Nachnamen: Deshalb heißen so viele Müller, Meier und Schmidt

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Nachnamen: Deshalb heißen so viele Müller, Meier und Schmidt: Sehr interessant!
Quelle: Shutterstock.com/ SpeedKingz

Nachnamen werden erst seit gut 1000 Jahren verwendet. Als zu dieser Zeit immer mehr Städte entstanden, gab es nicht, wie zuvor, nur noch einen Klaus und einen Hans, sondern 20 Peters, Jürgens usw. Wie sollte man da denjenigen ausmachen, den man suchte? Also kamen ein paar kluge Köpfe auf die Idee, den Menschen Beinamen zu geben. Diese unterschieden sich allerdings zunächst von den heute typischen Nachnamen. So wurde ein Mann mit dem Namen Peter und einer großen Körpergröße beispielsweise einfach „langer Peter“ genannt. War „Peter“ hingegen Müller, nannte man ihn „Peter, der Müller“.


 

Im Verlauf der Geschichte bürgerte es sich ein, diese Namen an seine Kinder weiterzugeben – die Familiennamen entstanden. Und noch heute geben unsere Nachnamen einen Hinweis darauf, was unsere Vorfahren ausmachte. So wohnten beispielsweise die Familien mit dem Namen Bachmann einst an einem Bach. Namen wie Schmidt, Müller und Meier deuten hingegen darauf hin, dass die Vorfahren als Verwalter arbeiteten. Und die Nachnamen Stark und Klein verweisen auf körperliche Eigenschaften.

Familie Müller, Kim und Co.

In Deutschland gibt es mittlerweile über 850.000 verschiedene Familiennamen. Selbst der häufigste (Müller/ Mueller) wird von nicht einmal einem Prozent der Bevölkerung getragen. Das sieht in vielen Ländern ganz anders aus. In Südkorea heißen beispielsweise über 20 Prozent der Menschen Kim, was so viel wie Gold bedeutet. In Vietnam hört sogar beinahe die Hälfte der Menschen (vier von zehn) auf den Namen Nguyen. Das bedeutet so viel wie reich.

Doch keiner kann es mit den Chinesen aufnehmen! Von hier kommt der häufigste Name der Welt. In der Volksrepublik gibt es über 100 Millionen (!) Menschen mit dem Namen Lî. Dieser deutet auf die frühere Anhängerschaft gegenüber der Kaiserfamilie Lî hin. Bei dieser weiten Verbreitung des Namens kommen vermutlich sogar die Chinesen durcheinander.


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