ADRENALIN-KICK PUR: DAS SIND DIE GEFÄHRLICHSTEN JOBS DER WELT

Hier ist das Risiko am größten.

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Sich in schwindelerregende Höhe begeben. Der Gefahr ins Gesicht sehen. Hohe Risiken eingehen. Was viele von uns tunlichst zu vermeiden versuchen, ist für andere der ganz normale Arbeitsalltag. Wir gehen der Frage nach, was Menschen an gefährlichen Jobs so reizt, und stellen euch die gefährlichsten Jobs der Welt vor.

Der Reiz des Nervenkitzels
Für welches Berufsfeld man sich entscheidet, wird von verschiedenen Faktoren bestimmt. Vor allem persönliche Interessen, Stärken und Fähigkeiten spielen dabei eine Rolle. Das allein erklärt aber noch nicht, warum sich manche Menschen Jobs aussuchen, die die (lebens-)gefährlich werden können. Dabei üben nämlich zwei weitere Faktoren einen Einfluss aus: die eigene Impulsivität und Risikobereitschaft.

Risikobereitschaft als biologischer Faktor
Die Grundeinstellung zu Risiken ist ein stabiles Merkmal, ähnlich wie der IQ. Das liegt daran, dass sie zum Teil durch Erfahrungen und Einflüsse von außen geprägt wird – etwa, wie risikobereit oder ängstlich die Eltern sind, – aber zum Teil auch genetisch bedingt ist. Wer impulsiv ist und eher zur Risikobereitschaft neigt, hat im Gehirn nachweislich weniger Andockstellen für die Kontrolle des Botenstoffs Dopamin. Je geringer das Maß an natürlichem Dopamin, desto eher sucht man sich einen bewussten Adrenalin-Kick.
Denn bei einem solchen Kick werden immer auch andere Botenstoffe wie etwa Dopamin ausgeschüttet. Im Gegensatz zu Adrenalin, das uns aufputscht und den Körper durch erhöhten Puls und Herzschlag in Alarmbereitschaft versetzt, löst das als Glückshormon bekannte Dopamin vor allem Freude aus.

Sensation-Seeking
Manche Menschen sind regelrecht auf der Suche nach diesem Nervenkitzel und suchen sich gefährliche Sportarten oder einen Job mit Sicherheitsrisiko. Sie empfinden den Zustand der freudigen Anspannung als angenehm, wobei der Grad der „idealen“ Anspannung für jeden anders ist – genau wie bei der Zimmertemperatur.
Dieses Phänomen nennt man in der Forschung auch Sensation-Seeking. Gemeint ist das Bedürfnis nach Stimulation durch neuartige und abwechslungsreiche Erfahrungen, das bei jedem unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Dieses Bedürfnis nimmt dann auch Einfluss auf eure Jobwahl.
Interessant zu wissen: Welchen Job ihr habt, ist aber auch bei der Partnersuche ein entscheidender Punkt. Ein Job, hinter dem man eine spannende Tätigkeit oder eine attraktive Person vermutet, schneidet beim Dating meistens besser ab.

Safety first!
Sicherheit ist im Beruf immer ein wichtiges Thema. Vor allem bei Jobs mit hohen Risikofaktoren solltet ihr nicht fahrlässig sein und euch in allen Bereichen – also gesundheitlich wie auch finanziell – absichern.

Schutzkleidung tragen
Je nach Job ist es Vorschrift, während der Arbeitszeit Schutzkleidung zu tragen. Helm, Handschuhe und Sicherheitsschuhe schützen Kopf, Hände und Füße vor Verletzungen. Eine Schutzbrille sorgt dafür, das keine umherfliegenden Kleinteile oder gefährliche Flüssigkeiten ins Auge gelangen können.
Wenn im Job laute Maschinen zum Einsatz kommen, bewahrt ein Gehörschutz die Ohren vor Lärmschäden. Bei einer Lautstärke ab 85 Dezibel leidet das Gehör: Gehörzellen können geschwächt oder sogar zerstört werden. Als Polizist/in oder Soldat/in gehört eine kugelsichere Weste zur Arbeitskleidung.
In manchen Jobs reicht selbst die komplette Montur noch nicht aus – hier müssen sich die Mitarbeiter zusätzlich mit Drahtseilen und Haken sichern. Das ist besonders für Arbeiten in schwindelerregender Höhe notwendig, um einen Sturz in die Tiefe zu verhindern.


