Freitags schon Techno

  • Wo? City-Department / Toy, Königstr. 51, 70173 Stuttgart
  • Wann?
Adi Dassler
Narkose Music, Z-Levels, ToY Resident

Harry Nash
Club Traxx rec, s.l.i.m., ToY Resident

Wer in den letzten beiden Jahrzehnten in Deutschland in der elektronischen Tanzmusik unterwegs war, ist an Harry Nash garantiert nicht vorbei gekommen. Harry Nash ist gleichzusetzen mit der Legende unter den Afterhours in Deutschland - die Toy Afterhour in Stuttgart. Harry Nash gehört zu den Menschen, die Geschichte geschrieben haben und deren Name Programm ist. Die Toy Afterhour hat über die letzten zwei Jahrzehnte jedes Wochenende pro Tag runde 500 Gäste rein durch Local DJs angezogen, an Feiertagen oder mit spontan eingeladenen Top Acts wie Chris Liebing wurden es weit über 1000. Anfang der 80er Jahre steht Harry das erste Mal in einem Club hinter den Decks. Nicht etwa, weil er einen Traum hatte und täglich stundenlang dafür geübt hätte, sondern weil er eben Kühn heisst und genau das auch eine seiner wegweisenden Charaktereigenschaften ist. Zwei Stunden vor seinem Debüt erhält er eine Einweisung wie Plattenspieler und Mixer funktionieren. Sein Gefühl für die richtige Platte zum richtigen Zeitpunkt retten ihn über die erste Nacht und wird zu einem weiteren Markenzeichen. Bis 1993 spielt Harry Nash mit unterschiedlichsten Künstlernamen wie beispielsweise Harry Hawai in vielen Clubs in Baden-Württemberg, u.a. hatte er auch als einziger weißer DJ eine Residency in einem Club mit ausschließlich farbigem Publikum, was sein musikalisches Können beeindruckend unter Beweis stellte. Bis zum Sommer 1993 war Harry Leitmotiv: Wunschtraum: 8 Wochen Hawai – Albtraum: 8 Stunden Techno. Die Tribal Gathering in München und das Set des Stuttgarter Kollegen Marco Zaffarano änderten sozusagen über Nacht das komplette Umfeld: Innerhalb kürzester Zeit mixte Harry unter dem Namen H-Ray so manchen Kollegen an die Wand, spielte als einer der ersten mit drei Decks und entdeckte seine Vorliebe für Afterhours. Das Trance in Stuttgart war seine erste Afterhour-Station, nach dessen Schließung zog er 1994 ins Roxy um, was nach dem Umbau 1996 in Toy umbenannt wurde. Rechnet man seine Afterhour-Playtimes über die letzten zwei Jahrzehnte zusammen, wäre er sicher Inhaber diverser Weltmeister Titel. Trotzdem Harry Nash nur ausgewählte Gigs auf Festivals oder Clubs neben den Afterhours wahrnehmen konnte und bisher keine eigenen Produktionen veröffentlicht hat, hat er weit über die deutschen Grenzen hinweg eine Fanbase erarbeitet, die sonst nur internationale Acts erreicht haben. Der Respekt und die Treue seiner Fanbase wie auch seiner Kollegen basiert auf den ureigenen Charaktereigenschaften von Harry Nash: Mut und Neugier für Neues, Leidenschaft für die Musik und die Künstler, sein Gefühl für die Crowd auf dem Floor und Bescheidenheit zur eigenen Person. Mancher internationale Top Act hat im Toy als Newcomer angefangen und spielte sich unter Harry Nashs Fittiche aus der Heimat raus. Er zählte zu den ersten in Stuttgart, die auf ein digitales Setup umgestiegen sind, die Möglichkeiten intensiv nutzen, mit einer Symbiose aus mehreren Jahrzehnten Musikgeschichte und neusten Undergroundsounds die Crowd zu jeder Uhrzeit rockt und heute zu den besten Electronic Music Artists zählt. Das Ende der Toy Afterhour bedeutet aber garantiert keinen Abschied von Harry Nash. Ganz im Gegenteil: Jetzt erst recht! Im Sommer 2013 stehen die Zeichen auf Ruhe vor dem Sturm und Beginn einer neuen Zeitrechnung. Und die läuft fast forward Richtung 30 Jahre Harry Nash. Stay tuned – you’ll be flashed!


Jannis Maxim

Sebastian Vogelsang

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