Themen: Album, Justice

And Justice for all

„Album her!“ ist da natürlich der Schrei, der sich an Single- und Mixerfolge anschließt. Hier ist es: †, ein packendes und eigenwilliges Stück Elektro, das sich in die Tradition großer französischer Produktionen à la Daft Punk, Motorbass oder Cassius einreihen will. Justice setzen auf spröden bis breiigen, trashigen bis überproduzierten Sound, reichlich Funk-Einflüsse und Hipster-Attitüde. Größter Hit des Longplayers ist die erste Single, „Dance“ (siehe Video), die wie die Jackson Five auf Lachgas daherkommt. Großartig. Großspuriges gibt es auch: „Thhee Ppaarrttyy“, ein Track, auf dem Supergirl Uffie eigentlich die ganze Zeit nur erzählt, warum sie die Partyqueen schlechthin ist. Na gut, be it that way. So lange sie alle unsere Freunde sind, und uns nicht alleine lassen… come on! Justice for all.

1. Genesis         
2. Let There Be Light (album version)         
3. D.A.N.C.E. (Album Version)         
4. Newjack         
5. Phantom         
6. Phantom pt. II         
7. Valentine         
8. Tthhee Ppaarrttyy         
9. Dvno         
10. Stress         
11. Waters Of Nazareth (album version)         
12. One Minute To Midnight        

Bei den MTV Europe Video Music Awards 2006 schnappten sie mit dem Video zum Simian-Remix Kanye West einen Preis vor der Nase weg (was einen kleinen Skandal auslöste, da der Mann damit nicht klar kam), und Credits gabs schon von den ganz Großen wie Erol Alkan, Miss Kittin, Daft Punk, DJ Hell, Tiefschwarz, James Holden und anderen ähnlichen Kalibers.
Dabei, ein Treppenwitz der Musikgeschichte, war der Remix bei einem Contest zu dem Simian-Song gar nicht als Sieger hervorgegangen. Und jetzt kommt eine Story, die beweist, dass wahre Musikbusiness-Größen das gewisse Gespür haben, das sie aus der Masse herausstechen lässt: Pedro Winter, Chef des mittlerweile schon legendären Ed Banger-Records wurde auf den untergegangenen Track aufmerksam. Es landete zunächst auf einer B-Seite einer anderen Veröffentlichung. Wie ein Talentsucher im Profifußball nahm sich Gigolo-Chef DJ Hell des Themas an, signte das gute Stück, releaste es als Single und sorgte dafür, dass Never Be Alone sich 50.000 Mal verkaufte. Planetenweite DJ-Engagements und hochkarätigen Remix-Aufträge kamen dann stapelweise rein bei Gaspard Augé (The Moustache) und Xavier de Rosnay (The China) aus Paris: Britney Spears, Franz Ferdinand, Soulwax, Scenario Rock, N.E.R.D. und viele mehr mochten nicht auf den ultimativen Justice-Remix verzichten.

Ihr seid im Thema? Obiges ist der Partyschlachtruf des vergangenen Jahres. Justice vs. Simian, Never Be Alone, eine super Electro-Nummer, die jede Privatfete, jeden Club, jeden Sparkassen- oder Brückenrave auseinandergenommen und die Menschen zum Austicken gebracht hat.  Because We Are, Your Friends, You´ll Never Be Alone Again So Come On, So Come Oh-hon…

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