Heftig: WIssenschaftlerin gibt Frauen Mitschuld an sexuellen Übergriffen

Unglaublich, dass eine Soziologin so eine Aussage tätigt.

Heftig: WIssenschaftlerin gibt Frauen Mitschuld an sexuellen Übergriffen: Unglaublich, dass eine Soziologin so eine Aussage tätigt.
Quelle: andriano.cz/Shutterstock.com

Vor einigen Tagen fand der Evangelische Kirchentag statt. Dies war für viele Christen ein Anlass zum Feiern, gab ihnen aber auch die Möglichgkeit, viele Vorträge zu hören. Einer davon sorgte jedoch mit einem sehr fragwürdigen Statement für Aufsehen.

Vom 19. bis zum 23. Juni fand in Dortmund der 37. Evangelische Kirchentag statt. Rund um den Glauben gab es verschiedene Angebote wie beispielsweise Vorträge. Einen davon hielt die Soziologin Barbara Kuchler von der Universität Bielefeld. Darin sprach sie über die gegenwärtigen Geschlechterverhältnisse und forderte die Modeindustrie dazu auf, Kleidung von Männern und Frauen anzugleichen.

Einerseits kritisierte die Wissenschaftlerin, dass Frauen die „gesellschaftliche Hauptverantwortung fürs Schönaussehen“ tragen würden, wie Welt schreibt. Doch eine Aussage machte viele fassungslos: Wenn Frauen sich schminken, Augenbrauen zupfen und enge Kleidung tragen, müssten sie sich nicht wundern, wenn es zu Grabschereien kommt, meint die Soziologin. Und daher läge die Verantwortung für sexuelle Übergriffe „teilweise bei der einzelnen Frau“, so Kuchler weiter. Stattdessen fordert sie geschlechtsneutrale Kleidung mit den Worten „Kartoffelsäcke für alle“ oder im Umkehrschluss körperbetonte Klamotten sowohl für Männlein als auch Weiblein.

Wenig überraschend, gab es im Publikum sofort einen kleinen Aufschrei und auch eine weitere Podiumsteilnehmerin schaltete sich ein. Die Sexarbeiterin und Physiotherapeutin Kristina Malen ist nämlich der Meinung, dass es nicht der richtige Weg sei, „den öffentlichen Raum zu entsexualisieren“. Wenn man Menschen in Kartoffelsäcke steckt, verhindert das keine sexuelle Gewalt.

Auch auf Social Media brach ein Shitstorm los, zu dem sich selbst die Deutsche Polizeigewerkschaft äußerte und das Statement für eine „unfassbare Aussage“ hält. Weitere User sind ebenfalls der Meinung, dass eine solche Äußerung zu sexueller Belästigung typisches Victim Blaming sei und man niemals das Opfer in so einer Situation für die Handlung des Täters verantwortlich machen sollte.

Wir schließen uns der allgemeinen Fassungslosigkeit an und können nicht verstehen, wie so eine Aussage von einer intelligenten Frau kommen kann.

Foto: andriano.cz/Shutterstock.com

 

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