Themen: Euro, Minder

6-Tage-Rennen

Frank Minders Herz gehört bekanntlich dem Radsport. Aber von Zeit zu Zeit geht der Veranstalter des Bremer 6-Tage-Rennens auch gern zum Fußball. Also weiß er auch, was die Tickets für ein Spiel kosten. 45 Euro für 90 Minuten Sport muss man da schon hinlegen, wenn man einen akzeptablen Sitzplatz haben will. Bei Werder, logischerweise Minders Lieblingsverein, sind es zum Glück zumeist höchst unterhaltsame 90 Minuten. Aber eben nur 90 Minuten.

Beim Bremer 6-Tage-Rennen kostet die teuerste Karte 38 Euro. „Und dafür bekommt man mindestens sechs Stunden Spitzensport und Unterhaltung vom Feinsten", rechnet Minder dagegen. Erneut gibt sich die Weltelite des Bahnradsports vom 10. bis 15. Januar 2008 ein Stelldichein im Bremer AWD-Dome: Weltmeister, Europameister, Etappensieger der Tour de France, nationale Titelträge en masse sind am Start.

Spannende Jagden, atemberaubende Sprints und waghalsige Fahrten hinter dem Derny-Schrittmacher stehen auf dem Sport-Programm. Und während man sich im Fußballstadion zu dieser Jahreszeit auch noch den A... abfriert, sitzt man beim Bremer 6-Tage-Rennen im Warmen.

Den Vorwurf, die Sixdays-Karten seien zu teuer, kann Frank Minder jedenfalls nicht nachvollziehen. Zumal die Kosten für die Veranstaltung in den vergangenen Jahren enorm gestiegen seien. Der Aufwand für die Security ist inzwischen immens, die Brauereien haben die Bierpreise in schöner Regelmäßigkeit erhöht, die Technik in Halle eins muss Jahr für Jahr auf den neuesten Stand gebracht werden, um den Zuschauern bestmögliche Informationen über den aktuellen Stand des Rennens und die Zeiten der Fahrer zu bieten.

„Aber all das wollen wir nicht auf die Besucher abwälzen", stellt Minder klar. Erstmals seit Jahren wurden für 2008 die Preise wieder leicht angehoben - um läppische zwei Euro. „Damit geben wir eigentlich nur die erhöhte Mehrwertsteuer weiter, worauf wir 2007 noch verzichtet haben. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt", sagt Minder.

Der Finaltag, an dem vor allem die Radsportfreaks voll auf ihre Kosten kommen, ist diesmal zu einem echten Schnäppchen-Preis zu bekommen. Karten für den Dienstagabend kosten nur noch 20 statt bislang 30 Euro. Der Donnerstag ist bereits für 30 Euro zu haben. Am Sonntag gilt weiterhin die Devise: „Zwei Erwachsene und ein Kindergarten". Für 50 Euro können zwei Erwachsene so viele Kinder unter 14 Jahren mitbringen, wie sie auftreiben - und aushalten - können.

Am traditionellen Kindernachmittag am Samstag ist der Eintritt für Kinder sowieso frei. Okay, 3,50 Euro für eine Packung Ohropax sollten Erwachsene, die ihre Kinder begleiten wollen, noch mit einrechnen. Denn die Begeisterung der Kids schlägt sich gemeinhin in einem ohrenbetäubenden Lärm nieder. Zumal zumeist auch noch jemand gratis Trillerpfeifen verteilt.

Den Vergleich mit anderen Sechstagerennen muss Minder nicht scheuen. Denn dort muss der geneigte Sechstage-Fan teilweise erheblich mehr berappen, und bekommt bei Weitem nicht so viel geboten wie in Bremen. „Denn außer den sportlichen Highlights bieten wir zu verhältnismäßig bescheidenen Preisen eine ganze Menge mehr als die Konkurrenz-Veranstaltungen", so Minder. Mehr als die Bratwurst im Stadion sowieso.

Als da wäre das vielfältige gastronomische Angebot: ob Leberkäse oder Weißwurst im Bayern-Dorf, Mojitos und Caipirinhas an der Cocktail-Bar, Ochse am Spieß, Pizza, Kartoffelpuffer, Champagner, Backfisch und Döner. Wer in den Hallen zwei bis fünf nichts nach seinem Geschmack findet, der ist selber Schuld oder schlicht und ergreifend ein Kostverächter. Das Bier kostet beim 6-Tage-Rennen 2008 übrigens 3,50 Euro pro 0,4 Liter-Glas und liegt damit auf dem Preisniveau von 2006. Auf dem Freimarkt bekommt man für den Preis definitiv kein Bier.

Zum anderen gibt es während des Bremer 6-Tage-Rennens Live-Konzerte gratis. Jeden Abend in Halle eins heizen die Kult-Kläuse dem Publikum dermaßen ein, so dass die Schwarte kracht. Michael Wendler und die Hermes House Band sorgen für Alarm in Halle 5. Im Foyer des AWD-Domes kann auf der „Ringelpietz-Party" geschwoft werden „bis der Arzt kommt", so Minder.

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