Kiffen gefährdet Schulabschluss und erhöht Suizidrisiko

Studie enthüllt Langzeitfolgen von Cannabis-Konsum

Kiffen gefährdet Schulabschluss und erhöht Suizidrisiko: Studie enthüllt Langzeitfolgen von Cannabis-Konsum

Seit Jahrzehnten wird über die Folgen des Cannabis-Konsums diskutiert. Gerade jetzt, wo sich erstmals eine internationale Trendwende in Richtung Legalisierung abzeichnet, schockt eine ausführliche und groß angelegte Studie aus Australien und Neuseeland mit ihren Ergebnissen. Demnach brechen vor allem Jugendliche, die schon früh begonnen haben regelmäßig zu kiffen, häufiger die Schule ab und begehen vermehrt Suizidversuche. Wer jetzt denkt, dies sei wieder nur eine von diesen einseitigen ‚Hater‘-Studien, der liegt möglicherweise falsch.

Der Trend zur Legalisierung von Cannabis ist seit Anfang 2014 international auf dem Vormarsch. Vor allem durch die offizielle Erlaubnis für den staatlich kontrollierten Anbau und Vertrieb von Cannabis in südamerikanischen Ländern und durch Gesetzeslockerungen in einzelnen US-Staaten, wie Colorado und Washington, wo der Verkauf und Konsum von Cannabis seit Januar und Juli, offiziell erlaubt wurde, überlegen auch europäische Länder wie Deutschland, ihre Gesetze zu entschärfen. Da scheinen die schockierenden Ergebnisse einer jüngsten Cannabis-Studie aus Australien so gar nicht zu passen.

Laut Spiegel.de stellte ein Forscherteam des „National Drug and Alcohol Research Centers“ (NDARC) in Sydney fest, dass Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren, die jeden Tag Cannabis konsumieren, deutlich seltener ihren Schulabschluss schaffen. Auch die Gefahr eines Suizidversuchs von jungen Cannabis-Konsumenten sei der Studie zufolge siebenmal so groß, wie bei Nicht-Konsumenten.

Tatsächlich scheinen sich die Forscher bewusst bemüht zu haben, einseitige Ergebnisse zu vermeiden. So befragten sie laut Spiegel.de knapp 4.000 Teilnehmer zwischen 13 und 30 Jahren nach ihrem Cannabis-Konsum und untersuchten die Zusammenhänge zwischen dem Alter der Befragten, der Regelmäßigkeit ihres Konsums, dem schulischen Erfolg und etwaigen Depressionen und Suizidversuchen. Zudem berücksichtigten sie 53 zusätzliche Einflussfaktoren, wie dem sozialen Umfeld der Befragten, ihrem Wohnort und eventuellen psychischen Vorbelastungen.

So vielfältig die Gründe von schulischem Versagen und Depressionen auch immer sein mögen. Eine der bereits seit langem existierenden Sorgen scheint die Studie deutlich zu untermauern, dass Kiffen und Cannabis-Konsum vor allem für junge Menschen ein erhöhtes Gefahrenpotential birgt, da das Gehirn von Jugendlichen besonders „verletzlich und anfällig für die Effekte von Cannabis“ sei.

Fotos: She is high und TORONTO - APRIL 20: A marijuana legalization supporter dancing via Shutterstock.com.

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