Konstruktionen des Fremden

  • Wo? ARGEkultur Salzburg, Ulrike-Gschwandtner-Straße 5, 5020 Salzburg
  • Wann?
KONSTRUKTIONEN DES FREMDEN
Podiumsdiskussion mit Sarah Bergh, Dr. Siegrid Schmidt und Susanne Lipinski. Moderation: Nayana Bhat

Der/die/das Fremde ist nichts ohne sein Gegenteil, das Vertraute, Eigene oder Gleiche. Nichts kann an sich fremd sein. Der Begriff selbst ist ein relativer und sagt mehr über seine*n Sprecher*in, als über das Beschriebene aus. Trotzdem oder gerade deswegen sind Kunst und Alltagskultur voll mit konkreten Bildern des Fremden. Häufig folgen diese dabei exotisierenden oder romantisierenden, aber auch rassistischen Stereotypen. Wie kann aber ein Fremdes überhaupt beschrieben werden, ohne dabei der eigenen Unwissenheit aufzusitzen? Oder sollten wir die Beschreibung des Fremden besser denen überlassen, für die dieses Fremde eigen ist? Was ist überhaupt fremd in einer pluralen und diversen Gesellschaft? Wie verändern sich die Darstellungen des Fremden historisch und gegen welche Darstellungsformen sollte notwendig politisch vorgegangen werden?

Anlässlich der Theaterproduktion SCHNALZEN diskutieren wir über diese Fragen mit der Germanistin Dr. Siegrid Schmidt, Spezialistin für Mittelalterliche Sagen und deren Rezeption, der Theatermacherin und Gründerin des kollektivs KOLLINSKI Susanne Lipinski und der postmigrantische Kulturmittlerin und Vielfaltspädagogin Sarah Bergh.

Sarah Bergh

studierte Pädagogik, Psychologie und Theaterwissenschaft. Nach über zehn Jahren als Disponentin am Theater und in der Produktionsleitung für verschiedene Theater-, Tanz- und Performancefestivals, ist sie seit 2002 selbstständig mit ihrem Büro für die Konzeption und Realisation von Kunst- und Kulturprojekten (berghkuk.de/freispiel.info). Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf politischer Bildungsarbeit, mit den Themen Migrations- und Diversitypädagogik, Menschenrechte, Diskriminierung/Rassismus, postkoloniale Realitäten und Selbstbehauptung/Empowerment.
In diesem Kontext hat sie zahlreiche Vermittlungsprojekte für (und mit jungen) Menschen gemeinsam mit Partner*innen der öffentlichen und privaten Hand, mit Stiftungen und Künstler*innen erarbeitet. Seit 2015 ist sie im Fachbereich Politische Bildung am Pädagogischen Institut / Referat für Bildung und Sport der LH München tätig.
Susanne Lipinski

wuchs im Pinzgau auf, studierte Schauspiel am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und bei internationalen Lehrer*innen in Graz (Bühnenreifeprüfung 2003) und schloss dort das Studium Germanistik 2004 ab. Seit Anfang 20 ist sie als Schauspielerin, Regisseurin und Theaterpädagogin tätig: Theater am Alsergrund (Wien); Theater am Ortweinplatz, Theater t’eig, Next Liberty (Graz); Toihaus Theater, Verein ikult, kollektiv KOLLINSKI (Salzburg); Ceren Oran (München). Sie lebt und arbeitet in Salzburg. Ihr Fokus liegt auf Stückentwicklungen auf der Suche nach neuen Theater-Räumen, innovativen Spielformen und kunstvernetzenden Projekten.
Dr. Siegrid Schmidt

studierte Germanistik sowie Musik- und Politikwissenschaft in Salzburg und dissertierte 1988 über Mittelhochdeutsche Epen-Stoffe in der Literatur von 1945 - 1985. Anschließend absolvierte sie die Ausbildung zur Museumspädagogin und arbeitete in der Vermittlungsarbeit in verschiedenen Museen und Ausstellungen (u.a. Landesausstellung Mozart: ‚Bilder und Klänge‘ - Museum der Wahrnehmung - Festung Hohensalzburg – Mozartmuseen) und war außerdem an Forschungsprojekten im Bereich Musik- und Tanzwissenschaft beteiligt. Ab 1996 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Salzburg am Institut für mediävistische Germanistik. Seit 2011 ist sie Vorsitzende des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen. Ihre Forschungs- und Lehrschwerpunkte sind das Nibelungenlied, Mittelalter-Rezeption, Mythen des Mittelalters, Späte Lyrik, Narrenliteratur, Bibeldichtung sowie Literaturdidaktik.
Nayana Keshava Bhat

geboren in 1985 in Indien, ist eine zeitgenössische Tänzerin / Choreografin.
Nayana ist seit 2012 in Salzburg ansässig und hat 2017 das Künstlerkollektiv ‚INFLUX - Netzwerk für Tanz, Theater und Performance‘ ins Leben gerufen, das sich als interdisziplinäre Produktionsplattform versteht. Ihre Arbeit als Performerin und Choreografin wurden auf Festivals in Asien und Europa präsentiert. Sie ist in Bharatanatyam ausgebildet und absolvierte Choreographie an der Salzburger Experimental Academy of Dance (SEAD). Nayana ist außerdem ausgebildete Journalistin (BA) und arbeitete für Tageszeitungen und Fernsehsender in Indien.

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