Themen: Fun, Crowdfunding
7.759 Dollar für einen Kartoffelsalat
Wie man mit „Crowdsalat" reich und berühmt wird.

Wie kommt man an Geld für ein Projekt, wenn man weder einen Geldgeber noch Eigenkapital besitzt? Ganz einfach: Man geht auf eine der zahlreichen Crowdfunding-Plattformen, promotet dort seine Idee und hofft, dass fremde Menschen wie wild auf das Ganze abfahren und ihre Unterstützung in Scheinen anbieten. Was das alles mit Kartoffelsalat zu tun hat, wir verraten es euch.
Wer nicht über das nötige Eigenkapital verfügt, der setzt auf stille Teilhaber. Auch von Fremden. Denn die können oder lassen sich für Ideen in der Regel mehr begeistern, als die eigenen Eltern. Aus der Familie hört man schon mal: „Junge, was das nun wieder soll. Mach doch lieber etwas Anständiges. So wie der Tobias, der jetzt der Stadt hilft“. Dann doch lieber Fremde, die weder ihre Meinung noch ihren Senf dazu tun.
Kickstarter ist eine dieser Crowdfunding-Dienste, auf denen die User ihre Produkte oder Ideen anwerben können. Doch womit wollen die Jungunternehmer auf der Plattform Geld verdienen? Zack Danger Brown zum Beispiel sucht den passenden Senf zu seiner Crowdfunding-Geschichte. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn der aus Columbus in Ohio stammende Crowdfunder isst für sein Leben gerne Kartoffelsalat. Er selbst hat aber noch nie welchen zubereitet und kam just auf die Idee über Crowdfunding seine Ausgaben von rund 10 Dollar wieder reinzuholen. Womit er jedoch ganz sicher nicht gerechnet hat: Auch die anderen Kickstarter scheinen auf Kartoffelsalat zu stehen.
Mit einem „I'm making potato salad“ wollte Brown bis zum 26. August 10 Dollar sammeln. Sein Spendenziel hat er jedoch bereits um Längen übertroffen! Insgesamt spendeten bisher 1,166 User (stand 07.07.2014) rund 7.759 Dollar für Zacks Crowdsalat. Tendenz steigend. Inzwischen war Zack aber nicht nur am Kochen, sondern hat noch Fan-Mützen entwickelt, die jeder Spender erhält:
Bleibt noch die Frage zu klären, wieso man Geld für ein Projekt spendet, das man bei Aldi im Kühlregal für 60 Cent erhält? Ein Kickstarter-Mitglied kommentiert: „Ich hatte das Gefühl, dass ich Kartoffelsalat irgendwie unterstützen muss…. Und dann sah ich, dass es auch Mützen gibt, meine wahre Schwäche!“
Doch Zack Brown ist nicht der erste, der mit einer scheinbar absurden Idee hunderte Menschen dazu bringt, Geld für sein Projekt zu spenden. So sammelte der Amerikaner Jeffrey Self knapp 4.000 Dollar, um sich seine Zähne machen zu lassen. Auch das Projekt „Grilled Cheesus“ war ein mit über 25.000 Dollar ein voller Erfolg. Dabei machten die Initiatoren einfach nur gegrillten Käse-Toast mit Jesus-Gesicht zu Barem.
Fotos: Traditional Oliver Salad & Portrait of a younf beautiful man suprised via Shutterstock








