Krass: Hier darf man jetzt legal koksen

Könnte diese Entscheidung endlich mehr Frieden bringen?

Krass: Hier darf man jetzt legal koksen: Könnte diese Entscheidung endlich mehr Frieden bringen?
Quelle: Valerii__Dex/Shutterstock.com

Es klingt fast wie Fake News: Ausgerechnet in einem der Länder der Erde, das am meisten mit Drogenproblemen zu kämpfen hat, wurde tatsächlich Kokain zum Konsum freigegeben. Allerdings ist die Entscheidung noch nicht durch alle Instanzen.

Mexiko ist in letzter Zeit hauptsächlich durch negative Dinge, wie den Mauerbau durch US-Präsident Donald Trump in die Schlagzeilen geraten. Seit 2006 leidet das Land zudem an einer massiven Gewaltproblematik, nachdem die Armee beauftragt wurde, die mächtigen Drogenkartelle zu vernichten. Nun sorgt eine Nachricht jedoch für einen kleinen Hoffnungsschimmer, denn ein Gericht hat zwei Unbekannten den „Besitz, Transport und Gebrauch von Kokain“ erlaubt, wie Metro berichtet.

Bereits im Mai hatte ein Gericht in Mexiko Stadt diese Entscheidung getroffen und den beiden Personen den Konsum von Koks in einem privaten Umfeld erlaubt. Anbau, Verkauf und sonstiger Handel sei ihnen aber auch weiterhin untersagt. Mitglieder und Anhänger der Kampagne „Mexico United Against Crime“ freuen sich über den Entschluss. „Dieser Fall ist ein weiterer Schritt im Kampf für eine alternative Drogenpolitik, die es Mexiko erlaubt, seine Sicherheitsbemühungen neu zu gestalten und die öffentliche Gesundheit besser anzusprechen“, erklärte Lisa Sánchez, Vorsitzende der MUCD in einer Stellungnahme.

„Wir haben Jahre damit verbracht, für mehr Sicherheit, Gerechtigkeit und Frieden in Mexiko zu kämpfen. Dieser Fall zeigt, dass wir den Konsum von Drogen nicht weiter kriminalisieren dürfen und der Öffentlichkeit bessere Möglichkeit anbieten müssen.“ Allerdings muss das Urteil noch von höherer Stelle überprüft werden, bevor es rechtskräftig ist. Auch Präsident Andrés Manuel López Obrador verspricht radikale Veränderungen beim Thema Drogenkonsum. Zuletzt verzeichnete Mexiko die bis dato höchste Zahl an Todesopfern, die in Zusammenhang mit der aktuellen Lage im Lande stehen. Seit 2006 soll es zu über 150.000 vorsätzlichen Morden gekommen sein, davon laut CNN allein im vergangenen Jahr 33.341.

Währenddessen wird Marihuana in Mexiko weiterhin nur in individuellen Fällen als legal zum Gebrauch freigegeben. Einer dieser Fälle wurde von Hollywood-Schauspieler Diego Luna vor den Obersten Gerichtshof gebracht. Luna ist vor allem durch seine Rolle in der Netflix-Serie „Narcos“ bekannt, die auf wahren Geschichten der Drogenkartelle Kolumbiens basiert.

 
 
 
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