Themen: Tod, Krass

280 Kilo: 17-Jähriger isst sich zu Tode

Das tragische Ende eines kurzen Lebens.

Quelle: Ollyy/Shutterstock.com (Symbolbild)

In der Schweiz verstarb ein 17-Jähriger, nachdem er sich zu Tode gegessen hatte. Die Familie glaubt, dass die Behörden versagt haben. 

280 Kilo brachte Fabian M. vor seinem Tod auf die Waage, wie der Tagesanzeiger berichtet. Der Jugendliche litt seit frühester Kindheit an einer Esssucht und lebte zuletzt in einem Altersheim. Der junge Mann starb, nachdem er versucht hatte aus seinem Rollstuhl aufzustehen und dabei stürzte. Die genaue Todesursache ist bisher ungeklärt. 

Bereits seit seiner Kindheit soll Fabian an Übergewicht und unter dem daraus resultierenden Mobbing anderer Kinder gelitten haben. Obwohl der Schweizer unter Aufsicht der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde stand, wurde er immer schwerer. 2013 wog der damals 13-Jährige bereits 150 Kilogramm.

Therapien und Krankenhausaufenthalte zur Gewichtsabnahme zeigten nur kurze Erfolge oder scheiterten. Trotz schwieriger Familienverhältnisse verbrachte Fabian die Wochenende wieder zuhause und die Woche in einem Tagesheim. Der dortige Leiter warnte die Behörde, dass der Junge sich zu Tode esse. Offenbar lief diese Warnung ins Leere.

Als der Teenager die 240 Kilo-Marke knackt, sieht die Behörde keine andere Möglichkeit, als ihn zeitweise in einem Altenheim unterzubringen. Für Fabian wird eine Magenverkleinerung geplant – doch im Altenheim futtert der Junge sich weitere 40 Kilo an. Er soll mit der Situation unglücklich gewesen sein. Kurz darauf ist Fabian tot.

Seine Schwester gibt in einem Interview mir heute.at den Behörden eine Mitschuld. Ihr Bruder habe Hilfe gebraucht, aber nicht die richtige erhalten.  

Symbolbild:  Ollyy/Shutterstock.com

Teile diesen Beitrag:
Kommentare
Das könnte dich auch interessieren