Thema: App

Ärger wegen „Ghetto-Tracker“-App

Hilfreich oder diskriminierend?

Nicht jede App verhilft dem Entwickler zu Ruhm und Erfolg. Dies erfährt der Amerikaner David Foster gerade am eigenen Leib. Seine App „Ghetto Tracker“ gilt zurzeit als eine der rassistischsten und diskriminierensten Apps überhaupt. Dabei wollte der Erfinder die User angeblich nur vor gefährliche Gegenden warnen.

Es ist wohl weniger die Apps selbst, als mehr die Vermarktung, die negative Reaktionen auf sich zieht. Auf der App-eigenen Homepage „Ghetto Tracker.com“ und auf Facebook. Dort finden User Bilder von Afro-Amerikanern, die Baggy-Pants tragen oder Mülleimer in den Händen halten. Dazu das Motto der App: „Wir helfen Ihnen sichere Orte zu finden, wenn sie auf Reisen sind“.

Seitdem David Foster seine App „Ghetto Tracker“ auf den Markt gebracht hat, wird er als Rassist beschimpft. Dabei wollte er Reisende mit seiner App doch angeblich nur auf Orte aufmerksam machen, die verrufen und gefährlich sind. Die Daten der App beziehen sich dabei allerdings nicht auf empirisch dargelegte Fakten, sondern lediglich auf Aussagen von Nutzern, die die vermeintlichen Ghettos in einer Karte markieren können. Mit den Fotos auf seiner Homepage will Foster nichts zu tun gehabt haben. Auch bei der Namensgebung habe er sich nicht großartig viele Gedanken gemacht.

„Es sollte ein Name sein, den sich jeder merken würde", so Foster. Zwar änderte der Entwickler den Namen seiner App nun in „Good Part of Town“, aber dennoch kritisieren viele Experten, dass User bei dieser App Nachbarschaften ohne ersichtlichen Grund bewerten und in Verruf bringen dürfen. Einen wirklich hilfreichen Sinn, sieht scheinbar kaum einer in dieser App. Dabei ist der Grundgedanke doch gar nicht so verkehrt.


Quelle:fox40.com
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