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Absturz einer Trendmarke

Abercrombie & Fitch wird verklagt.

Vor einigen Monaten stellte der „Abercrombie and Fitch“-Chef Mike Jeffries klar, dass er nur hübsche Menschen in seinen Klamotten sehen will. Deswegen stelle er nur Kleidungsstücke her, in die lediglich dünne Menschen passen und auch die Mitarbeiter dürften ausschließlich jung und attraktiv sein. Doch selbst die wollen nun scheinbar nicht mehr für das Modelabel arbeiten. Befindet sich die Trendmarke auf dem absteigenden Ast?

Erst landen seine modischen Shirts für einen Spottpreis auf dem Wühltisch eines Discounters und jetzt wird Abercrombie & Fitch auch noch von den eigenen Mitarbeitern verklagt und muss mit einer weiteren Klage der französischen Anti-Diskriminierungsbehörde rechnen. So hatte es der Besitzer des Labels Mike Jeffries wohl nicht vorgestellt.

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, schlossen sich in der Hansestadt die Mitarbeiter des Trendlabels zusammen und reichten eine Klage gegen ihren Arbeitgeber ein, da dieser die Arbeitszeiten geändert haben soll. Schichtbeginn soll für die Mitarbeiter ab sofort bereits um 4 Uhr morgens sein, damit sie vor Ladenöffnung noch alle Regale aufräumen können. Bisher wurde diese Arbeit nach Ladenschluss von 22 Uhr bis spätestens 2 Uhr nachts erledigt. Manche Filialen stellten dafür sogar extra Personal ein. Durch die veränderten Arbeitszeiten muss der Konzern nun allerdings keine Nachtpauschale mehr zahlen. Den Angestellten geht somit also Geld verloren.

Hinter der Umlegung der Arbeitszeiten soll noch weitaus mehr stecken. Laut des Rechtanwaltes Heiko Hecht, welcher die Mitarbeiter des Hamburger Stores vertritt, könnte hinter dieser Umstrukturierung eine „arbeitsrechtliche Sanierung“ stecken. Dies soll bedeuten, dass A&F die Arbeitszeiten unter Umständen so extrem ändert, damit die bisherigen Mitarbeiter kündigen und günstigere Arbeitskräfte eingestellt werden können. Die Änderungen sollen ab den 31. Oktober in Kraft treten und würde sämtliche A&F-, sowie Hollister Stores betreffen.

Auch die französische Anti-Diskriminierungsbehörde soll es in Erwägung ziehen, Abercrombie & Fitch zu verklagen. Diese schauten sich die Einstellungskriterien des Labels genauer an und sollen festgestellt haben, dass diese äußerst diskriminierend seien, ganz besonders, was das Aussehen betreffen würde.


Bilder: Flickr / SimonQ & Victoria Pickering

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