Themen: Liebe, Frühlingsgefühle, Sex & Liebe, Wahre Liebe
An diesem Detail erkennst du, dass es die große Liebe ist
Nur Frühlingsgefühle oder steckt mehr dahinter?

Mit dem Frühling kommt auch die Zeit für unbeschwerte Flirts und vielleicht sogar für größere romantische Gefühle. Nicht umsonst ist, wenn wir uns verlieben, auch von Frühlingsgefühlen die Rede. Doch woran erkennen wir, ob es sich nur um einen saisonalen Gefühlsrausch oder um die große Liebe handelt? Woran wir erkennen, dass es tatsächlich so richtig gefunkt hat, verrät die aus dem Fernsehen bekannte Diplom-Psychologin Angelika Kallwass.
Gibt es die Liebe auf den ersten Blick?
Wir alle kennen das Szenario aus Liebesromanen oder romantischen Hollywood-Filmen: Die Sonne strahlt, zwei Augenpaare treffen sich und – Zoom – ist es geschehen. Die Liebe auf den ersten Blick ist das, wovon alle Romantiker träumen. Doch gibt es sie wirklich, oder ist sie nur eine realitätsferne Wunschvorstellung?
„Ja, es gibt sie wirklich, die Liebe auf den ersten Blick! Im Bruchteil einer Sekunde wissen wir, wir sind verliebt. Die Knie zittern, das Herz rast, die Hände werden feucht, wir schauen den Anderen, die Andere an und wissen, er, sie ist wunderbar,“ erklärt Kallwass.
Doch was ist entscheidend dafür, ob wir uns auf den ersten Blick verlieben? Laut Kallwass spielen für beide Geschlechter vor allem das Gesicht und die Stimme des Gegenübers eine Rolle.
„Weniger von Bedeutung, wenn man dann ins Gespräch kommt, ist eigenartigerweise die Bildung, die Herkunft, der Beruf, sondern es ist der Blick, der entscheidet,“ so die Psychologin weiter. Wer also der Traumfrau oder dem Traummann begegnet, sollte sich nicht von vermeintlichen sozialen Barrieren abschrecken lassen, sondern ganz seinen Gefühlen vertrauen.
Aber auch, wer sich nicht auf den ersten Blick ineinander verliebt – sondern zunächst womöglich nur befreundet ist – hat Chancen, später auch als Paar miteinander glücklich zu werden. Tatsächlich haben Paare, die sich beim Kennenlernen Zeit lassen, sogar eine größere Chance auf eine lange und glückliche Beziehung, als solche, die die Leidenschaft übermannt.
Denn während sich die erste Begeisterung füreinander oft als Strohfeuer entpuppt, ist eine Beziehung, die auf Sympathie, Verständnis und Gemeinsamkeiten beruht, wesentlich langlebiger.
Die rosarote Brille
Wer frisch verliebt ist, sieht seinen neuen Schwarm als geradezu perfekt an. Kleine Macken oder Schönheitsfehler werden entweder übersehen oder schlichtweg als liebenswert eingestuft. Doch woher kommt dieses Phänomen, das durch den Satz „Liebe macht blind“ schon sprichwörtlich ist?
„Im Zustand der Verliebtheit werden wir von Hormonen überschwemmt,“ erklärt Angelika Kallwass, „Vor allen Dingen von dem fast rosaroten Glückshormon Serotonin.“ Andere Hormone versetzen den Körper in einen erhöhten Erregungs- und Aktivitätszustand. Mitunter ähneln die Symptome der Verliebtheit fast denen eines Drogenrauschs, bei dem das Belohnungssystem im Gehirn verrückt spielt, sobald sich der Schwarm in der Nähe befindet.
Das alles trübt das Urteilsvermögen. „Vielleicht ist man mit Träumen, mit Fantasien beschäftigt, selten mit der Realität,“ beschreibt Kallwass diesen Zustand.
Doch was passiert, wenn die erste Verliebtheit nachlässt und der Blick auf den Partner oder die Partnerin dadurch zwangsläufig ein Stück weit realistischer wird? In manchen Fällen bedeutet dies für die Gefühle das Aus, sie erweisen sich als nicht alltagstauglich und die beiden Beteiligten gehen getrennte Wege.
Es ist aber auch gut möglich, dass auch der realistischere Blick die Gefühle für den Partner oder die Partnerin nicht schmälert – und genau dann wird aus der Verliebtheit Liebe und es wird auch eine langfristige Beziehung möglich.
Foto: Ann Haritonenko / shutterstock.com








