Gegen Lebensmittelverschwendung: Dieser Supermarkt rettet Essen vor der Mülltonne

Mindestens haltbar bis und nicht sofort tödlich ab!

Gegen Lebensmittelverschwendung: Dieser Supermarkt rettet Essen vor der Mülltonne: Mindestens haltbar bis und nicht sofort tödlich ab!
Quelle: amophoto_au/Shutterstock.com

Eine Studie der Organisation WWF ergab, dass weltweit 30-40 Prozent aller Lebensmittel weggeworfen werden. Allein das Essen, was jährlich in der EU entsorgt wird, könnte alle hungernden Menschen auf der Welt zweimal ernähren. Und jetzt kommt das Schlimmste: Diese Lebensmittel sind alle noch genießbar.

Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft und am traurigsten ist das, wenn es um Lebensmittel geht. Mittlerweile wissen kaum noch Leute, wann ein Produkt wirklich abgelaufen und ungenießbar ist – die meisten orientieren sich stattdessen einfach am Mindesthaltbarkeitsdatum. Und da werfen viele die Lebensmittel lieber sofort weg, wenn dieses erreicht oder überschritten ist, anstatt zu testen, ob man die Sachen noch essen kann. Denn das kann man in den meisten Fällen, da es sich beim Mindesthaltbarkeitsdatum nur um eine Qualitätsgarantie des Herstellers handelt und nicht ein Verbrauchsdatum, das den Zeitpunkt anzeigt, an dem Essen schlecht wird.

 

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Um diesem Wegwerf-Wahn entgegenzutreten, setzen sich immer mehr Leute aktiv ein. Es gibt beispielsweise Menschen, die containern gehen: Sie holen weggeworfene Lebensmittel, die noch völlig ok sind, aus den Mülltonnen von Supermärkten. Doch das ist illegal, weil es sich, laut Gesetz, um Diebstahl handelt. Eine bessere Möglichkeit ist Food-Sharing, bei dem Menschen übriggebliebene Lebensmittel mit anderen teilen, damit diese nicht weggeworfen werden.

Doch nun hat sich auch das Berliner Start-up  SirPlus um das Problem der Lebensmittelverschwendung gekümmert und wurde dafür prompt mit dem Bundespreis der Initiative „Zu gut für die Tonne 2018“ ausgezeichnet. Das Konzept, das dahinter steckt ist, Produkte zweiter Wahl vor der Mülltonne zu retten und sie günstig weiterzuverkaufen. Haltbare Produkte wie Nudeln, Müsli und Kosmetik werden im Onlineshop angeboten. Im Rettermarkt vor Ort wird das Sortiment sogar um frische Lebensmittel wie Obst und Gemüse erweitert und im Rett-O-Mat gibt es diverse Snacks. Darüber hinaus kann man sich gemischte Retterboxen nach Hause liefern lassen.

 

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Alle Produkte von SirPlus wurden gerettet, weil sie entweder nicht der Norm entsprechen oder bereits „abgelaufen“ sind. Sie stammen größtenteils von Großmärkten und Biobauern und werden bis zu 80 Prozent günstiger angeboten. Die Sachen werden natürlich alle geprüft, um zu gewährleisten, dass sie noch in Ordnung sind. Außerdem ist der Verkauf der „abgelaufenen“ Lebensmittel legal, da lediglich das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten ist und nicht das Verbrauchsdatum.

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