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Abzocke mit der Ice Bucket Challenge
Nur 15 Prozent gehen in die Forschung.

So viele Ice Buckets, wie in den letzten Wochen verschüttet wurden, müsste man eigentlich davon ausgehen, dass die ALS Association mittlerweile genug Kapital gesammelt hat, um innerhalb der nächsten Jahre ein Wundermedikament gegen die Nervenkrankheit ALS zu entwickeln. Von wegen! Der Spendenerlös aus den unzähligen Ice Bucket Challenges des vergangenen Monats scheint nur zu einem Bruchteil in der Forschung anzukommen. Was ist da los?
Wie Krone.at berichtet, zeige die Steuererklärung 2013 der ALS Association des vergangenen Jahres, dass lediglich 28 Prozent der Spendeneinnahmen von ALS tatsächlich in die Forschung fließen. Verwaltungskosten und Personalkosten der hochrangigen Mitarbeiter hingegen, wie Präsident und Finanzleitung, verschlingen laut des Mediums einen Großteil des ALS Budgets.
Allein 340.000 Dollar der Jahresabgaben seien an die Präsidentin der ALS Association gegangen, satte 200.000 Dollar seien in die Chefetage der Finanzabteilung geflossen und ganze 2 Millionen Dollar hätte alleine der Verwaltungsaufwand verschluckt. Bei 26,2 Millionen Dollar, die die Organisation insgesamt ausgab, waren am Ende nur etwas mehr als 7 Millionen für die Forschung übrig.
Die extrem erfolgreiche ALS Ice Bucket Challenge, die als virales Phänomen der letzten Wochen in sämtlichen sozialen Netzwerken verbreitet wurde, habe jetzt schlagartig für einen ALS Gewinn von circa 88,5 Millionen Dollar gesorgt. Da kann man nur hoffen, dass sich am Ende nicht nur die Chefetage etwas von den Einnahmen sieht.
Foto: Happy man with money und Large blue transparent plastic bucket filled with dollar bills on via Shutterstock.com








