Themen: Köln, Bootshaus
Angst um Bootshaus und Playboy Club
Kölner Clubbetreiber erpresst.

Das
Bootshaus und der
Playboy Club in Köln laufen gut. Erst kürzlich wurde ersteres auf Platz 48 der
Top100 Clubs gewählt. Auch die Bunny-Disco im Zollhafen kann sich über ausbleibende Gäste nicht beklagen, ganz im Gegenteil: Hübsche Frauen und ein gediegenes Ambiente kommen an. Das scheint einer kriminellen Bande nicht entgangen zu sein. Die soll den Betreiber der beiden Clubs, Jörn Schäfer, seit der Playboy-Club-Eröffnung im September 2012 auf Schutzgeld erpresst haben.
Das Szenario gleicht dem eines "Tatort"-Krimis: Nach Informationen des Kölner Express' sei eine afghanische Bande, bestehend aus drei Männern, regelmäßig in den Playboy Club zum Abkassieren gekommen. Dabei soll dem 29-Jährigen selbst und seiner Familie mit Prügel bzw. dem Club mit Anschlägen gedroht worden sein. Aus Angst um sich und seine 30 Mitarbeiter soll Schäfer schließlich klein beigegeben und keine geringen Summen gezahlt haben. Mitunter seien darin auch Teile seines Gehalts eingeflossen. Es liegt auf der Hand, wer in solch einem Fall direkt hellhörig wird: das Finanzamt. Das vermutet nun, die Schutzgelder seien mit nicht versteuerten Geldern, kurz Schwarzgeld, bezahlt worden. Es könnte nun ein Verfahren wegen Steuerhinterziehung drohen.
Nach Angaben des
Kölner Stadtanzeigers hätten die Täter ferner von Schäfer verlangt, einen von ihnen als Mitarbeiter einzustellen.
Bereits zu Jahresanfang erstattete der Club-Chef daraufhin Anzeige. "Nach meiner Anzeige habe ich natürlich die Lohnfortzahlung eingestellt und den Vertrag als nichtig erklärt", erklärt er. Ein Polizeisprecher sagt: "Wir ermitteln im Augenblick in alle Richtungen." Auch die mutmaßlichen Täter sollen sich bereits juristisch vertreten lassen. Schäfer stehe zudem unter Polizeischutz.
Wir drücken die Daumen und hoffen, dass den Tätern rasch das Handwerk gelegt wird und sich die Dinge ebenfalls nicht negativ auf den Clubbetrieb auswirken werden. Speziell nach der
Yourporn-Affäre im vergangenen Dezember, die tatsächlich nur unnötig für Aufruhr sorgte und glücklicherweise keinen Schaden mit sich brachte.
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