Krass: Diese Medizinstudenten müssen Abtreibungen an Papayas üben

Das Thema kommt im Lehrplan viel zu kurz.

Krass: Diese Medizinstudenten müssen Abtreibungen an Papayas üben: Das Thema kommt im Lehrplan viel zu kurz.
Quelle: saschanti17/Shutterstock.com

Eigentlich denkt man, dass Ärzte in ihrem Studium perfekt auf ihr späteres Berufsleben vorbereitet werden, da sie schließlich für Menschenleben verantwortlich sind. Doch scheinbar gibt es einen Punkt, der auf den Lehrplänen deutscher Unis definitiv zu kurz kommt: Schwangerschaftsabbrüche.

Natürlich ist Abtreibung immer ein heikles Thema. Aber gerade für Ärzte sollte der Eingriff kein Tabu sein. Dennoch wird es im Lehrplan an deutschen Unis nur sehr kurz und theoretisch behandelt. Laut MSFC Berlin gibt es an der Charité bis zum Ende des 6. Semesters, wenn man das erste Staatsexamen beendet, keine Veranstaltung, die das Thema explizit behandelt. Eine andere Medizin-Studentin erzählt der taz, dass sie im neunten Semester gerade einmal zehn Minuten über Schwangerschaftsabbrüche informiert wurde – und dabei handelte es sich nur um die ethischen und rechtlichen Aspekte.

Aufgrund dieses krassen Mangels an wichtiger Wissensvermittlung, veranstaltet die Gruppe Medical Students for Choice Berlin einen Workshop, mit dem sie die Lehre über Abtreibungen verbessern wollen und damit auch mit Tabus brechen. Ein- bis zweimal im Semester findet der Kurs statt, an dem an Papayas praktiziert wird. Unter der Anleitung von Gynäkologen werden medizinische Grundlagen vermittelt und die Absaugmethode an einer Papaya durchgeführt. Es werden Papayas genutzt, da die in Form und Beschaffenheit der Gebärmutter relativ ähnlich sind.

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