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Finanzielle Absicherung
Für den Fall, dass auf der Arbeit oder in der Freizeit etwas passiert, ist eine finanzielle Absicherung immer sinnvoll. Wenn aus irgendwelchen Gründen die Arbeitskraft beziehungsweise die Gesundheit für längere Zeit beeinträchtigt ist, sorgen die richtigen Versicherungen für finanzielle Unterstützung.

• Unfallversicherung:
Ein Unfall dauert oft nur wenige Sekunden. Aber es kann mehrere Wochen oder Monate dauern, bis man sich von den Folgen erholt hat. Daraus entsteht neben der psychischen und gesundheitlichen Belastung auch eine finanzielle Belastung. Eine Unfallversicherung übernimmt einige der Kosten, die durch den Unfall entstehen. Beispielsweise Kosten für nötige Behandlungen und Hilfsmittel, aber auch Schmerzens- und Pflegegelder.

• Berufsunfähigkeitsversicherung:
Bei schlimmen Verletzungen oder einer schweren Erkrankung kann es sein, dass man für längere Zeit, schlimmstenfalls gar nicht mehr arbeiten kann. Das fehlende Einkommen wird dann schnell zum finanziellen Problem. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) kompensiert das ausbleibende Gehalt, indem sie eine monatliche Rente (BU-Rente) an den Betroffenen zahlt. Der Betrag und die Leistungsdauer werden bei Abschluss der Versicherung vereinbart.
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung loht sich aber nicht nur für gefährliche oder körperlich anstrengende Berufe, sondern ist auch bei einem völlig gewöhnlichen Job sinnvoll. Das Risiko, berufsunfähig zu werden, ist also viel höher als man vermuten würde. Ein Grund dafür ist, dass die Ursachen inzwischen sehr vielfältig sind. Oft stecken dahinter körperliche und psychische Erkrankungen. Deswegen ist es wichtig, sich über das Risiko im Klaren zu sein und möglichst früh eine BU abzuschließen. Je niedriger das Eintrittsalter, desto geringer fallen die Beiträge aus.

• Lebensversicherung:
Eine Lebensversicherung stellt sicher, dass die Familie des Versicherungsnehmers finanzielle Unterstützung erhält, wenn er vor dem Ablauf des Versicherungsvertrages stirbt. Wie hoch der Betrag ist, ist im Vertrag festgelegt. Mit diesem Geld können die Hinterbliebenen bestehende Kreditraten abbezahlen oder die Zahlungen für den Lebensunterhalt leisten. Das ist besonders dann eine Hilfe, wenn der Partner nur ein geringfügiges Einkommen hat und die Kinder noch nicht erwerbstätig sind.

Was einen Job gefährlich macht
Es gibt viele ungewöhnliche und spannende Berufe, aber nicht alle sind auch gefährlich. Die folgenden Faktoren machen den entscheidenden Unterschied. Durch sie wird ein Job als riskant eingestuft.

Verletzungsgefahr
Wer beruflich mit schweren Maschinen und Werkzeugen hantieren muss, kann sich dabei schwer oder lebensbedrohlich verletzen. Selbst mit einigen Jahren Berufserfahrung bleibt das Risiko bestehen. Genauso gibt es beim Umgang mit wilden Tieren oder bei Tätigkeiten mit großer Fallhöhe immer ein Verletzungsrisiko.

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Fehlverhalten hat üble Konsequenzen
Ein Job ist außerdem dann gefährlich, wenn das eigene Versagen oder Fehlverhalten lebensbedrohlich werden kann. Das kann ein kurzer Moment der Unachtsamkeit sein, eine falsche Einschätzung der Situation oder die Missachtung von Sicherheitsregeln.

Gefahr durch Umwelteinflüsse
Besonders gefährlich sind Faktoren, die man selbst nicht beeinflussen kann. Dazu gehört das Wetter: Vor allem starker Regen und Wind sind bei einigen Jobs echte Gefahren. Aber auch Naturgewalten wie Feuer, Überschwemmungen oder Erdeinstürze.

