Virtuelle Sportarten: Wie sieht die Zukunft des E-Gamings aus?

Das musst du wissen.

Virtuelle Sportarten: Wie sieht die Zukunft des E-Gamings aus?: Das musst du wissen.
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Schon in den vergangenen Jahren konnte der E-Sport geradezu beispielhafte Erfolge feiern. Keiner anderen Sportart ist es bisher gelungen, in derart kurzer Zeit ein so großes Publikum zu mobilisieren. Doch wie wird die weitere Entwicklung der Branche ablaufen und was können die Fans und Verantwortlichen in Zukunft erwarten?

Die veränderte Wahrnehmung

Längst hat sich unsere Auffassung von virtuellen Sportarten verändert. Während die Events noch vor wenigen Jahren ausschließlich belächelt wurden, gibt es inzwischen anerkennende Blicke von allen Seiten. Dies lässt sich einerseits auf die wirtschaftlichen und finanziellen Erfolge zurückführen, wie sie sich dahinter verbergen. Dem E-Sport ist es gelungen, die Preisgelder auf renommierten Turnieren weiter zu steigern. So war es möglich, dass auch in Deutschland einzelne Akteure allein von ihrer virtuellen Sportart leben. Somit ist ein Punkt erreicht, an dem die Tätigkeit nicht mehr nur als exzessives Hobby gewertet werden kann, sondern an dem sich eine breitere Dimension andeutet.
Welche Größenordnungen inzwischen erreicht sind, wird bereits mit einem kurzen Blick auf die Weltmeisterschaft deutlich. Während diese noch im Jahr 2013 ein gesamtes Preisgeld von weniger als drei Millionen US-Dollar an die Spieler ausschüttete, ist dieser Betrag bis ins Jahr 2017 auf satte 24,5 Millionen US-Dollar angewachsen. Diese hohen Summen belegen sogleich die Attraktivität des E-Sports für Sponsoren, die sich in den vergangenen Jahren weiter steigerte. Selbst Sportwetten lassen sich auf die großen Spiele bereits abgeben. Welche Buchmacher daran beteiligt sind und sich damit besonders innovativ präsentieren, erfahren Sie auf sportwette.net.

Wirtschaftliche Faktoren

Doch nicht nur im Hinblick auf die finanzielle Situation befindet sich der E-Sport aktuell in einer Phase des Wandels. Auf der anderen Seite ist es gelungen, ganz neue Strukturen zu schaffen. Immer mehr Clubs haben sich auch in Deutschland gegründet, die in der Regel von passionierten Spielern geleitet werden. Neben diese losen Organisationen, die sich meist über das Internet organisieren, treten klassische Vereine. Zu einer gewissen Bekanntheit hat es inzwischen die E-Sport Abteilung der FC Schalke 04 gebracht. Während zunächst unklar war, ob es sich um einen Versuch der Erweiterung der eigenen Zielgruppe handeln soll, wurde Experten schnell der gelungene Schachzug klar. Seither haben die Schalker einen erheblichen Vorsprung, was den Aufbau eines eigenen E-Sport-Teams angeht.
Wie es sich für eine organisierte Sportart gehört, als die sich der E-Sport gerne präsentiert, muss eine zweite Ebene der Offiziellen vorhanden sein. Schon in den vergangenen Monaten ist es gelungen, sich dafür einen großen Namen zu angeln. Der ehemalige Trainer und Sportdirektor Robin Dutt, der viele Jahre in der Bundesliga und beim DFB aktiv war, wechselte in die Welt des virtuellen Sports. Auch dies ist ein klares Zeichen dafür, was für eine rasante Entwicklung in den kommenden Jahren erwartet wird, die sich die sportliche Führungsebene nicht entgehen lassen möchte.


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Die Erweiterung der Zielgruppe

Auch für die nächsten Jahre gibt es ein Potenzial zur Entwicklung, dem sich das E-Gaming annehmen kann. Einerseits ist es wichtig, eine noch größere Zielgruppe mit den eigenen Angeboten zu erreichen. Bislang sind es in erster Linie Insider, welche die Turniere und Spiele verfolgen und somit zum Erfolg der Sportart beitragen. Entscheidend für die Erweiterung der finanziellen Basis wird allerdings die Attraktivität in den Augen der Sponsoren sein. Je mehr Menschen erreicht werden, desto größer wird der Wert entsprechender Werbeflächen, die auf den Turnieren zur Verfügung gestellt werden können. Schon aus diesem Grund wird über eine baldige Übertragung des E-Sports in klassischen TV-Sendern spekuliert. Weiterhin sollen die Streams im World Wide Web noch weiter ausgebaut werden.
Die Möglichkeiten, einem Turnier beizuwohnen, sind dagegen begrenzt. Größere Hallen tragen nicht zwingend zu einer Verbesserung der Stimmung bei, wie sie von Seiten der Verantwortlichen gewünscht ist. Zumindest aus europäischer Sicht spielt zudem die Dominanz der asiatischen Spieler eine Rolle. Diese ist dafür verantwortlich, dass die meisten wichtigen Turniere direkt auf dem östlichen Kontinent ausgetragen werden. Für die Fans aus Mitteleuropa bedeutet dies den Nachteil einer Zeitverschiebung, die dafür verantwortlich ist, dass die Popularität der Übertragungen eingeschränkt wird. Für die kommenden Jahre wäre es demnach auch in diesem Segment wichtig, neue Lösungen zu kreieren.

Die offizielle Anerkennung

Noch immer ist es dem E-Sport nicht gelungen, sich nach den offiziellen Statuten als Sportart anerkennen zu lassen. Bislang waren es in erster Linie die fehlenden Vereinsstrukturen, welche dem Vorhaben in Deutschland im Weg standen. So müssen sich gemäß den geltenden Regeln mindestens 20.000 Spieler in Vereinen organisieren, damit die offizielle Anerkennung als Sportart möglich ist. In der Welt des E-Sports spielt dieser Zusammenschluss in einzelne Teams aber lange keine Rolle. Erst Profis, die ihre Leidenschaft zum gut dotierten Beruf machen möchten, sind auf eine spezielle Förderung durch ein Team angewiesen, um sich voll und ganz auf das tägliche Training konzentrieren zu können. Dementsprechend war es lange nicht notwendig, Strukturen zu schaffen, die nun bei der offiziellen Anerkennung von Vorteil sein könnten.


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Experten gehen davon aus, dass es der Welt des E-Gamings gelingen wird, auch diese Hürde schon in den nächsten Jahren zu nehmen. Vor allem in der jungen Zielgruppe ist ein großes Potenzial vorhanden, welches dem Sport zu neuen Anhängern verhelfen könnte. Die Vielfalt der Spiele, die inzwischen in den offiziellen Wettbewerben eingesetzt werden, trägt ebenfalls zu dieser Entwicklung bei. So ist es möglich, Turniere zu finden, die auch den eigenen Interessen maximal entsprechen. Unter diesen Voraussetzungen steht der positiven Zukunft des Gamings natürlich nichts mehr im Wege. Die positiven Vorzeichen, welche dafür sprechen, lassen sich bereits in diesen Tagen deutlich erkennen.

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