Heftig: Stieg durch diese Netflix-Serie die Selbstmord-Rate?

Kurz vor dem Start der dritten Staffel gibt es erneut Kritik.

Heftig: Stieg durch diese Netflix-Serie die Selbstmord-Rate?: Kurz vor dem Start der dritten Staffel gibt es erneut Kritik.
Quelle: Netflix

Dank Streaming-Diensten wie Netflix und Amazon Prime haben wir heutzutage Zugriff auf ein fast unendliches Angebot an Filmen und Serien. Besonders Eigenproduktionen überzeugen bei den Anbietern. Doch einige davon werden auch sehr kritisch beäugt. Eine Studie will nun sogar einen Zusammenhang zwischen steigenden Selbstmordraten und einer extrem erfolgreichen Show herausgefunden haben.

Seitdem der Netflix-Hit „Tote Mädchen lügen nicht“ im Frühjahr 2017 beim Streamingdienst anlief, streiten sich die Geister um das Highschool-Drama. Denn während sich Neftlix über Zuschauer freuen darf, werden immer wieder kritische Stimmen laut, die der Show eine Romantisierung von Suizid vorwerfen. Nur wenige Tage vor dem Start der dritten Staffel, am 23. August, tauchte nun eine neue Studie auf.

 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Netflix DE (@netflixde) am

Darin belegt der österreichische Wissenschaftler Thomas Niederkrotenthaler einen deutlichen Anstieg an Suiziden bei den 10- bis 19-Jährigen in den USA und das noch drei Monate, nachdem die erste Staffel rauskam. Auch wenn es keinen Beweis dafür gab, dass alle jungen Menschen, die sich in dieser Zeit das Leben nahmen, „Tote Mädchen lügen nicht“ gesehen haben, ist ein Zusammenhang allein durch die Darstellung vom Freitod der Schülerin Hannah Baker mit realen Fällen wahrscheinlich. Vor allem bei jungen Mädchen nahmen diese um erschreckende 21,7 Prozent zu.

 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Netflix DE (@netflixde) am

Das als Werther-Effekt bekannte Phänomen tauchte erstmals 1774 auf, nachdem Goethe seinen hierfür namensgebenden Briefroman „Die Leiden des jungen Werther“ veröffentlichte. Heute gilt als erwiesen, dass sich aufgrund des Literatur-Klassikers zahlreiche junge Männer umgebracht haben. Laut dem Wiener Forscher sei auch nicht die grundsätzliche Darstellung von Selbstmorden das Problem, sondern die Art und Weise und diese ist bei der Netflix-Serie mehr als problematisch. „Es geht aber um das Wie. Und da war diese Netflix-Serie eine ganz klare Ausnahme im negativen Sinne“, erklärt Niederkrotenthaler laut neon.

 
 
 
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Netflix DE (@netflixde) am

Immerhin werde in einigen Folgen mit kurzen Clips vorab darauf hingewiesen, dass der Inhalt nicht für jeden Zuschauer geeignet sei und sensible Personen sogar triggern könne. Die Selbstmord-Szene von Hannah entfernte Netflix mittlerweile komplett. Wie heftig die neuen Folgen sind, könne das Forscher-Team der Uni Wien jedoch noch nicht absehen.

Falls du selbst über Suizid nachdenkst, erhältst du rund um die Uhr anonyme Hilfe von der Telefonseelsorge unter den gebührenfreien Rufnummern 0800-111 0 111 oder 0800-111 0 222.

Foto: Netflix

Bleib immer up to date und erhalte die neuesten Nachrichten von virtualnights auch auf Facebook.
KLICKE AUF
und lies den Artikel weiter.

Für dich neu alle Nachrichten

Login

Jetzt bei virtualnights anmelden:

Passwort vergessen?