„Ich hoffe auf einen plötzlichen Kindstod.“: So brutal wird Neujahrs-Baby beschimpft

Die traurige Geschichte hinter den menschenverachtenden Kommentaren.

„Ich hoffe auf einen plötzlichen Kindstod.“: So brutal wird Neujahrs-Baby beschimpft: Die traurige Geschichte hinter den menschenverachtenden Kommentaren.
Quelle: Jeerapong Tosa-ngad/Shutterstock.com (Symbolbild)

Was für ein trauriger Start ins Leben: Das Wiener Neujahrsbaby Asel löst mit seiner Ankunft auf dieser Welt einen hasserfüllten Shitstorm aus. Die widerwärtigen Kommentare  verleihen dem jungen Jahr 2018 schon jetzt einen bitteren Beigeschmack.

Am 1. Januar um 00:47 Uhr erblickte die kleine Asel in Wien das Licht der Welt. Mit ihren 51 Zentimetern und 3.450 Gramm ist sie ein putzmunteres, kerngesundes Baby. Doch ihre Eltern Naime und Alper T. haben trotzdem nicht nur Grund zur Freude.

Nachdem das Krankenhaus ein Foto des Silvester-Säuglings samt Mama und Papa postete, folgte eine digitale Hasswelle. Hunderte Menschen kommentierten das süße Bild mit rassistischen, hetzerischen und abstoßenden Bemerkungen.



Dabei fielen abscheuliche Sätze wie diese:

„Die hätte auch zu Hause werfen können. Sorry, scheiß Kopftuchgeschwader.“
„Würg. Zieht doch erst einmal eure Putzlappen vom Kopf!!!! Unhygienisch, das gehört in Krankenhäusern verboten!!!“
„Auch 2018 sind Mehmet und Fatma nicht erwünscht. Das ändert nichts an der Jahreszahl.“
„Ich hoffe auf plötzlichen Kindstod.“
„Wenn sie 18 ist, ist sie eh schon eine Terroristin.“

Besonders heftig: Die meisten beleidigten das junge Glück völlig schamlos mit ihrem echten Profil – fühlten sich also keiner Schuld bewusst.

Entsprechend einfach ist es jetzt immerhin für Juristen der neuen „Beratungsstelle #GegenHassImNetz“, die Postings wegen des Verstoßes gegen den Verhetzungsparagraphen zu prüfen.

„Wenn man davon ausgeht, dass eine Menschenwürdeverletzung ausreichend ist, um diesen Tatbestand zu erfüllen, dann haben das einige Postings mit Sicherheit erfüllt und sind damit anzeigbar. Ob es dann zu einer gerichtlichen Verurteilung kommt, ist dann Aufgabe der Justiz“, sagt Barbara Unterlechner von „#GegenHassimNetz“ laut orf.at  gegenüber „Wien heute“.

Foto: Jeerapong Tosa-ngad/Shutterstock.com

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