Theater Monarch

  • Wo? Fundbureau, Stresemannstr. 114, 22769 Hamburg
  • Wann?
Eintritt AK: 18,00 | Einlass: Uhr | Beginn: 19:00 Uhr


Wieder in Hamburg
Monarch
frei nach dem gleichnamigen Film von Manfred Stelzer und Johannes Flütsch

VVK 16 € inkl. Gebühren:
https://www.tixforgigs.com/de-de/Event/33115/theater-monarch-frei-nach-dem-gleichnamigen-film-von-manfred-stelzer-und-johannes

Trailer: https://vimeo.com/372704914

Geld, Genever und Gurkenfegen. Was ist los? Es ist wieder MONARCH-Zeit im Fundbureau mit Live-Musik von Digger Barnes. Ein ClubStück von der Hamburger Regisseurin Kristina Brons und den Performer*innen Janine Claßen, Jochen Klüßendorf und Stephan Möller-Titel. Ein Profispieler am Glückspielautomat verrät sein Rezept fürs große Geld: „Spielen, bis die Schrauben kommen!“

Das Clubstück MONARCH ist warmherzig. Es lief 2016 beim Hamburger Festival Hauptsache Frei und gewann den Jurypreis. Viele Interessierte konnten es in Hamburg noch nicht sehen, da es bislang nur einen Termin gab. Jetzt aber nimmt das Ensemble um die Regisseurin Kristina Brons die Produktion wieder auf und spielt drei weitere Vorstellungen im Fundbureau.
In „MONARCH“ dreht sich alles darum, die eigene Unzulänglichkeit zu feiern, und das Diktat der Leistungsgesellschaft, eigene Nischen zu finden, in denen man bestehen kann, positiv zu besetzen und diesen Vorgang mal richtig zu zelebrieren.

Ein Ort, wo man sich denkt: Wusste gar nicht das es so was hier gibt? Irgendetwas zwischen improvisiertem Tanzsaal und seltsamer Absteige. Und dabei sind wir in einem angesagten Club, dem Fundbureau an der Stresemannstraße Ecke Sternbrücke. Darin ein lose versammeltes Publikum. Die Kasematten unter der Sternbrücke beherbergten früher eine Kneipe, in der Altonaer Arbeiter ihr Feierabendbier fanden. Später gab es dort das namensgebende Fundbureau, wo die Hamburger verlorene Sachen ersteigern konnten. Ums Verlieren und Gewinnen geht es auch an diesem Abend.

Ein überdimensionaler Spiel-Automat. Man wartet auf jemanden, der es draufhat, das mit dem Leben und dem Geld. MONARCH, so sein Name, bürgerlich Dieter Wendland, spielt den MINT, er mistet den Spielautomaten aus. Holt alles raus. Er fegt die Gurke! Wer ist er?
Immer mehr Menschen arbeiten an Maschinen. MONARCH sagte sich irgendwann: „Wenn ich schon an einer Maschine arbeiten soll, dann an einer, mit der ich spielen kann.“ MONARCH versucht die Gewohnheiten der Bremsen, den Rhythmus der Motive zu erkennen: Zitrone. Pflaume. Kirsche. Glocke. Langsam wird es warm im Saal. Es gibt roten Genever, Digger Barnes spielt gute Songs, die manchmal wie alte Bekannte klingen, der Abend verläuft allerdings anders als erwartet. Das macht nichts, die unwiderstehliche Manuela schmeißt ne Runde! Und jetzt wird hier verhandelt: Geld oder Liebe?

Das Gezocke um die Altersvorsorge ist heute aufgrund des zu erwartenden Rentendebakels auf dem Höhepunkt. Aber das mag keiner mehr hören. Das Theater weiß: individuelle Lösungen und einfallsreiche List müssen her, wenn auch nur fiktiv für einen Abend der kollektiven Erleichterung. Die Inszenierung MONARCH ist eine Hymne auf den individuellen Befreiungskampf: Unterwandere das System und lache!

Ermöglicht durch die Wiederaufnahme- und Gastspielförderung des Dachverbands freie darstellende Künste Hamburg, im Auftrag der Freien und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien

Foto: Hoppens
 

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