Themen: GEMA, Lizenzen, Kursänderung, Falschmeldung

Ärger um GEMA-Falschmeldung

Von wegen Kursänderung.

Viele freuten sich schon, als die GEMA vor einigen Tagen verkündete, dass sie Creativ-Commons-Lizenzen anbieten wolle. Einige sprachen sogar von einer positiven Kursänderung der Verwaltungsgesellschaft. Doch nun zog die GEMA wieder Spott und Ärger auf sich, als sie verkündete, dass es sich bei dieser Nachricht um eine Falschmeldung handelte.

Kostenlose Musiklizenzen bei der GEMA? Für viele unvorstellbar, doch vor einigen Tagen machte eine überraschende Meldung im Internet die Runde. "CC Lizenzenzählen bereits seit längerem zum Gema Angebot", dies war der kurze, aber dennoch wellenschlagende Tweet der GEMA am 12.August. Sehr schnell verbreitete sich unter den Musikern und Mitgliedern die Nachricht, dass die GEMA nun doch endlich eine Kursänderung einschlagen würde und kostenlose Lizenzen für Musiktitel anbiete. Selbst die neue Konkurrenz C3S war begeistert von dieser, wenn auch späten, Einsicht der GEMA.

Doch zu früh gefreut: Nur wenige Stunden später änderte die Verwertungsgesellschaft ihre Meinung wieder und stellte klar, dass CC-Lizenzen nach wie vor nicht mit dem Geschäftsmodell der GEMA vereinbar seien. Was war da passiert? Einen Tag später erklärte ein Sprecher der GEMA die Meldung für eine Falschmeldung und tweetete: 




Es war also niemals geplant Creative Commons Musik zu unterstützen. Ein Mitarbeiter habe die Aussage eines anderen falsch verstanden und so sei es zu dem Missverständnis gekommen.

Kein Wunder, dass die GEMA nun immer wieder erboste Nachrichten von Usern erhält, die die Falschmeldung immer noch ernst nehmen. Bruno Kramm, Musiker und Mitglied der Piraten-Partei schrieb zum Beispiel „bezeichnend wie wenig sogar die eigenen Mitarbeiter Bescheid wissen“. Auch andere User reagierten wenig begeistert und unterstellen der GEMA, dass sie selbst nicht wisse, was sie sagt. Durch diese Fehlmeldung dürfte die GEMA noch ein wenig mehr an Glaubwürdigkeit verloren haben.



Quelle: Twitter / GemaDialog
Bilder: Screenshots

Teile diesen Beitrag:
Kommentare
Das könnte dich auch interessieren