste Kind zuerst, dann Senioren, Kranke und zuletzt starke Erwachsene und „Gäste“. Das ist wichtig, damit alle auf einem gleichen körperlichen Leistungslevel bleiben.

Fazit

Prepping hat nichts damit zu tun, sich mit Waffen auf Zombie- oder Alien-Invasionen vorzubereiten. Es ist die umgesetzte Maxime des gesunden Menschenverstandes. Je technisierter unsere Welt wird desto größer das Risiko, dass daraus eine Notlage entsteht. Und für 14 Tage vorzusorgen kostet nicht die Welt, kann im Ernstfall jedoch tatsächlich Leben retten. 


Foto: fotolia.com / © lassedesignen




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