Giftige Substanzen
Der Umgang mit giftigen, ätzenden oder sonst wie gesundheitsgefährdenden Substanzen sind ein weiterer Risikofaktor im Berufsleben.

Jobs für echte Adrenalin-Junkies
Was also sind die gefährlichsten Jobs der Welt? Wir haben euch eine umfassende Liste zusammengestellt – darauf sind auch Jobs, die im ersten Moment nicht besonders gefährlich wirken.

Zirkusartist/in
In einem Zirkus gibt es viele unterschiedliche Berufe, die eines gemeinsam haben: das hohe Risiko. Ob Seiltänzer, Messerwerfer, Feuerschlucker oder Löwenbändiger, die Gefahren sind vielfältig. Ein falscher Schritt, eine falsche Handbewegung und schon kann es für Artisten lebensgefährlich werden.

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Holzfäller/in und Baum- oder Industriekletterer/-in

Der Job eines/r Holzfällers/in ist gleich mehrfach gefährlich: Da ist einmal die Höhe, in der die Arbeit stattfindet. Dann kann der gefällte Baum schnell zur Gefahr werden, wenn er im falschen Winkel fällt. Noch dazu sind die Motorsäge und andere Maschinen, mit der ein/e Holzfäller/in dem Baum zu Leibe rückt, hochgefährliche Arbeitsgeräte, die schwere Verletzungen verursachen können. Besonders unerfahrene und junge Holzfäller sind sehr anfällig für Unfälle und Verletzungen. Zwar lautet die Regel: Übung macht den Meister. Trotzdem ist permanent Vorsicht geboten.
Ähnlich gefährlich ist der Job als Baum- oder Industriekletterer/in. Sie sind überall dort gefragt, wo ein anderer Zugang als über das Klettern nicht möglich ist. Das betrifft unter anderem folgende Bereiche:
• Baumpflege
• Wartung von Windkraftanlagen
• Aufstellung von Mobilfunk- oder Blitzschutzanlagen
• Befestigung von Scheinwerfern und Boxen an Traversen

Truckerfahrer/in
In Europa ist es nicht übermäßig gefährlich, LKW zu fahren. Doch in anderen Ländern sind die Straßen so schlecht, dass ein hohes Unfallrisiko besteht – etwa in den Anden oder im Himalaya-Gebirge. Aber auch im Norden Kanadas ist es für eine/n Truckerfahrer/in nicht ungefährlich: Diese sogenannten Ice-Road-Truckers lenken ihre schweren Trucks über die knapp 500 Kilometer lange Ice-Road. Und das bei Schneestürmen, glatten Straßen und Temperaturen von bis zu minus 40 Grad.

Hochseefischer/in
Ein Job, der oft ein hohes Risiko birgt, ist Hochseefischer/in. Sie sind die mutigsten Angler der Welt – schließlich setzen sie sich Tag für Tag der unberechenbaren See und dem Wetter aus und arbeiten unter extremen Bedingungen. An Deck eines Fischerbootes gibt es weitere Gefahrenquellen: Große Geräte, die nicht richtig gesichert sind, oder Fangseile, in denen man sich verfängt, können den Hochseefischer/innen zum Verhängnis werden und schlimme Verletzungen verursachen. Hin und wieder kommt es vor, dass jemand über Bord geht und im eisigen Wasser landet oder dass ein Schiffsunglück passiert. Ob die Besatzung nach teils wochenlanger Arbeit wieder zu ihren Familien zurückkehrt, ist daher immer ungewiss.

Dachdecker/in
Dachdecker/innen arbeiten täglich in luftiger Höhe – und das bei Wind und Wetter. Da kann es schnell mal dazu kommen, dass man bei Regen auf dem nassen Gerüst ausrutscht. Auch eine lockere Schraube kann zum Teil fatale Folgen haben und ein Gerüst instabil machen. Kein Wunder, dass nicht einmal die Hälfte dieser Berufsgruppe bis zur Rente ihrem Job nachgehen kann. Ein Sturz reicht aus, um sich schwer zu verletzen und nie wieder arbeiten zu können.
Die Arbeitsgeräte sind eine zusätzliche Gefahrenquelle: Dachdecker/innen hantieren mit Hammer, Nägeln und Druckluftnagler – alles Werkzeuge, mit denen man sich problemlos Verletzungen hinzufügen kann. Definitiv kein Beruf für Leute mit Höhenangst und schwachen Nerven.

