Kein Scherz: In China dancen Stripperinnen auf deiner Beerdigung

Doch damit soll bald Schluss sein!

Kein Scherz: In China dancen Stripperinnen auf deiner Beerdigung: Doch damit soll bald Schluss sein!
Quelle: Lestertair/Shutterstock

Andere Länder, andere Sitten oder in diesem Fall eher andere Länder, andere T... Denn in China haben Stripperinnen auf Beerdigungen mittlerweile eine richtige Tradition. Doch diesen sexy Brauch möchte die Regierung jetzt durch Androhung von Strafen eindämmen oder am liebsten komplett unterbinden.

Ja, ganz richtig gelesen: In China, speziell in einigen ländlichen Gegenden, engagieren Familien leicht bekleidete Frauen, die zu Ehren der Verstorbenen tanzen, singen und performen. Und die Idee ist gar nicht wirklich neu: Bereits zu Zeiten der Qing Dynastie, die das asiatische Land von 1644 bis 1912 regierte, war es eine gängige Methode für Unterhaltung zu Sorgen und durch die wortwörtliche Trauerfeier mehr Besucher dazu zu bewegen, den Toten ihren Respekt zu zollen.

Frauen, die sich erotisch zur Musik bewegen, sind allerdings erst in den 90er Jahren hinzugekommen. Doch nun plant Chinas Kulturminister eine Kampagne zur Minimierung der Auftritte in den Provinzen Henan, Anhui, Jiangsu und Hebei, wo die Stripperinnen auf Beerdigungen ganz besonders beliebt sind, wie die Jarkata Post berichtet.

Bereits 2015 wurde von Seiten der Regierung versucht, diese strittige Praxis einzudämmen. Doch da die tanzenden Damen als Teil eines Fruchtbarkeitsrituales betrachtet werden, erfreuen sie sich weiterhin großer Beliebtheit. Mittlerweile wurde sogar eine Hotline eingerichtet, an die sich besorgte Bürger wenden können, um gegen eine monetäre Belohnung, derartige Bestattungsdelikte zu melden.

„Ein einigen Kulturen werden Tänze mit erotischen Elementen dazu benutzt, um dem Wunsch nach einem reichen Kindersegen eines Verstorbenen Ausdruck zu verleihen“, so Huang Jianxing, Professor am Institut für Soziologie und Geschichte an der Fujian Normal University gegenüber der Global Times.“ Für mich sind die Darbietungen nicht der ‚Untergang der ländlichen Kultur‘. Sie haben eine Tradition der lokalen Bevölkerung. Statt sie schlichtweg zu verunglimpfen, sollte die Behörden den Menschen in ländlichen Gegenden ein größeres kulturelles Angebot bieten,“ so Professor Huang weiter.



Foto: Lestertair/Shutterstock

Bleib immer up to date und erhalte die neuesten Nachrichten von virtualnights auch auf Facebook.
KLICKE AUF
und lies den Artikel weiter.

Für dich neu alle Nachrichten

Login

Jetzt bei virtualnights anmelden:

Passwort vergessen?