Musik zwischen Elektronik und Klassik: Eine bislang beispiellose Compilation.
Elektronik und Klassik: Dass diese beiden Genres sich eine Menge zu sagen haben und Synergien eingehen können, bewies schon das wundervolle Album ReComposed von Carl Craig und Moritz von Oswald. Jetzt ist eine Compilation erschienen, die sich dem Genre, das noch gar keinen eigenen Namen hat, eingehend widmet: Reflections on Classical Music.
Keine musikwissenschaftliche Stringenz oder historische Einordnung à la „Die Erben Stockhausens“, sondern eine Compilation, die ausschließlich nach ästhetischen Gesichtspunkten zusammengestellt wurde und beleuchtet, wie spannend dieses Feld zwischen so genannter E-Musik und so genannter U-Musik ist.
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Mit dabei sind Francesco Tristano (der mit „Not For Piano“ bekannt wurde), die Ambient-Hoheiten Murcof und Gas aka Wolfgang Voigt von Kompakt Records mit seinem Klassiker "Zauberberg", ferner Hauschka, Lawrence, die kongenialen Alva Noto & Ryuichi Sakamoto und Altmeister Philipp Glass, Wegbereiter der Minimal Music. Bei aller Heterogenität, die hier versammelt ist: Allen Stücken ist gemein, dass sie sich weder betont „verkopft“ noch betont „szenig“ geben, sondern in ihrer Produktion eine musikalische Selbstverständlichkeit an den Tag legen, die dieses Genre zwischen Techno, Ambient, Neuer Musik und Klassik (bzw. Romantik) plausibilisieren, wie auch immer es eines Tages heißen mag. Diese Rundschau, soviel ist sicher, trägt ihren Teil dazu bei, dass der Dialog zwischen Konzerthaus und Club, Ausstellung und After-Hour-Schuppen in Zukunft ein reger sein wird.
www.xvi-reflections.com
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