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Polizist/in und Soldat/in

Polizist/innen sorgen jeden Tag für Recht und Ordnung, indem sie gegen Verbrechen und Gewalt angehen. Dabei besteht immer die Gefahr, selbst zur Zielscheibe zu werden.
Noch extremer ist die Lage bei Soldaten und Soldatinnen. Im Kampfeinsatz schweben sie rund um die Uhr in Lebensgefahr, weil sie den größten Gefahren ausgesetzt sind – etwa Minen, Bomben oder Kämpfen. Vor allem in Kriegsgebieten ist das Risiko, erschossen zu werden oder bei einem Unfall zu sterben, recht hoch.

Feuerwehrmann/-frau und Smokejumper
Feuerwehrleute sind die Helden und Heldinnen des Alltags. Sie retten Menschen aus brennenden Gebäuden, holen Tiere aus allen Notsituationen und sind da, wenn sonst nichts mehr geht. Bei vielen Einsätzen riskieren sie ihr eigenes Leben, um das der anderen zu retten. Als Lebensretter/innen haben sie auch psychologische Funktion und vermitteln das Gefühl von Hoffnung.
Smokejumper beziehungsweise Feuerspringer/innen sind eine Spezialeinheit der Feuerwehr. Bei Wald- und Flurbränden, die für Löschfahrzeuge nur schwer oder gar nicht zugänglich sind, springen sie mit Fallschirmen über dem Gebiet ab und leiten die Brandbekämpfung ein.

Reinigungskraft für Hochhausfenster
Putzen ist harmlos? Von wegen! Fensterputzer/innen, die die Glasfronten von Hochhäusern reinigen, haben einen der gefährlichsten Jobs. Sie kraxeln in schwindelerregender Höhe die Wolkenkratzer entlang und sorgen für Durchblick – nur gesichert durch Haken und Drahtseile sowie einen kleinen Metallkorb. Noch gefährlicher wird das Ganze, wenn es stürmisch ist.

Stuntman/-woman und Stunt-Double
Als Stuntman/-woman oder Stunt-Double kommt man oft mit blauen Flecken, Prellungen oder Knochenbrüchen von der Arbeit nach Hause. Diese Berufsgruppe springt in besonders schwierigen oder brenzligen Filmszenen für die Darsteller/innen ein, die das Verletzungsrisiko umgehen wollen. Daher erfordert der Job eine große Portion Mut und artistische Meisterleistungen. Jede Bewegung wird genau einstudiert, jeder Schritt muss sitzen. Ist das nicht der Fall, kann das für Stunt-Double böse Folgen haben und sogar tödlich enden.

Leibwächter/in
Ein/e Leibwächter/in ist für den Schutz einer bestimmten Person zuständig. Viele Prominente und hochrangige Personen haben in der Öffentlichkeit Leibwächter/innen. Diese schützen das Leben ihrer Klienten und Klientinnen um jeden Preis – auch, wenn das im Ernstfall bedeuten kann, zu sterben. Dazu gehört nicht nur Mut, sondern auch jede Menge Selbstlosigkeit.

Sprengmeister/in
Ein/e Sprengmeister/in (auch Bombenentschärfer/in genannt) führt im Bergbau-, Steinbruch- oder andere Infrastrukturprojekte kontrollierte Sprengungen durch und sorgt dafür, dass Blindgänger entschärft werden, bevor sie Schäden anrichten. Sprengmeister/innen sind dafür verantwortlich, die Umgebung weitläufig zu evakuieren. Beim Entschärfen brauchen sie eine ruhige Hand und dürfen sich keinen Fehler erlauben. Dennoch besteht immer die Gefahr, dass etwas schiefgeht und die Bombe, Mine oder Granate explodiert. Der Tod ist als Berufsrisiko allgegenwärtig.

Abfallbeseitiger/in
Zugegeben, Deutschlands Müllmänner und -frauen arbeiten ziemlich risikofrei. Aber in anderen Ländern ist Abfallbeseitiger/in nicht nur ein harter, sondern auch ein echt gefährlicher Job. Die Leute, die diesen Job ausüben, kommen mit giftigen Substanzen in Kontakt. Als wäre das nicht schlimm genug, werden sie aufgrund ihrer Tätigkeit von der Gesellschaft ausgegrenzt, schikaniert und zu gefährlichen Arbeiten gezwungen.

