High-Times in Italien: Wird Rom die neue Kiffer-Hauptstadt?

Bong statt Bandnudeln!

High-Times in Italien: Wird Rom die neue Kiffer-Hauptstadt?: Bong statt Bandnudeln!
Quelle: Canna Obscura via Shutterstock.com (Symbolbild)

Italien ist für vieles bekannt: gutes Essen, den Papst, traumhafte Strände und klassische Musik. Doch als Kifferhochburg hatten wir das südeuropäische Land bisher nicht auf dem Schirm. Nun mausert sich aber die Hauptstadt Rom zum neuen Cannabis-Paradies.

Luca Marola, ein findiger Geschäftsmann und lautstarker Befürworter der Legalisierung von Cannabis hatte eines Tages eine bahnbrechende Idee: Er gründete die Firma Easy Joint und verkauft seitdem „Cannabis Light“-Produkte. Dank eines Hanf-Gesetztes aus dem Jahr 2016, wurde in Italien der Anbau und Verkauf der traditionellen Nutzpflanze mit dem lateinischen Namen Cannabis reguliert, wie auch Noizz berichtet. Erlaubt sind allerdings nur Sorten mit sehr geringen Mengen des Wirkstoffs THC (Tetrahydrocannabinol). Alle anderen bleiben wie auch in Deutschland illegal, bis auf medizinische Ausnahmen.

Die Tatsache, dass der Genuss von Cannabis in seinem Heimatland auch weiterhin verboten ist, konnte Luca Marola jedoch auch nicht abhalten. Und so entdeckte er eine Gesetzeslücke: Denn dort steht nichts über die Blüten der Pflanze, die getrocknet als Marihuana geraucht werden. Für ihn war damit klar, dass er Hanfblüten anbauen und verkaufen könne. Nach eigenen Angaben, macht sein Unternehmen mehr als zwei Millionen Euro Jahresumsatz. Kein Wunder, dass das Geschäft derart boomt: Italien liegt beim Pro-Kopf-Konsum von Cannabis EU-weit an zweiter Stelle, hinter Dänemark. Etwa 33 Prozent der Italiener hätten die Droge mindestens einmal in ihrem Leben probiert, hieß es in den im Mai veröffentlichten Zahlen der EU-Drogenaufsichtsbehörde. In Deutschland sind es rund 27 Prozent.

 

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Einen kleinen Haken hat sie Sache allerdings: Die THC-armen „leichten“ Joints haben zwar einen hohen Anteil des Inhaltsstoffs Cannabidol (CBD) - der nicht berauschend, sondern entspannend wirkt - aber wer seine legal gekaufte Packung „Cannabis Light“ öffnet, verstößt gegen das Gesetz: Die Produkte dürfen nur „für Forschung und Entwicklung, technische Nutzung oder Sammlung“ genutzt werden.

Aber auch das scheint keinen Kiffer zu stören und so kommt es gelegentlich zu Razzien in „Cannabis Light“-Geschäften. Erst vergangenen Monat wurden zwei Läden in der Provinzhauptstadt Macerata geschlossen und ihr Besitzer wegen Drogenhandels festgenommen. Die aktuelle Situation sei  „ein bisschen bizarr“, sagt der Unternehmer und Legalisierungsaktivist Luca Marola. Aber alles, was Cannabis-Nutzer sichtbar mache, sei gut, meint er.

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Foto: Canna Obscura via Shutterstock.com (Symbolbild)

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