Das Pure Pacha-Feeling fürs heimsche Wohnzimmer!

Alle Jahre wieder bringt das Pacha Ibiza eine ganz besondere Compilation auf den Markt: Pure Pacha. Zwei CDs bringen Euch so Jahr für Jahr das legendäre Pure Pacha-Feeling ins heimische Wohnzimmer. Bei der aktuellen Ausgabe zeichnen sich insgesamt drei Künstler für das Mixing verantwortlich, die die Pacha-Saison 2008 maßgeblich mitbestimmt haben: zum einen das afrikanische Duo Gold Fish und zum anderen Pacha-Diva Sarah Main.
Wir haben die drei einmal zu ihrer Residenz im Pacha und natürlich auch zu ihrer neuen Compilation befragt. Was uns die Globetrotter sonst noch so erzählt haben, das erfahrt Ihr in unserem Interview! Viel Spaß damit!
Hey Ihr Drei! Euer neues Album Pure Pacha ist nun erschienen, erzählt doch einfach mal etwas darüber.
Sarah: Ich habe CD 2 der Pure Pacha gemixt, Goldfish hat die erste CD zusammengestellt. Ich denke, dass das Album das neue Pure Pacha-Feeling reflektiert. Goldfish hat eher den Sound gemixt, weswegen sie bei ihren Pacha-Gigs so berühmt geworden sind, wohingegen ich den typischen Pure Pacha-Sound wiederspiegel. Es ist einfach eine Partynacht, wie man ja bei jedem Line-Up immer wieder sehen kann – und diesen Vibe haben wir auf unser Album gepackt!
Gold Fish – Dom: Wir waren super begeistert als wir erfahren haben, dass wir Teil der sechsten Ausgabe der Pure Pacha sein dürfen. Das ist eine echte Pacha-CD und wir sind sehr stolz, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, Teil dieser Kult-Serie zu werden. Außerdem hat es sehr viel Spaß gemacht die CD zusammenzustellen! Es war uns ein großes Vergnügen Sarah als unser Gegenüber zu haben – sie ist immerhin eine unglaubliche DJane und fast schon eine Legende!
Wonach habt Ihr die Tracks für die Compilation ausgewählt?
Gold Fish – Dave: Das Konzept für die CD ist komplett anders als bei unseren herkömmichen Mix-CDs. Wir haben ausschließlich unsere eigenen Tracks und Remixes genommen oder Remixe von unseren Tracks von anderen Produzenten. All unsere Lieblings-Tracks haben wir dann zusammengemixt und ein paar Live-Instrumente mit rein gepackt – für den optimalen Rhythmus!
Sarah: Ich musste erstmal nachdenken, in welche Richtung ich überhaupt gehen will mit der CD. Danach hab ich dann erst einmal meine gesamte Musik durchsucht. Als ich dann gehört habe, dass ich CD 2 mixe, stand es schnell fest: Ich mache den Sound der in der Main des Pacha gespielt wird. Also habe ich ein paar aktuelle Tracks und natürlich auch ein paar Klassiker auf die CD gepackt.
Was sind Eure Lieblings-Tracks?
Sarah:
1. RICHARD GREY VS BOB MARLEY- NO DEPUTY (TOMAS HEDBERG AND TUCCILLO MIX)
2. XPRESS 2- MUZIK XPRESS (SKYLARK MIX)
3. DAVID RUBATO FEAT MANDA DJINN- DEEP INSIDE
4. SURKIN- WHITE KNIGHT II/ INSTITUBES
5. MARK KNIGHT AND FUNKAGENDA- MAN WITH THE RED FACE
Gold Fish – Dave: Das ist wirklich eine sehr schwierige Frage! Wenn ich unter der ganzen Musik, die ich den letzten Jahren bekommen und gehört habe, einen Track aussuchen müsste, wäre es so, als müsste ich sagen, welches Familienmitglied ich am meisten mag! Aber ok: Unser neues Remake von unserem ersten Track „The Real Deal“ und „Hild Tight“ (Juan Diaz and Coco Silco mix) – der Remix ist ein Kracher!
Ihr kommt alle viel herum. Auf welche Gigs freut Ihr Euch besonders?
Sarah: Die Pacha-Party im Palais in Cannes kann ich jedes Jahr kaum abwarten! Ich liebe Cannes und die letzte Party dort war einfach unglaublich! Die Pacha-Tänzer und die Pacha-Deko machen das Event zu einem der Gigs, für den Du auch gerne mal den Ibiza-Sommer verlässt ;-) Das MTV Festival in Vienna ist jedes Jahr ein weiteres Highlight. In diesem Jahr werde ich zum dritten Mal dort spielen dürfen.
