Kryptonit-Mensch: Hast du auch die eine Liebe, die du nicht vergessen kannst?

Und die dich für immer verfolgt.

Kryptonit-Mensch: Hast du auch die eine Liebe, die du nicht vergessen kannst?: Und die dich für immer verfolgt.
Quelle: thirteen. von Andrés Carreño Flickr.com / Lizenz: CC BY 2.0

Frieda ist 23 und lebt seit zwei Jahren in einer glücklichen Beziehung mit Leon. Die hübsche Verkäuferin weiß genau, dass sie sich immer auf ihren Freund verlassen kann. Er legt ihr die Welt zu Füßen und liebt sie von ganzem Herzen. Logisch betrachtet ist also alles perfekt – aber hinter der rosa Fassade klebt dieser dunkle Fleck. Zäh wie Kaugummi, das sich nicht herauswaschen lässt. Friedas Kryptonit.

Als die Hamburgerin 17 war lernte sie Basti kennen. Es war Liebe auf den ersten Blick – die beiden liefen sich zufällig im Raucherbereich eines Clubs über den Weg. Schon während der Nacht ist schnell klar gewesen: Dass mit den beiden war nicht normal.

Noch nie in ihrem Leben hatte Frieda jemanden so schnell und so heftig geliebt. Es folgten Roadtrips mit Bastis schrottigem Auto, betrunkene Nächte, in denen sie sich immer wieder sagten, wie sehr sie sich liebten und endlos viele Gespräche, in denen sie sich ihre gemeinsame Zukunft ausmalten. Die sollte es allerdings nie geben – nach zwei Jahren zog Basti für einen Job nach Bamberg.

Die Entfernung entpuppte sich als eiskalte Tötungsmaschine für ihre glückliche Beziehung.

Nachdem Frieda den heftigen Liebeskummer überstanden hatte, trat Leon in ihr Leben. Seine süßen blonden Locken und das freche Grinsen machten es dem jungen Mädel leicht, sich in den Grafiker zu verlieben. Doch es dauerte nicht lange, bis Bastis Gesicht in ihrem Facebook-Feed aufpoppte.

Der Blick seiner braunen Augen durchbohrte sie wie ein Messer und ihr Herz verkrampfte sich. Während sie das Rauschen von Leons Dusche nebenan hörte, drängte sich plötzlich die Frage in ihr Hirn „Wie wäre es wohl, jetzt noch mit Basti zusammen zu sein?“.

Erschrocken knallte die 23-Jährige ihren Laptop zu – sie war doch jetzt glücklich mit Leon. Wozu diese unnützen Gedanken. Dieses lähmende Gefühl und die Angst, einen großen Fehler begangen zu haben, blieben trotzdem in ihrem Magen stecken.

Leons Geruch,  Geschmack und das Gefühl seiner warmen Hand auf ihrem Bauch drängelten sich seit dem Facebook-Moment immer wieder in ihr Bewusstsein.

Frieda klickte sich durch alte Fotos, kramte die gemeinsame Musik wieder heraus und fragte sich dabei immer wieder: „Warum?“

Basti ist ihre Achillesferse – ihr Kryptonit. Ihre riesengroße Schwachstelle, über die sich kein Pflaster kleben ließ.

Angenommen, er würde morgen vor der Tür stehen und sie abholen – Frieda würde mitgehen. Eigentlich wünscht sie sich sogar, dass er kommt. Aber sie weiß: Ihr Ex lebt längst in einer neuen Beziehung – ist happy. Frieda ist für ihn kein Kryptonit, sondern einfach nur Vergangenheit.

Trotzdem vergleicht die Hamburgerin ihre neue mit der alten Liebe. Der Gewinner? Natürlich immer Basti. Ihr Alltag übertönt dieses dumpfe Gefühl meistens und sie kann sich voll auf Leon einlassen. Aber in stillen Momenten spürt sie diesen klebrigen Fleck, der sich wie Gift über jede andere Liebe ihres Lebens stülpen wird. 

Foto: thirteen. von Andrés Carreño Flickr.com / Lizenz: CC BY 2.0

 
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