Social Media Sucht – so gefährlich ist die Abhängigkeit von Likes

Frauen sind besonders gefährdet!

Social Media Sucht – so gefährlich ist die Abhängigkeit von Likes: Frauen sind besonders gefährdet!
Quelle: Zwiebackesser via Shutterstock.com

Hier eine Handvoll Likes für deinen aktuellen Facebook-Status, die ersten Hundert Herzen für dein Urlaubsfoto auf Instagram oder ein paar Tausend Retweets auf Twitter. Social Media macht Spaß und wir freuen uns, wenn die Online Community an unserem Leben teilnimmt.  Doch schnell wollen wir mehr und betreiben einen immer größeren Aufwand, um die gewünschte Bestätigung zu erhalten. Doch wenn die Klicks, Follows und Likes ausblieben, fühlen wir uns niedergeschlagen. Es droht eine ernsthafte Social Media Sucht.

Auch wenn der Ruhm auf Facebook, Instagram und Co. in etwa so real ist, wie Geld bei Monopoly, birgt gerade das Ausbleiben von Anerkennung in den Sozialen Medien eine ganz echte Gefahr. Schon lange wird vor der Social Media Sucht gewarnt. Wie schnell sich aus dem virtuellen Spaß eine ernsthafte Sucht entwickeln kann, zeigt eine Studie EY Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

Die Publikation wurde zwar schon im Juni 2017 veröffentlicht, ist aber auch heute noch top aktuell. Demnach verbringen 21- bis 30-Jährige im Durchschnitt 6,9 Stunden täglich online, davon drei Stunden mit dem Smartphone. Das alleine ist vielleicht schon etwas besorgniserregend, doch die tatsächliche Gefahr befindet sich in unserem Gehirn, wie Refinery29 schreibt.

Ähnlich wie auch bei Drogen und Sex, aktiveren Likes und Kommentare das Belohnungssystem. Es kommt zur Ausschüttung von Dopamin und wir fühlen uns glücklich. Doch wer sich ständig mit anderen Leuten und deren scheinbar so perfekten Leben vergleicht, dem droht ein dauerhaftes Gefühl der Unzufriedenheit. „Es ist schwierig, eine ganz klare Grenze zu ziehen. Grob könnte man sagen, Sucht ist, wenn man nicht mehr frei ist“, sagt Prof. Dr. Sarah Diefenbach, Autorin des Buches „Digitale Depression – Wie neue Medien unser Glücksempfinden verändern“ geschrieben. „Meiner Einschätzung nach ist Bestätigungssucht etwas, das man überall finden kann, aber Social Media macht es eben besonders leicht, süchtig zu werden, da man zu einem gewissen Grad systematisch Bestätigung einfordern kann. (…) Allerdings muss ich mir deshalb auch immer mehr einfallen lassen, um Likes zu bekommen, die Freunde hingegen sind vielleicht irgendwann genervt und werden geiziger mit dem Like. Das ist eine Art Teufelskreis.“

Die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des LWL-Universitätsklinikums Bochum hat sogar eine Online-Ambulanz ins Leben gerufen. Während Männer meist wegen Gaming- oder Porno-Sucht in Behandlung sind, lauert für Frauen die größte Suchgefahr in den Sozialen Medien. 

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