Hate-Fuck: Darum liebst du Sex mit Menschen, die du hasst

Sex mit dem Ex gefällig?!

Hate-Fuck: Darum liebst du Sex mit Menschen, die du hasst: Sex mit dem Ex gefällig?!
Quelle: Roman Samborskyi / Shutterstock.com

Vielleicht kennst du diese Situation: Es gibt diese eine Person, vielleicht ist es sogar dein(e) Ex, den/die du eigentlich total hasst. Aber aus irgendeinem unerfindlichen Grund verspürst du eine extrem starke sexuelle Anziehungskraft, die im krassesten Fall dafür sorgt, dass ihr beide im Bett landet.

Es kommt nicht selten vor, dass ein Mensch, den du eigentlich auf den Tod nicht leiden kannst, dich gleichzeitig total heiß macht. Und der Sex mit diesem Menschen ist alles andere, als zärtlich! Es wird gebissen, gespankt, an den Haaren gezogen oder sogar gewürgt. Beim Hate-Fuck geht es richtig derbe zur Sache und das hat viele Gründe. Doch wie kann es überhaupt so weit kommen, dass wir uns auf eine Nummer mit jemandem einlassen, dem wir unter normalen Umständen nicht mal freiwillig in die Augen schauen würden?

Ein entscheidender Faktor beim Hate-Fuck ist die körperliche Komponente. Wenn es sich beispielsweise um einen Verflossenen handelt, dann hat sich an der sexuellen Anziehungskraft trotz aller Logik, wahrscheinlich nicht einmal etwas geändert. Und wenn wir uns von einer Person körperlich angezogen fühlen, dann werden imGehirn bestimmte Regionen aktiviert, die unser Verhalten beeinflussen, wie es Studien des Journal of Neuroscience und Human Brain Mapping belegen. Streng genommen, können wir also nicht einmal etwas für unsere widersprüchlichen Gefühle.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der zum sogenannten Angry Sex führen kann, sind frühkindliche Erfahrungen. Genauer gesagt die Beziehungen zu den Eltern. Bei Jungen kann eine gestörte Bindung zur Mutter im späteren Leben dazu führen, dass sie als erwachsene Männer Aggressionen, die sie aus dieser Erfahrung in sich tragen, in späteren Beziehungen an ihren Frauen und Freundinnen auslassen. Wenn Mädchen mit einem Vater aufwachsen, der sich nur um sich selbst und seine Karriere kümmert, kann dies dazu führen, dass sie sich als erwachsene Frauen in Beziehungen mit weitaus weniger abgeben, als sie es verdient hätten, wie es auch in einer Studie in der Zeitschrift Child Development zu lesen ist.

Angry Sex sollte allerdings nicht mit Versöhnungssex verwechselt werden. Beide sind sich zwar ähnlich, da negative Gefühle der Auslöser sind, dennoch sie sind grundverschieden. Während der Versöhnungssex, wie der Name schon sagt, dazu führt oder führen soll, dass sich zwei Menschen wieder vertragen, ist das beim Angry Sex nicht der Fall.

Auch resultiert aus Angry Sex selten oder nie eine bedeutungsvolle Bindung. Vielmehr geht es um ein kurzes Hoch, ein Gefühl von Begehrtheit und vor allem Macht. Wer sich emotional darauf einstellen kann, beim Hate Fuck genau das zu bekommen und mal was anderes als Blümchensex will, der kann es mal ausprobieren. Alle anderen sollten die Finger davon lassen!


Gif via giphy.com 

Foto: Roman Samborskyi / Shutterstock.com

 

 

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