Thema: Krass
An Texanischen Schulen kommt jetzt wieder das Holzpaddel zum Einsatz
Einfach nur schrecklich!

Texas, USA. Im Schuldistrikt der Stadt Three Rivers dürfen die Lehrkräfte nicht-hören-wollende Schüler jetzt wieder mit einem hölzernen Paddel disziplinieren.
Die beiden Schulen des Distrikts beschlossen die Aufhebung des Prügelverbots einstimmig. Rund 700 Schüler und Schülerinnen sind von diesen Lehrplanänderungen betroffen. Die Lernenden müssen zu Beginn des Herbst-Schuljahres eine schriftliche Einwilligung von ihren Eltern unterzeichnen lassen. Sollten die Eltern etwas gegen Prügel haben, können sie ein Widerspruchs-Formular ausfüllen.
Man mag es kaum glauben, doch Texas ist einer von 15 US-amerikanischen Staaten, in denen Schüler mit körperlicher Bestrafung diszipliniert werden dürfen. Welche Strafen zulässig sind, entscheidet jeder Schuldistrikt für sich selbst.
Die Schulverwaltung geht davon aus, dass die Schläge für bessere Disziplin in den Klassenzimmern sorgen. Das Paddel kommt zum Einsatz, wenn die Lernenden ungehorsam waren oder sich nicht an Schulregeln gehalten haben. Ob das Paddel zum Einsatz kommt, entscheiden die Lehrer. Diese führen die Strafe auch aus.
Die körperliche Bestrafung hat allgemein einen schlechten Ruf und zwar vollkommen zu Recht. Kinder, die geschlagen werden, erleiden nicht nur physische, sondern auch psychische Schäden. Diese Schäden können sich bis in das Erwachsenenalter ziehen bzw. häufig haben die Misshandelten dann noch mit den Folgen zu kämpfen. Studien konnten belegen, dass Kinder, die geschlagen werden, allgemein aggressiver und anfälliger für Suchtprobleme sind als Kids, die angemessen behandelt werden. Auch Depressionen und manifestierte psychische Erkrankungen treten bei geschlagenen Kindern häufiger auf.
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