So gefährlich ist Snus wirklich - was ihr über die neue Modedrogen wissen müsst

Bei Sportlern wird der Lutsch-Tabak immer beliebter!

So gefährlich ist Snus wirklich - was ihr über die neue Modedrogen wissen müsst: Bei Sportlern wird der Lutsch-Tabak immer beliebter!
Quelle: Roman Sigaev via Shutterstock.com

Fußballer, die rauchen kann sich heute wohl kaum noch jemand vorstellen. Aber es gab eine Zeit, in der das völlig normal war. Mit den steigenden Leistungsanforderungen, sind die Glimmstengel irgendwann aus dem Porfiballsport und auch vom Bolzplatz um die Ecke verschwunden. Doch während Kippen ein sehr negatives Image genießen, bedienen sich immer mehr Sportler an den aufputschenden Eigenschaften des Nikotins. Und zwar in Form von Lutschtabak, genannt Snus.

In Schweden und Norwegen sind die kleinen Päckchen aus Zellulose schon längt so beliebt, wie Zigaretten in den 80er Jahren. Beim Konsum von Snus kommt es nicht zu einer Verbrennung des Tabaks und somit entstehen auch keine zusätzlichen Schadstoffe. Hinzukommt, dass das die Wirkung von Snus sehr viel stärker und direkter ist, als beim Rauch einer Zigarette.  Suns wird hauptsächlich in Form von kleinen Päckchen genommen, das unter die Ober- oder Unterlippe gepackt wird. Dort bleibt der Snus über einen langen Zeitraum von etwa 45 Minuten. Das Nikotin und gelangt über die Schleimhäute direkt in den Blutkreislauf. Ein Päckchen hat etwa die Wirkung von drei Zigaretten.

Warum gerade Sportler so scharf auf den Lutschtabak sind, liegt daher auf der Hand: Nikotin erhöht den Puls, macht wach und baut Stress ab, wie nachrichten.at berichtet. Zudem ist diese Art der Darreichungsform in Deutschland legal und steht auch nicht auf der Liste der Doping-Mittel. Lediglich der Handel ist hierzulange strafbar.

Detlev Brandecker, Mannschaftsarzt des Handball-Bundesligisten THW Kiel, warnt jedoch vor den Nebenwirkungen: „Das Zahnfleisch kann zurückgehen - irreversibel - die Zähne können geschädigt werden - auch irreversibel und es gibt Studien, die durchaus belegen, dass eben auch in Snus krebserregende Stoffe, bis zu 28 verschiedene sind,“ so Brandecker gegenüber dem Deutschlandfunk

Und natürlich kann es auch bei der oralen Variante des Tabakgenusses, genau wie bei Zigaretten zu einer Abhängigkeit kommen. „Die sind sehr schnell der Gefahr ausgesetzt, dass sich eine Sucht entwickelt und von der ist es sehr schwer wieder zurückzukommen“, bestätigt Detlev Brandecker in Bezug auf die von ihm betreuten Handballspieler.  Eine deutliche Warnung kommt auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Die "Tabak-Epidemie" sei eine der größten Gefahren für die öffentliche Gesundheit, heißt es. Rund sechs Millionen Menschen sterben im Jahr an den Folgen ihres Tabakkonsums, davon 600.000 durch Passivrauchen.

Und hier noch mal alle wichtigen Fakten zu Snus im Überblick:

-          Snus kann zu einer extremen Abhängigkeit führen

-          es kann zu dauerhaftem Zahnfleischschwund kommen

-          Zähne können geschädigt werden

-          das enthaltende Nikotin gelangt direkt in die Blutbahn

-          ein Päckchen hat die Wirkung von drei Zigaretten

-          Snus bleibt über einen langen Zeitraum im Mund

Legaler Komsum hin oder her – ungefährlich ist Snus keinesfalls!

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Foto: Roman Sigaev via Shutterstock.com

 

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