Themen: Kunst, England, Drogen, Ecstasy

120.000 Dollar für ein Bild aus Ecstasy-Pillen

Teure Kunst aus Drogen.

Seit vergangener Wochen versetzt eine ganz besondere Ausstellung in der Londoner Galerie The Ark die Kunstwelt in besondere Ekstase. Bereits jetzt sind die Werke des Künstlers Chemical X mehrere Tausend Euro wert. Aber nicht etwa, weil sie von einem überaus populären Kunstschaffenden stammen, sondern weil die Bilder aus einem ganz besonderen Stoff gemacht sind: aus unzähligen bunten Ecstasy-Pillen. 

Wer an Ecstasy denkt, der hat das Bild von aufgedrehten Jugendlichen vor Augen, die sich auf Festivals oder in Techno-Clubs eine Pille nach der anderen einwerfen. Das man aus dem illegalen Aufputschmittel auch Kunst herstellen kann, beweist der Künstler Chemical X eindrucksvoll mit seinen Werken. Totenköpfe, Smileys und Friedenstauben bastelte Chemical X aus unzähligen Ecstasy-Pillen zu großen Kunstwerken zusammen. Übrigens dürfte der Künstler dem einen oder anderen einen Begriff sein. Schließlich entwarf er das Original-Logo für die Ministry of Sounds und arbeitete mit Street-Art-Künstler Banksy zusammen. 

Die Ausstellung unter dem Titel „Ein alter Freund oder vielleicht ein gefürchteter Feind“ könnte damit kontroverser nicht sein. Denn auch in Großbritannien ist der Besitz von Ecstasy-Pillen illegal. Vergangenen Mai musste eine Ausstellung sogar in letzter Minute abgesagt werden, da die Galerie rechtliche Bedenken äußerte. Über welche Quelle Chemical X die Pillen im großen Stil bezogen, hat der Künstler bisher nicht verraten. 

Schätzungsweise soll jedes einzelne Bild mehr als 120.000 Dollar wert sein. Doch gerade der verbotene Aspekt seiner Werke macht die Kunst des Briten so besonders. Auf Facebook hat er bereits über 2.000 Fans. Live und in Farbe könnt ihr euch die Pillen-Kunst noch bis zum 2. Oktober in London anschauen. Die Werke stehen übrigens auch zum Verkauf. Und so sieht Kunst aus Ecstasy-Pillen aus:





Foto: pils and capsules via Shutterstock

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