Facebook-Mutprobe reißt US-Jungen in den Tod

„Cold Water Challenge“ fordert erstes Todesopfer.

Facebook-Mutprobe reißt US-Jungen in den Tod: „Cold Water Challenge“ fordert erstes Todesopfer.

Eigentlich war alles nur für den Spaß und für einen guten Zweck gedacht: Eine neue Facebook-Kettenwette, bei der man nichts weiter tut, als ins kalte Wasser zu springen. Ist doch komplett harmlos im Vergleich zur viralen Bier-Wette vor einigen Monaten. Dies dachten sich zumindest die Macher der US-Facebook-Community „Cold Water Challenge“, bis sie sich jetzt eines Besseren belehrt wurden: Ein kleiner Junge überlebte den Sprung ins kalte Wasser nicht. Sind die Facebook-Wetten alle gefährliche Trends?

„Challenges“ sind immer noch ein heißes Thema in den sozialen Netzwerken. Kaum ist eine skandalöse „Mutprobe“ aus den sozialen Netzwerken wie Facebook und Co. verschwunden, rollt auch schon der nächste gefährliche Trend auf uns zu. Zuletzt machte von dieser Reihe die „Bier-Wette“ Negativschlagzeilen, als zwei junge Iren beim sogenannten „Neknominate“ ihr Leben ließen. Wir berichteten darüber. Und als ob dies nicht genug wäre, ertrank jetzt ein Junge in den USA bei einer neuen Art von Facebook-Wettbewerb: der „Cold Water Challenge“!

Das Prinzip scheint zunächst ungefährlich: Jeweils eine Person wagt alleine oder mit beliebig vielen Leuten gemeinsam einen Sprung ins kalte Wasser. Ziel dabei ist es, einen besonders komischen oder artistischen Sprung hinzulegen. Das Ganze wird mit einer Kamera aufgenommen und als Film in die sozialen Netzwerke hochgeladen, wobei gleichzeitig die nächsten Wettbewerber nominiert werden! Außerdem soll mit den Wasser-Sprüngen auch auf Krebskrankheiten aufmerksam gemacht werden. Für einen 16-jährigen Jungen aus Minnesota wurde diese Challenge nun zum letzten Wettbewerb seines Lebens: Er sprang alleine in einen See und tauchte aus dem kalten Wasser nicht wieder auf. Seine Leiche wurde noch am selben Abend geborgen.

Nach dem tragischen Vorfall stellten US-Facebook-Communitys, die sich mit den Cold Water Challenges für Krebspatienten oder andere gute Zwecke einsetzten, ihre Aktivitäten mit sofortiger Wirkung ein. Auch immer neue Warnmeldungen und Berichterstattungen von verletzen Wett-Opfern in den USA kursieren im Netz. Währenddessen gewinnt die gefährliche Challenge in Deutschland weiter an Trendpotential, wie die Seite Retter.tv berichtet. Denkt man aber zurück an die Bierwette und bedenkt das jüngste Opfer der „Cold Water Challenge“, so dürfte die Entscheidung einfach sein, ob man wirklich jeden Trend mitmachen muss!

Foto: Silhouette of young woman underwater via Shutterstock.com

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