Pille absetzen: Das sind die hormonfreien Alternativen

Alles zur Sicherheit sowie den Vor- und Nachteilen.

Pille absetzen: Das sind die hormonfreien Alternativen: Alles zur Sicherheit sowie den Vor- und Nachteilen.
Quelle: katielittle/Shutterstock.com

Als die Pille auf den Markt kam, war dies ein echter Meilenstein in der Verhütungsgeschichte und lange Zeit war sie als Verhütungsmittel am beliebtesten. Auch heute ist die Pille immer noch das meistgenutzte Mittel zur Empfängnisverhütung in Deutschland, das von 55 Prozent aller Erwachsenen genutzt wird. Dennoch gibt es immer mehr Frauen, die unter extremen Nebenwirkungen leiden und daher die Pille absetzen wollen. Viele scheuen sich jedoch, weil sie mit den Alternativen nicht genug vertraut sind. Wir zeigen dir, wie sicher hormonfreie Verhütungsmittel sind.

Die Einführung der Pille im Jahr 1960 hat für eine regelrechte Revolution gesorgt, was dazu führte, dass sie bis heute fast jeder Gynäkologe sofort als Verhütungsmittel verschreibt. Mittlerweile wenden sich allerdings immer mehr Frauen von ihr ab oder würden es gerne, haben aber das Gefühl, dass es keine passende Alternative gibt. Doch heftige Nebenwirkungen wie Libidoverlust, schlimme Kopfschmerzen, Gewichtszunahme und sogar Depressionen gehen nicht selten mit hormoneller Verhütung einher.

Die Wahl des richtigen Verhütungsmittels muss jede Frau ganz individuell entscheiden. Dennoch steht bei den meisten die Sicherheit an erster Stelle. Diese kann man anhand des Peal-Index bestimmen, der auf statistischer Grundlage verrät, wie viele ungewollte Schwangerschaften auftreten, wenn hundert Frauen ein Jahr lang dieses Verhütungsmittel nutzen. Je niedriger der Peal-Index ist, desto sicherer ist die Verhütungsmethode. Bei der Pille liegt er laut Pro Familia zwischen 0,1 und 0,9, bei der Mini-Pille zwischen 0,5 und 3. Ohne Verhütung ist der Peal-Index 85.

Kondom: Auch das Kondom zählt zu den beliebtesten Verhütungsmitteln, da es einfach in der Anwendung ist, günstig zu erwerben und zusätzlich vor Krankheiten schützt. Leider finden aber einige, dass durch die Barrieremethode das Gefühl beim Sex eingeschränkt ist oder das Überziehen sogar die ganze Stimmung killt. Der Pearl-Index schwankt beim Kondom sehr stark zwischen 2 und 12.

GIF via giphy.com

Diaphragma: Eine weitere Barriemethode ist das Diaphragma, das sich die Frau zusammen mit einem Verhütungsgel vor dem Sex vaginal einführt. Anders als beim Kondom, kann man die kleine Kappe schon bis zu zwei Stunden vor dem Akt einsetzen und im Anschluss muss man sie mindestens acht Stunden drinlassen. Aber auch hier schwankt der Pearl-Index zwischen 1 und 20.

Kalendermethode: Als Frau sollte man seinen Zyklus stets im Überblick behalten und einige nutzen dafür auch einen Kalender oder eine entsprechende App. Damit versuchen auch einige ihre fruchtbaren Tage zu errechnen, um zu sehen, wann sie ohne weitere Verhütung Sex haben können. Allerdings kann man den Eisprung nicht genau errechnen, vor allem wenn der Zyklus schwankt, wodurch die Kalendermethode zu den unsicheren Verhütungsmethoden zählt und einen hohen Pearl-Index von 9 hat.

NFP/Symptothermale Methode: Anders als bei der Kalendermethode, nutzt man bei NFP (Natürliche Familienplanung) mehrere Werte, um den Eisprung und damit die fruchtabre Zeit zu ermitteln. Einerseits misst man jeden Morgen mit einem bestimmten Thermometer seine Basaltemperatur. Doch das allein reicht nicht, um genaue Aussagen zu treffen, also untersucht man hierbei auch täglich seinen Zervixschleim und die Veränderungen, die im Laufe des Zyklus damit passieren. Zusätzlich besteht die Möglichkeit weitere Körpermerkmale wie z.B. Festigkeit und Höhe des Muttermundes mit in die Auswertung einzubeziehen. Bei der Auswertung gibt es verschiedene Regeln zu beachten, weshalb man sich gut in das Thema einlesen sollte. Bei richtiger Anwendung ist die symptothermale Methode jedoch eine der sichersten hormonfreien Alternativen mit einem Pearl-Index zwischen 0,4 und 1,8.

GIF via giphy.com

Kupferspirale: Immer beliebter wird mittlerweile die Kupferspirale, die vom Gynäkologen für eine Dauer von drei Jahren in die Gebärmutter gesetzt wird. Neben dem teils schmerzhaften Eingriff gibt es hier jedoch noch andere Nebenwirkungen wie verstärkte Blutungen und Regelschmerzen oder Zwischenblutungen im Allgemeinen. Bei einigen Anwenderinnen ist es zudem schon vorgekommen, dass sich die Spirale gelöst hat und dadurch verrutscht oder herausgefallen ist. Es handelt sich schließlich um einen Fremdkörper in der Gebärmutter, der eine dauerhafte Entzündung hervorruft, wodurch die Spermien-Eizell-Interaktion gestört wird. Der Pearl-Index liegt zwischen 0,3 und 0,8.

Coitus Interruptus: Der Klassiker unter den Verhütungsmethoden ist der Abbruch des Geschlechtsverkehrs kurz vorm Samenerguss. Da allerdings schon vor dem eigentlichen Ejakulat Sperma austreten kann, ist Coitus Interruptus eine sehr unsichere Methode mit einem Peal-Index von 4 bis 18.

Foto: katielittle/Shutterstock.com

Bleib immer up to date und erhalte die neuesten Nachrichten von virtualnights auch auf Facebook.
KLICKE AUF
und lies den Artikel weiter.

Für dich neu alle Nachrichten

Login

Jetzt bei virtualnights anmelden:

Passwort vergessen?