Forscher behaupten: „Harry Potter“-Fans sind bessere Menschen

Wir haben es schon immer geahnt.

Forscher behaupten: „Harry Potter“-Fans sind bessere Menschen: Wir haben es schon immer geahnt.
Quelle: Ingus Kruklitis/Shutterstock.com

Wer gerne liest, hat sich bestimmt schon mit der einen oder anderen Figur in Büchern identifiziert. Dass diese fiktiven Charaktere einen positiven Einfluss auf uns selbst haben können, hat nun auch die Wissenschaft belegt. Und dabei ging es – wen wundert's – um unseren liebsten Zauberschüler Harry Potter.

Dass Fantasy-Fans, die Harry Potter oder „Game of Thrones“ lieben, die besseren Partner sind, wissen wir schon. Doch offensichtlich haben auch die ganz jungen Fans mit ihrer Hogwarts-Liebe direkt alles richtig gemacht. Das behaupten zumindest italienische Wissenschaftler. Denn sie haben untersucht, wie sich die Geschichten um Zauberschüler Harry Potter und seine Freunde auf Kinder auswirken.

Dabei ist es völlig egal, ob sich die kleinen Leseratten selbst als Muggel, Halbblut, Hexen oder Zauberer betrachten, wie auch vt.co schreibt. Für seine Untersuchung hat das Team 34 Grundschulkinder zum Thema Immigration befragt. Die Kinder wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: In der ersten Gruppe durften die Schüler einen Auszug lesen, in dem Draco Malfoy Hermine als „dreckiges kleines Schlammblut“ beschimpft. Die anderen Kids lasen einen Text, der mit Vorurteilen und Diskriminierung nichts zu tun hatte. Die Ergebnisse sind ziemlich eindeutig und wurden auch im Journal of Applied Social Psychology veröffentlicht. 

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Nach einer Woche wurden die jungen Studienteilnehmer erneut zur Immigration befragt und alle, die Zeilen aus der Feder von J.K. Rowling gelesen hatten, konnte ihre Einstellung verbessern. Bei den anderen hatte sich hingegen nichts verändert. „Harry Potter dreht sich um Charaktere, die aus Randgruppen stammen und versucht, deren Probleme zu verstehen und soziale Gleichheit zu erreichen“, erklärt Hauptautor Dr. Loris Vezzal die Erkenntnisse der Studie. „Meine Kollegen und ich sind der Meinung, dass Empathie eine der Schlüsseleigenschaften ist, um Vorurteile zu reduzieren. Die Welt von Harry Potter ist von strikten sozialen Hierarchien geprägt, die zu Vorurteilen führen und offensichtliche Parallelen zu unserer Gesellschaft haben“, ergänzt der Professor von der Universität Modena und Reggio Emilia.

Der Held der Geschichten hat nicht nur Kontakt mit Außenseitern, er ist auch selber einer: Harry lebt lange fernab der magischen Welt und muss unter einer Treppe schlafen, sein bester Kumpel Ron entstammt einer armen Familie und die selbstbewusste Hermione kämpft als Muggelstämmige um die Anerkennung ihrer Mitschüler und Lehrer. Kein Wunder also, dass Fans der zauberhaften Geschichten im späteren Leben toleranter und offener werden und Mitmenschen, die anders sind bzw. von der Norm abweichen, leichter akzeptieren können.

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