Bergarbeiter/in
Beim Job eines/r Bergarbeiters/in machen vor allem Naturgewalten die Gefahr aus: Feuer kann ausbrechen, Wasser kann eindringen und der Schacht muss gut gegen Einstürze gesichert sein. Auch Probleme mit dem Aufzug und Erkrankungen der Atemwege sind leider keine Seltenheit. Das Einhalten der Sicherheitsvorschriften ist hier also lebensnotwendig. Wer es damit mal ein bisschen zu locker nimmt, kann das schnell bereuen.
Außerdem sind die Arbeitsbedingungen gesundheitsgefährdend: Das Team leistet harte, körperliche Arbeit in gebückter Haltung. Noch dazu ist es dunkel und es gibt keine frische Luft. Der Job ist vor allem in Staaten wie China und Russland unglaublich gefährlich.

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Tierpfleger/in
Tierpfleger/innen kümmern sich sowohl um Haus- und Zootiere als auch um Versuchstiere. Das kommt ganz darauf an, ob sie ihren Ausbildungsschwerpunkt auf Tierheim und Tierpension, Forschung und Klinik oder Zoo legen. Egal, um welches Tier es sich handelt: Tierpfleger/innen müssen ihre Schützlinge artgerecht versorgen. Dazu gehört immer wieder auch die Arbeit im Käfig und – je nachdem – der direkte Kontakt zum Tier.
Das ist selbst im Umgang mit Hunden und Katzen nicht ganz ungefährlich, weil durch Bisse und Kratzer tiefe Wunden entstehen und möglicherweise Krankheiten übertragen werden können. Der Hauptrisikofaktor ist dabei die Unberechenbarkeit der Tiere, die immer bestehen bleibt. Denn oft wird ihr Verhalten unterschätzt. Besonders heikel ist das Ganze bei der Arbeit mit Raubtieren und giftigen Tierarten. Hier gilt es, jederzeit gut aufzupassen und die Sicherheitsregeln bei der Arbeit und im Umgang mit den Tieren einzuhalten. Der kleinste Fehler kann einem/r Tierpfleger/in zum Verhängnis werden.

Der Job beeinflusst die Lebenserwartung
Ein gefährlicher Job kann darüber entscheiden, wie lange ihr lebt. Je belastender der Job, desto geringer ist die Lebenserwartung. Als Belastung gelten in dem Fall Tätigkeiten, die gefährlich oder körperlich stark anstrengend sind, sowie psychische Faktoren wie Stress oder emotionale Herausforderungen.
Das hat eine Studie des Instituts für Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen gezeigt. Sie hat sich mit dem Zusammenhang zwischen Job und Lebenserwartung beschäftigt.
Wer einen gefährlichen Job ausübt, ist in der Regel extremen körperlichen Belastungen ausgesetzt. Denn viele dieser Jobs erfordern einiges an Muskelkraft. Dazu kommt der (oft unbewusste) Stress, den so ein Job verursacht. Schuld daran sind nicht nur die Arbeitsbedingungen, sondern auch die Reaktion des Körpers: In aufregenden oder gefährlichen Situationen schüttet er vermehrt das Stresshormon Adrenalin aus. Die Ausschüttung von Adrenalin kann als positiv wahrgenommen werden. Daher suchen viele Menschen immer wieder diesen Kick. Eigentlich hat Adrenalin aber den Zweck, den Körper in Gefahrensituationen zu Höchstleistungen anzutreiben und sämtliche verfügbare Energie nutzbar zu machen.
Ein dritter Faktor, der bei Menschen mit gefährlichem Job die Lebenserwartung herunterschraubt, ist die hohe Unfall- und Verletzungsgefahr. Stürze, oft aus gewaltiger Höhe, der Umgang mit Wildtieren und das Hantieren mit gefährlichen Maschinen oder Materialien bergen ein hohes Risiko, sich schwer bis lebensbedrohlich zu verletzen. Dabei spielen in vielen Jobs auch Umwelteinflüsse wie Feuer, Wasser, Wind und starker Regen eine Rolle.

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