„Weil Gott es wollte“: Strenggläubiges Pärchen lässt Baby sterben

Dabei hätten Ärzte die Kleine retten können.

„Weil Gott es wollte“: Strenggläubiges Pärchen lässt Baby sterben: Dabei hätten Ärzte die Kleine retten können.
Quelle: Alena Stalmashonak / shutterstock.com

Am 6. Februar erblickte die kleine Abigail aus Michigan das Licht der Welt. Ihre Eltern Rachel und Josh freuten sich über das Baby, das auf den ersten Blick putzmunter und gesund wirkte. Doch nur einen Tag später bemerkte die Hebamme eine merkwürdige gelbe Verfärbung der Haut des Säuglings und alarmierte die frisch gebackenen Eltern. Und dann nahm eine unendlich traurige Geschichte ihren Lauf.

Die gelbe Haut ist ein typisches Symptom von Gelbsucht - eine Krankheit, die bei Neugeborenen häufig vorkommt.

Der Auslöser für Gelbsucht ist eine Überproduktion von Pigmentstoffen in den roten Blutkörperchen. Normalerweise bekommen die Ärzte das schnell in den Griff – immer vorausgesetzt, die Eltern stimmen entsprechenden Behandlungen zu. Doch bei Rachel und Josh war das nicht der Fall. Sie sind davon überzeugt, dass „Gott keine Fehler macht“ und überließen Abigail ihrem Schicksal.

Am Tag darauf hustete die kleine Maus Blut, doch das zutiefst religiöse Elternpaar weigerte sich nach wie vor, die Gelbsucht medizinisch behandeln zu lassen. Stattdessen legte Rachel das Baby nur mit einem Strampler bekleidet in die Nähe eines offenen Fensters und pustete heiße Föhnluft auf den kleinen Körper.

Zu diesem Zeitpunkt schaltete sich laut einem Bericht des Magazins NZ Herald die Oma ein und versuchte, Abigail schnellstmöglich in ein Krankenhaus zu bringen. Doch keine Chance. Das Ehepaar hinderte die verzweifelte Großmutter daran, dass Leben ihrer hilflosen Enkelin zu retten.

Nach drei Tagen starb das Kind an den Folgen der Krankheit. Unglaublich. Dabei hätte der Tod des Säuglings so leicht verhindert werden können.

Rachels Bruder alarmierte am 9. Februar die Polizei, die daraufhin zum Haus der religiösen Eltern fuhr. Dort fanden sie das tote Baby vor, umringt von betenden Menschen.

Jetzt stehen Rachel und Josh vor Gericht und müssen sich wegen Mordes verantworten. Wenn die beiden für schuldig erklärt werden, müssen sie bis zu 15 Jahre hinter Gitter.

Foto:Alena Stalmashonak / shutterstock.com

 

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