Stoppt die Ölbohrungen vor Ibiza

Stars und Bewohner im Kampf um ihre Insel.

Stoppt die Ölbohrungen vor Ibiza: Stars und Bewohner im Kampf um ihre Insel.

Die Entscheidung ist längst gefallen: Der schottische Ölkonzern „Cairn Energy“ darf rund um Ibiza nach Öl suchen. Doch das könnte schlimmste Auswirkungen auf Flora und Fauna haben. Jetzt kämpfen auch Prominente um den Erhalt der Einzigartigkeit der Balearen-Insel.

Sie gilt für viele Urlauber als die Partyinsel im Mittelmeer. Doch Ibiza ist weit mehr als eine reine Vergnügungsinsel. Malerische Sonnenuntergänge und eine einzigartige Natur bieten den Besuchern maximale Erholung nur wenige Flugstunden entfernt. Die „Ses Salines“ beispielsweise sind ein spektakuläres Naturschutzgebiet und erinnern an die längst vergangene Zeit des Salzabbaus auf der Insel. Auch Dünen, Strände, Sümpfe und Felslandschaften haben ihre einzigartige Bedeutung und so wurden sie 1999 zum Weltnaturerbe erklärt. Doch was nützen Schutzgebiete und Erklärungen, wenn das Geld der mächtigen Ölkonzerne mehr Erlös bringt, als die malerische Kulisse der Natur?

Bereits 2011 diskutierte die spanische Regierung darüber, ob rund um das Urlaubsparadies Ibiza Ölbohrungen stattfinden sollen. Nachdem die Politiker ihren endgültigen Startschuss gaben, zeigten sich Bewohner und Prominente gleichermaßen schockiert über den Beschluss. Gegenüber der „Gala“ äußerte sich IT-Girl Paris Hilton: „Ich appelliere an alle Menschen, die Ibiza genauso lieben wie ich. Bitte helft mit, dass dieses Ölförderprojekt gestoppt wird". Auch Kate Moss, James Blunt und P. Diddy fordern den sofortigen Stopp zur Vermeidung einer möglichen Katastrophe. Denn zu frisch sind die Erinnerungen an die Ölpest im Golf von Mexiko 2010 durch den Energiekonzern BP.

Unser Verbrauch an fossilen Brennstoffen kennt leider keine Grenzen. Auch keine natürlichen. Die fossilen Brennstoffe neigen sich jedoch langsam dem Ende entgegen und somit hat der Run um den letzten Tropfen Öl bereits begonnen. Rund 1.400 Meter tief ist das Meer rund um Ibiza und eines ist klar: Je tiefer die Bohrungen, umso gefährlicher könnte sich die Situation darstellen. Bis 600 Meter garantiert der Münchner Meeresbiologe und Vorstandsmitglied des Europäischen Biologenverbands ECBA, Peter Niesslbeck, eine „gewisse Sicherheit“.

Nur wenige Kilometer vor der Insel sollen schon bald die Probebohrungen nach Ölvorkommen rund um Ibiza beginnen. Per Detonationsschallwellen soll konkret erforscht werden, wo die Suche nach dem flüssigen Gold beginnen kann. Schlimmste Auswirkungen auf die Meereswelt werden befürchtet, wie Massenfischsterben und das Sterben von Delfinen. Sollte der Ölkonzern tatsächlich ein Ölvorkommen finden, könnte schon bald 25 Kilometer vor der wunderschönen Naturinsel eine Ölplattform das Bild der Urlauber kreuzen. Das entspricht circa einer Strecke von Berlin-Charlottenburg bis nach Potsdam. Undenkbare Auswirkungen für Umwelt und Tourismus, sollte es zu einem Zwischenfall kommen!

Mehr als 50 lokale Gruppen aus Politik, Umweltschutz, Sport und Tourismusunternehmen haben sich in der “Alianza Mar Blava” zusammengeschlossen („Allianz Blaues Meer”), auch DJs, Clubs und Ibiza-Liebhaber weltweit setzen sich jetzt zur Wehr: Fast jede Sekunde wird gegen den Beschluss unter dem Hashtag #IbizaSaysNo protestiert. Danny Avila schreibt zum Beispiel: 

Je mehr Stimmen sich gegen die Ölbohrungen bemerkbar machen, desto größer ist die Chance, dass die mächtigen Ölkonzerne gestoppt werden und die Natur ihr einzigartiges Gesicht behält. Auch ihr könnt „nein“ sagen und die Welt ein Stückchen mehr darauf aufmerksam machen, dass Ibiza nicht zerstört werden darf. Auf verschiedenen Facebookseiten mit dem Ibiza-Hashtag findet ihr beispielsweise weitere Informationen und Aktionen. Unser aller Beitrag zählt - sowohl von Prominenten, als auch von euch. Und wann beginnt ihr?

Bild: Rayong & Oil Stained at Prao Beach via Shutterstock 

 




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