Erkenntnis nach 35 Jahren: Das haben alle Serienkiller gemeinsam

Das Risiko erhöht sich.

Erkenntnis nach 35 Jahren: Das haben alle Serienkiller gemeinsam: Das Risiko erhöht sich.
Quelle: Foto: Thirdparty/shutterstock.com

Der amerikanische Neurologe Jim Fallon hat 35 Jahre lang die Gehirne von 70 Serien- und Massenmördern studiert und jetzt erstaunliche Gemeinsamkeiten herausgefunden, die allen Sorgen bereiten.

Eine Auffälligkeit bestand darin, dass alle untersuchten Gehirne einen oder mehrere Gehirnschäden im frontalen Cortex aufwiesen. Der Zeitpunkt, zu dem der Schaden entstand, bestimmt laut Fallon, zu was für einem Serienmörder der Betreffende wird.

Auch fand er heraus, dass vor allem ein bestimmtes Gen – MAOA – verantwortlich für gewalttätiges Verhalten ist. Dieses kommt bei Männern wesentlich stärker zum Tragen, da es nur in X-Chromosomen vorkommt. Frauen können das ausgleichen, weil sie zwei X-Chromosomen haben, sodass die Folgen eines defekten X-Chromosomens abgemildert werden.

Jedoch spielt vor allem der Botenstoff Serotonin eine große Rolle. Dieser hat eigentlich eine beruhigende Wirkung. Menschen mit dem MAOA-Gen sind im Mutterleib einer besonders heftigen Serotonin-Ausschüttung ausgeliefert. Hierdurch entwickeln sie eine Resistenz gegenüber dem Neurotransmitter und zeichnen sich folglich durch mangelnde Kontrolle ihres Ärgers und ihres Stresses aus. Das MAOA-Gen sorgt also für eine Serotonin-Immunität.

Die erstaunlichste, aber auch erschreckendste Erkenntnis der langjährigen Forschung ist jedoch, dass das Gen nicht zwangsläufig zum Tragen kommt, sondern durch Gewalterfahrungen in jungen Jahren erst aktiviert wird. Dies schließt sowohl den Zeugen- als auch Opferstatus ein und wirkt sich nach Fallon vor allem dann besonders aus, wenn diese extremen Erfahrungen vor der Pubertät stattfinden.

Berücksichtigt man diesen Faktor, so wird offenkundig, dass vor allem Kinder in Kriegsgebieten gefährdet sind. Besonders in Extremsituationen setzen sich aggressive Menschen eher durch. Das ist insofern noch beunruhigender, als dass das MAOA-Gen somit wahrscheinlich besonders häufig weitergegeben wird.

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