Gold Fish – Dave: Kürzlich spielten wir in London im The Coronet – es war unglaublich! Was für ein Vibe! Außerdem waren wir noch im Pacha London und natürlich wären da noch unsere letzten zwei Gigs auf Ibiza, bei denen wir zusammen mit Basement Jaxx und Faithless spielen dürfen!
Was ist die kurioseste Sache, die Euch je bei einem Gig bisher passiert ist?
Gold Fish – Dom: Ha! Das war eine Horror-Geschichte!
Wir wurden einmal gefragt, ob wir für eine Gruppe Russen in einem Luxus-Casino in Botswana spielen. Wir hatten lediglich ein paar Flüge, die wir nehmen konnten, weil es wirklich extrem weit ab vom Schlag war und dort keine Straßen hinführten – das Loch im Okavango-Dreieck sozusagen. Auf halben Weg kam der Pilot dieser alten Maschine zu uns meinte, dass irgendetwas nicht in Ordnung sei und wir eine Notlandung machen müssten. Alle anderen Touristen an Bord brachen direkt in Panik aus und fingen an zu schreien. Als wir aus dem Fenster schauten, entdeckten wir weit und breit nichts außer Wälder. Man durfte gar nicht dran denken, was da alles für Tiere herumliefen. Wir schafften es dann tatsächlich noch bis zum nächsten Landeplatz. Der Stewart hatte damit am wenigsten Probleme und legte sich schlafen, als das Ganze vonstatten ging – als wenn sowas völlig normal wäre. Nach einigen weiteren beinahe Todeserfahrungen, verpassten wir unseren Gig um fünf Minuten. Der Grund: Die Sonne ging soeben unter und wir konnten bei der Dunkelheit auf dem nicht beleuchteten Flugplatz im Wald nicht landen. Also ging es auf dem direkten Wege zurück nach Cape Town ohne auch nur eine Note gespielt zu haben. Danke fürs Kommen!
Sarah: Die erste Sache, die mir da direkt einfällt, ist mir bei einem Gig in Berlin passiert, bei dem ich zufälligerweise auch zusammen mit Gold Fish spielte. Ich stand grad an den Plattentellern als ein Mann, der aussah wie Stephan Baldwin zu mir hoch kam und mich fragte, ob ich etwas trinken wollte. Ich dachte, er wäre ein Kellner und bestellte einen Wodka-Soda und fragte auch direkt, ob er mir noch ein paar frische Zitronenscheiben bringen könnte. Als ich ihn dann aber fragte, ob er auch noch einen Strohhalm für mich hätte, sagte er nur: “I’m American we don’t use straws” – und das war dann auch der Punkt, an dem der Groschen fiel. Wir haben im Nachhinein noch ein paar Mal gechattet – ein wirklich netter Mann!
Was lässt Euch grooven?
Sarah: Ibiza! Dieser Sommer war bisher ein endloser Groove für mich. Ich habe von der Ostküste bis zur Westküste gerockt, um so viele DJs wie möglich kennenzulernen. Das bringt mir Erfahrungen und Inspiration! Meine Welt haben in diesem Sommer bisher am meisten Gold Fish gerockt. Die Jungs sind spitze und ihre Live-Performance ist so verdammt groovig! Kürzlich haben sie erst für mich auf meiner Villa performt – wo wir definitiv immer grooven!
Nennt uns drei Eurer größten Einflüsse!
Sarah: Mark Farina/Derrick Carter, Soulwax/2manyDj’s, Aunty Jen!
GoldFish: Kruder and Dorfmeister, der frühe Jamiroquai und St. Germain.
Denkt Ihr, dass all die neuen Gesetze auf Ibiza die Insel verändert haben?
Sarah: Nicht wirklich. Ich denke mal, dass so ziemlich jeder geschockt war als er von den neuen Gesetzen hörte, die auf der immer fröhlichen Party-Insel in Kraft treten sollten. Aber die Clubs sind immer noch voll, die Atmosphäre ist immer noch da. Der einzige Unterschied ist, dass wir nun etwas später feiern gehen und morgens halt nicht mehr in andere Clubs weiterziehen können. Ich sehe das Ganze positiv: Ibiza ist für mich immer noch so atemberaubend wie das erste Mal als ich herkam!
Gold Fish – Dom: Ich denke, dass wir hier noch nicht wirklich mitreden können. Dies ist ja erst unsere zweite Saison. Die neuen Gesetze werden bleiben und die Dinge werden sich weiterentwickeln. Ibiza ist einfach ein aufregender Platz und es gibt keinen Grund, um an alten Sachen zu hängen. Und überhaupt: Grenzen entfalten Kreativität…
Danke für das Interview und weiterhin noch viel Erfolg!
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